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U16: MSV-Mädels brennen auf Neustart nach langer Corona-Pause

Duisburg (mm) - Auch wenn die weltweite Corona-Pandemie 2020/21 den kompletten Nachwuchs-Fußball betraf, so waren es in der Frauen- und Mädchenabteilung des MSV-Duisburg definitiv die C-Juniorinnen, die mit über 17 Monaten Pflichtspielpause mit Abstand am meisten unter der Unterbrechung des Spielbetriebs leiden mussten.

Nichtsdestotrotz blickt Zebra-Trainerin Margherita Santamaria mit ihrer jungen Truppe sehr zuversichtlich auf die neue Saison, die am kommenden Sonntag (Anstoß: 11.00 Uhr, Mündelheimer Straße) in der B-Juniorinnen-Niederrheinliga mit dem Heimspiel gegen den SuS 09 Dinslaken beginnt.

Ein Einblick in die lange, spielfreie Zeit der Zebra-Mädchen und eine Story über eine talentierte Mannschaft, die trotz ihres sehr jungen Alters der Herausforderung U17-Niederreinliga stellt und fest entschlossen ist, den 13 Gegnern Paroli zu bieten.

MSV-Mädels mit Neustart nach langer Corona-Pause
Kurz vor dem 21. Spieltag der Saison 2019/20 kam am 13.03.2020 das pandemiebedingte Saisonaus für die U15-Mädchen des MSV Duisburg und niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass für die Jung-Zebras ab da bis zum heutigen Tag 17½ Monate ohne ein weiteres Meisterschaftsspiel folgenden würden. Am allerwenigsten vermutlich "Maggie" Santamaria, die zu Beginn der Spielzeit 2020/21 als neue C-Juniorinnen-Cheftrainerin an der Mündelheimer Straße angeheuert hatte und die aufgrund der langen Qualifikationsprozedur im männlichen FVN-C-Junioren-Bereich selbst Mitte Oktober 2020 noch immer ohne Kreisklassengegner dastand.

Nicht zu Bremsen - Feline(MSV) macht mit ihren älteren Gegenspielerinnen, was sie willTrotzdem lieferten die neuformierten Zebra-Mädels in ihren Vorbereitungspartien erfrischenden Fußball und mehr als nur ansprechende Ergebnisse. Sowohl bei der 2:4-Niederlage gegen das bis zu drei Jahre ältere B-Juniorinnen-Team des 1. FFC Recklinghausen, wie auch bei beim 3:5 gegen das U15-Topteam der DJK TUSA 06 Düsseldorf überzeugten die Zebras von der Spielanlage und -gestaltung, auch wenn man am Ende als Verlierer den Platz verlassen musste. Vor Wochenfrist ließ man gegen TUSA mit einerm 1:1 aufhorchen, das zeigt, dass die MSV-Mädels durchaus nicht die Absicht haben, zu Kanonenfutter zu avancieren.

Und dann war da ja noch die Sache mit der Qualifikationsrunde zur B-Juniorinnen-Niederrheinliga. Nachdem sich die BII-Juniorinnen im Herbst 2020 für die drei Aufstiegsspiele gegen die Teams aus Wuppertal, Solingen und Lowick qualifiziert hatten, patzte man ausgerechnet zu Beginn gegen hellwache Lowickerinnen, so dass die ausstehenden beiden Begegnungen in Solingen und gegen Wuppertal gewonnen werden mussten. um das Saisonziel "Aufstieg in die U17-Niederrheinliga" sicher erreichen zu können. Nach dem starken 3:0-Auswärtserfolg in Solingen kam es filmreif gegen den Ex-Klub von "Maggie" Santamaria - den SV Bayer Wuppertal - an der Mündelheimer Straße zum finalen Showdown.

Mit einem Feuerwerk, fünf Toren und einem Hattrick von MSV-U15-Neuzugang Feline in den ersten 25 Spielminuten wischten die tollen MSV-Mädels schnell alle Zweifel beiseite und feierten am Ende als Mannschaft mit dem jüngsten Altersschnitt überhaupt in der Geschichte des FVN ausgelassen den Aufstieg in die B-Juniorinnen-Niederrheinliga.

Stolz auf ihre Mädels - U15 Cheftrainerin Maggie SantamariaUm uns ein bestmögliches Stimmungsbild der jungen Zebra-Talente zu machen, stand uns Chefcoach "Maggie" freundlicherweise für eins, zwei,Fragen Rede und Antwort:

MSV-Frauen: Maggie, seit deinem Wechsel zum MSV im Sommer 2020 musstest Du deine Mädels pandemiebedingt 16 Monate ohne Pflichtspiel bei Laune und auch fit halten. Wie schwer fällt das bei einem Team im Leistungsbereich und wie ist die Stimmung jetzt, da endlich wieder in einer großen Gruppe mit dem Ball gearbeitet werden kann?

M.S.: Ich denke es war für keinen Trainer eine einfache Aufgabe und in dem Alter ist das Risiko hoch, dass andere Dinge nach langer, freier Zeit spannender werden können als zu Hause Technikübungen zu machen. Ich glaube aber es war wichtig, den Mädels klar zu machen, dass die einzige, zielführende Option war, das Bestmögliche aus der Situation zu machen und immer wieder auf die, für mich erste  Priorität aufmerksam zu machen; nämlich dass jede Spielerin im Team mit ihrer Einstellung dazu beiträgt, dass wir am Ende als Einheit, als Team dastehen.

Bärenstarke Leistung - Viele aktuelle U15-Zebras trugen zum Aufstieg des MSV in die B-Juniorinnen-Niederrheinliga beiNatürlich darf der Spaß nicht fehlen. Es gab den berühmten „Trick der Woche“, Zoom-Spieleabende, da wurde online "Mario Kart" und "Among Us" gezockt sowie Zoom-Talentshows. Vor allem jedoch in den Trainingseinheiten war es mir wichtig, Variationen einzubringen, wie zum Beispiel Kampfsport-Elemente, Functional Training oder Groundmoves. Auf der anderen Seite war mir aber auch wichtig, dass die Mädels die Situation als positive Chance sehen, selbstkritischer und Ehrgeiziger zu werden, da sie konstant alleine trainiert haben.

Letztendlich kann ich mich bei den Mädels nur  bedanken. Nicht nur, dass wir keine Pflichtspiele hatten… Als dann auch der Trainingsbetrieb unterbrochen wurde, haben die Mädels für ein Dreiviertel-Jahr  unermüdlich Läufe, Intervallläufe, Technikübungen und Fitnessübungen mitgemacht und mir als Video geschickt. Ich könnte einen Film aus allen Aufnahmen machen und die wurden auch zum Ende hin nicht weniger.  Mehr hätte ich mir von der Mannschaft nicht wünschen können und es macht mich wirklich glücklich und dankbar.

Der Wiedereinstieg ins Training war bis auf ein, zwei holprige Einheiten sehr gut. Man sieht natürlich, dass alle lang nicht mehr auf dem Platz standen, aber das ist völlig normal.
Die Stimmung ist gut, die Mädels sind natürlich heiß und ungeduldig. Verständlicherweise!

Dann freuen wir uns auf den kommenden Sonntag, wenn "Maggie" ihre Mädels im ersten Meisterschaftsspiel der U17-Niederrheinliga gegen den SuS 09 Dinslaken endlich von der Leine lassen kann.

 Die nächsten Termine: