U17: Zebras mischen VIACTIV Hallenmasters auf - Fiona beste Keeperin

Dortmund/Duisburg (mm) - Mit dem 4. Platz haben die B-Juniorinnen das VIACTIV Hallenmasters des DJK Eintracht Dorstfeld aufgemischt, wobei Zebra-Keeperin Fiona Ebels zudem noch zur besten Keeperin gewählt wurde.

Nach einer starken Vorrunde, die die Duisburgerinnen als Zweite beendeten, erwies sich der spätere Turniersieger SC 13 Bad Neuenahr bei der 0:1 Halbfinal-Niederlage als das bessere Team.

In der Partie um Platz 4 unterlag man mit inzwischen völlig leeren Akkus Alemannia Aachen mit 1:0, doch trübt das Resultat das Gesamtergebnis, mit dem man sich vor einigen Bundesligisten platzierte, keinesfalls.

Zebras mischen VIACTIV Hallenmasters auf - Fiona beste Keeperin
Vorrundengruppe A
Spiel 1: MSV Duisburg -Hannover 96 1:1
Zum Auftakt des VIACTIV Hallenmasters hatten die MSV-Mädels mit dem Niedersachsenligisten Hannover 96 direkt einen schweren Prüfstein erwischt, dem auch die Anfangsphase gehört, so dass dich die Duisburgerinnen erstmal auf´s Verteidigen konzentrieren mussten. Neben einer gut aufgelegten Zebra-Torfrau Fiona Ebels, die in der vierten Minute eine Großchance der 96´er vereitelte, kam 180 Sekunden später noch das Lattenkreuz hinzu, das einen Treffer von Hannover verhinderte.

Als in der Schlussphase die meisten mit einer Punkteteilung rechneten, war es auf beiden Seiten an der Zeit, Geschenke zu verteilen. Zuerst bekam die MSV-Defensive die Kugel nicht aus der Gefahrenzone, was die Rothemden dankenswert mit dem Führungstreffer zum 0:1 "honorierten", doch im Gegenzug zeigten sich auch die Gäste von der Leine erkenntlich und gestatteten Alex Heuser den 1:1 Ausgleichstreffer. Somit teilte man sich die Punkte schiedlich, friedlich.
Tore: 0:1 (9.), 1:1 Heuser (9.)


Spiel 2: DJK Eintracht Dorstfeld I - MSV Duisburg
Etwas entspannter ging es in der folgenden Partie gegen die DJK Eintracht Dorstfeld zu. Jenny Aranowski eröffnete den Torreigen nach 47 Sekunden, wobei der MSV bereits nach 27 Sekunden bereits drei Torschüsse auf das DJK-Gehäuse abgegeben hatte. Shirley Huiskens besorgte in der dritten Minute den zweiten Treffer, wonach Alex Heuser mit einem Doppelschlag binnen 90 Sekunden auf 4:0 erhöhte. Jenny traf wenig später zum 5:0, wonach Tamina Gähler in der siebten Minute das halbe Dutzend vollmachte. den Schlusspunkt setzte Hannah Eckert mit dem 7:0 nach einer von Ashley Leonhart getretenen Ecke.
Tore: 1:0 Aranowski (1.), 2:0 Huiskens (3.), 3:0 Heuser (4.), 4:0 Heuser (5.), 5:0 Aranowski (6.), 6:0 Gähler (7.), 7:0 Eckert (9.)

