U21: Zebrastarkes Comeback - "Zweite" mit Punktgewinn gegen FV Mönchengladbach

Duisburg (mm) - Die Zweitvertretung des MSV Duisburg hat dem FV Mönchengladbach am 14.Spieltag der Frauen-Niederrheinliga mit einem 2:2 (0:2) Unentschieden einen Punkt abgeknöpft, was im bisherigen Saisonverlauf erst zwei gegnerischen Teams gelang.

Mindestens genauso bemerkenswert war dabei die Tatsache, dass die personell erneut gehandicapte Zebra-Truppe sich selbst von einem zwei-Tore-Halbzeitrückstand nicht aus der Ruhe bringen ließ.

So konnten die Zebras gegen den Ligaprimus am Ende durch eine bärenstarke, zweite Halbzeit, ein Eigentor der Gäste, sowie einen Treffer durch Leonie Jäger noch auf 2:2 egalisieren und ihrem Punktekonnto einen weiteren, verdienten Punkt hinzufügen.

Frauen-Niederrheinliga, 14. Spieltag, MSV Duisburg U21 - FV Mönchengladbach 2:2 (0:2)
Mit dem FV Mönchengladbach gab am vergangenen Wochenende das derzeit beste Team der Frauen-Niederrheinliga an der Mündelheimer Straße seine Visitenkarte ab. Was die Mannschaft des ehemaligen FCR 01 Duisburg-Cheftrainers Marco Ketelaer zunächst ablieferte, entsprach genau seiner aktuellen Tabellenposition, denn die Zebras, die neben den Langzeitverletzten auch u.a. noch auf die Stammkräfte Julia Kühne und "Maggie" Santamaria verzichten mussten, hatten zunächst alle Hände voll zu tun, um dem permanenten Druck der Gladbacherinnen standzuhalten.

Das gelang mit einer konzentrierten Teamleistung und ließ in Einzelfällen auch Gegenstöße zu, bei denen vornehmlich Flaka Aslanaj eine Lücke im gegnerischen Defensivverbund suchte. Ansonsten präsentierte sich die Abwehr des FV um Michelle Wassenhoven so, wie eine Abwehr halt präsentiert, die in 13 Partien ganze drei Gegentore kassierte, nämlich kompromisslos und sattelfest. Die Ausgangssituation für die MSV verschlechterte sich in Minute 35, als die Mönchengladbacherin Alina Eick nach einer Flanke von der rechten Seite ungedeckt aus kurzer Distanz zum 0:1 vollstrecken konnte.

Wenig später fühlte sich FV Topscorerin Alina Honold dazu animiert, aus fast 25 Metern einmal abzuziehen und der Schuss schlug unhaltbar zum 0:2 in linken, oberen Toreck ein. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen und für nicht wenige der anwesenden Zuschauer war der Drops gegen einen solch dominanten Kontrahenten damit so gut wie gelutscht. Allerdings hatte man da die Rechnung ohne den Wirt gemacht und der trug quergestreifte Zebra-Trikots (wenn auch gezwungenermaßen nicht in blau-weiß sondern gelb-rot) und kam mit Elan aus der Pause.

Flaka Aslanaj gab in der 49.Minute mit einem Schuss aus 18 Metern ein erstes Lebenszeichen von sich, doch das sollte erst der Anfang dessen gewesen sein, was den scheinbar verdutzten Tabellenführer in der Folge erwartete. Zweikampfstark in Defensive und Mittelfeld und angriffslustig im Angriff stellte die Beck-Elf den Tabellenführer nun immer öfter vor Probleme und bekam nach einer guten Stunde Unterstützung aus den gegnerischen Reihen. Eine Flanke aus dem rechten Halbfeld köpfte FV-Akteurin Verena Schöpp sehenswert mit dem Hinterkopf über ihre eigene Schlussfrau und es stand 1:2.

Nanu? Ging da noch etwas? Während die Zebras nun das oft zitierte Momentum auf ihrer Seite hatten schienen die Gäste geradezu perplex, leisteten sich Abspielfehler und andere Unkonzentriertheiten, die FV Coach Ketelaer mehr und mehr zu Weißglut brachten. Den Torschrei auf den Lippen hatten die MSV-Fans in der 75. Minute, als es im Gladbacher Strafraum Lichterloh brannte und gleich drei Duisburgerinnen ihre Einschuss-Chance verpassten.

Aufgeschoben war in diesem Fall aber nicht aufgehoben, denn im folgenden Spielaufbau der Gäste jagte Leonie Jäger ihrer fahrigen Gegenspielerin das Leber kurz vor dem Strafraum ab, tankte sich durch und vollendete zum umjubelten 2:2. Die verbleibende Viertelstunde wurde für die Junge Zebra-Truppe zum ultimativen Kraftakt, denn nun versuchte der FV den nächsten Treffer zu setzen. Aber Danke eines immensen Laufpensums, sowie einer kollektiv tollen Teamleistung hielt sich die Junge Zebra-Truppe, die einen Altersschnitt von unter 19 Jahren aufweist dem Sturmlauf stand und sicherte sich auf diese Weise einen Punkt, der aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient war.

Kader MSV Duisburg: F. Ebels, Eckert, Schmitz, Seibel, Ahamad, Kiesewalter, Jäger, Gerken, Aslanaj, Aranowski, M. Ebels(88. Wasmuth)

Tore: 0:1(35:9, 0:2(37.), 1:2 ET(61.) 2:2 Jäger (76.)

Gelbe Karten: Schmitz / Schoepp

Zuschauer: 40

Der aktuelle Spieltag: Übersicht über die Spielpaarungen und Ergebnisse der Frauen-Niederrheinliga. (Quelle: fussball.de)

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