MSV II: Zweite dreht "heißes" Derby nach Rückstand

Yuna mit Köpchen - Die Japanerin nickt zur 3:2 Führung für die Zenras einDuisburg (mm) - Die Zweitvertretung des MSV Duisburg hat am 23. Spieltag der Regionalliga West das Derby gegen den GSV Moers 1910 mit 4:2 (1:1) für sich entschieden und dabei ein weiteres Mal einen zwischenzeitlichen Rückstand gedreht.

Matchwinnerin für die Zebras war Yuna Segawa, die drei Mal ins Schwarze traf, wobei es bis in die zweite Spielhälfte nicht unbedingt nach dem sechsten Heimsieg des MSV in der Saison aussah.

Damit hat die Baumann-Elf bereits drei Spieltage vor Ende der Rückrunde die 19 Punkte aus der Hinrunde egalisiert und sitzt mit 38 Zählern auf Platz fünf weiterhin dem VfL Bochum(40) im Nacken.

Stark gespielt, früh gewechselt - Petra Mitter musste leider kurze Zeit nach ihrem Assist zum 1:1 mit einer Zerrung ausgewechselt werdenRegionalliga West, 23. Spieltag, MSV Duisburg - GSV Moers 1910 4:2 (1:1)

Selbstbewusst gingen die Grafschafterinnen am vergangenen Sonntag in das Derby gegen den MSV und hatten sich offenbar fest vorgenommen, die Niederlagenserie der letzten Woche ausgerechnet beim Lokalrivalen auf der anderen Rheinseite zu beenden. Gesagt, getan, nach fünf Minuten erreichte ein langgeschlagener Diagonalpass die auf der linken Seite gestartete Ex-Duisburgerin Madeleine Schmidtke und die ließ sich nicht lange bitten und schob das Leder zur Gästeführung in die Maschen.

Die Gastgeberinnen reagierten keinesfalls geschockt, spielten ihr Ding und konnten vier Minuten später ebenfalls mit dem ersten gefährlichen Angriff durch Yuna Segawa ausgleichen. Vorausgegangen war eine sehenswerte Einzelleistung von Petra Mitter, die über rechts entwischt war. Die Österreicherin tankte sich bis zur Torlinie durch, legte zurück Richtung Strafraumgrenze, von wo Yuna flach ins lange Eck traf. Kurze Zeit später war die Partie für die Passgeberin verletzungsbedingt (Bauchmuskelzerrung) leider beendet, so dass Frauke Fleischer ins Spiel kam.

Ließ nichts anbrennen - Franziska Göbel hatte GSV-Topstürmerin Hanna Hamdi weitestgehend im GriffDer Beginn des zweiten Durchgangs gehörte ganz klar den Gästen, wobei hier die Grafschafterin Hanna Hamdi mehrfach für Unheil in und um dem MSV-Sechzehner herum sorgte. Aus einer dieser gut ausgespielten Aktionen resultierte dann die Gästeführung in der 53. Minute. Zunächst wurde die MSV-Abwehr mit einem Pass in die Schnittstelle ausgehebelt und als der GSV das Leder im ersten Versuch nicht im Tor unterbringen konnte, übernahm Hanna Hamdi diese Aufgabe pflichtgemäß und traf zum 1:2.

Nun schienen die Gastgeberinnen etwas irritiert. Moers hätte in dieser Phase nachlegen können, wenn nicht gar müssen, scheitertete aber einerseits an der eigenen Unentschlossenheit, wie auch an MSV Keeperin Scarlett Hellfeier, die z.B. nach einer Stunde gegen die Toptorschützin des GSV cool blieb und einen höheren Rückstand verhinderte. Wenig später unterbrach der Referee die Partie zugunsten einer Trinkpause und es schien, als dass die Zebras neben Flüssigkeit auch noch eine zusätzliche Portion Selbstbewusstsein getankt hätten.

Nichts überstürzen - Janina Vogt in AktionNun waren die Zebras am Drücker und belohnten sich mit dem 2:2, das Youngster Selina Boveleth nach 68 Minuten in Form eines wuchtigen Halbvolleys von der Strafraumgrenze erzielte. Die Gäste verloren nun etwas die Konzentration, denn anders ist es nicht zu erklären, dass zwei Zeigerumdrehungen später nach einer von links in den Strafraum geschlagenen Flanke von Janina Vogt, mit Yuna Segawa ausgerechnet die kleinste MSV-Spielerin am langen Pfosten zum Kopfball kam und für die 3:2 Führung sorgte. Die Japanerin hatte aber noch nicht genug und vollendete sechs Minuten später im Nachsetzen zum 4:2, was schließlich auch das Endergebnis war.

Wie schon in den vorangegangenen Aufeinandertreffen war der GSV auch diesmal nah dran mit (mindestens) einem Punkt aus dem Derby hinauszugehen, doch führte eine kurze Konzentrationsschwäche dazu, dass die Zebra-Elf auch diesen Vergleich für sich entscheiden konnte. Weiter geht es für die Duisburgerinnen am übernächsten Sonntag mit dem schweren Auswärtsspiel beim mutmaßlichen Aufsteiger DSC Arminia Bielefeld.

Kader MSV Duisburg: Hellfeier, Neboli, Beyer, Göbel(46. Berger), Mitter(27. Fleischer), Sacher(46. Ginsberg), Kess, Mirvan, Boveleth, Vogt, Segawa

Tore: 0:1(5.), 1:1 Segawa(38.), 1:2(53.), 2:2 Boveleth(68.) 3:2 Segawa(70.), 4:2 Segawa(76.),

Hinten dicht - Vanessa Beyer setzt sich im Zweikampf durchGelbe Karten: Kess / -

Zuschauer: 60

Facts:

  • Nummer sechs: Das 4:2 gegen den GSV Moers bedeutete den sechsten Sieg des MSV in der Rückrunde. Damit haben die Zebras bei noch vier ausstehenden Spielen bereits einen Dreier mehr auf der Habenseite, als in der Hinrunde
  • Arminia unschlagbar: Der DSC Arminia Bielefeld ist das einzige Team in der Regionalliga West, dass noch keine Niederlage einstecken musste. Damit dürften die Ostwestfälinnen aller Wahrscheinlichkeit nach in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Der aktuelle Spieltag: Übersicht über die Ergebnisse und die Tabelle des 23. Spieltags der Regionalliga West (Quelle: fussball.de)

Die nächsten Termine:

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