Spiel 3: DJK Eintracht Dorstfeld II - MSV Duisburg
Normalerweise hätten die Zebras in der dritten Turnierbegegnung auf den FC Basel antreten müssen, doch dieser sagte leider kurzfristig aufgrund eines Notfalls ab. Die Gastgeberinnen, die ihr Team deswegen splitten mussten, waren derart geschwächt nur eine bedingte Herausforderung. Die Pöhlerinnen gaben ihr Bestes, waren dem Angriffswirbel des MSV aber nicht gewachsen, so dass Ashley Leonhart bereits nach 29 Sekunden zum 1:0 einnetzen konnte. Das bunte Treiben auf dem Parkett ging in ähnlichem Maße weiter. Eine Zeigerumdrehung später erhöhte Tamina Gähler auf 2:0, Jenny Aranowski besorgte in Minute siegen das 3:0, Mailin Paplewski legte in der neunten Minute das 4:0 nach, bevor Alex Heuser quasi mit dem Schlussgang zum 5:0 Endstand traf.
Tore: 0:1 Leonhart (1.), 0:2 Gähler (2.), 0:3 Aranowski (7.), 0:4 Paplewski (9.), 0:5 Heuser (10.)

Spiel 4: MSV Duisburg - Alemannia Aachen 1:0
Das Duell zwischen dem MSV und der Aachener Alemannia hatte es in der Halle vor einem knappen Jahr bei den Westdeutschen Futsal-Meisterschaften gegeben und zwar dank des Last-Minute-Treffers von Meret Günster mit einem 2:1 und damit dem besseren Ende für die Duisburgerinnen. Auch in der aktuellen Begegnung hatte die Seeger-Truppe den besseren Start, wobei es Melina Agca nach drei Minuten versäumte, den Ball im verwaisten Aachener Tor unterzubringen. Das machte Shirley Huiskens 60 Sekunden besser, denn sie zog aus 15 Meter rechter Position einfach mal ab und das Spielgerät schlug prompt zum 1:0 für den MSV unter der Latte ein.

Auch in den nächsten Minuten waren die Zebras tonangebend, waren aber sowohl im Passpiel wie auch im Abschluss zu hektisch, so dass bei einer knappen Führung genau das passierte, was eigentlich immer dann passiert, wenn der Gegner Morgenluft wittert. Die Alemannia nahm nun das Zepter in die Hand und der MSV hätte sich durchaus nicht beschweren können, wenn es noch zum Ausgleich im Karton gerappelt hätte. Genau das konnte Fiona Ebels zwischen den Pfosten des Zebra-Gehäuses vermeiden, so dass der MSV sich nach der Schlusssirene die nächsten drei Zähler gutschreiben konnte.
Tor: 1:0 Huiskens (4.)

Spiel 5: Osnabrücker SC - MSV Duisburg 2:2
Im letzten Spiel der Vorrundengruppe A mussten die Zebra-Mädels gegen den Osnabrücker SC ran und hier konnte man sich nur zu gut an das letzte Aufeinandertreffen erinnern, als es beim beim MSV Weihnachts-Cup zwischen den beiden Teams einen sehr spannenden Schlagabtausch gegeben hatte, bei dem die Zebras am Ende mit 3:2 die Nase vorn hatten.

Auf dem Dortmunder Parkett ging es auch diesmal recht flott auf und ab und auch in diesem Aufeinandertreffen hatte der OSC den besseren Start für sich. Nach zwei Minuten versuchte ich der MSV hinten im klein-klein, was leider nach hinten losging und es stand 0:1 für die Gäste aus Niedersachsen. Die Begegnung blieb auf hohem Niveau und anders als in der Partie gegen die Aachener Alemannia wirkte die Seeger-Truppe trotz intensiver Defensivarbeit hellwach und wartete auf den ersten Fehler des OSC.

Der kam dann nach etwas mehr als der Hälfte der Spielzeit und als niemand aus Osnabrück sich so richtig für die gerade in Ballbesitz geratene Tamina Gähler interessierte, lochte diese bereits mit einem Flachschuss zum 1:1 ein. Nun schien der MSV das Momentum auf seiner Seite zu haben. Da kam Melina Agca nach acht Minuten wie gerufen und schoss die Zebras mit ihrem Treffer zum 2:1 auf den zwischenzeitlichen ersten Tabellenplatz der Gruppe A. Das wäre vermutlich auch so geblieben, doch da es bei dieser Veranstaltung im Gegensatz zu den meisten anderen Indoor-Events möglich ist, Freistöße auch direkt zu verwandeln, nutzte das Osnabrück ein paar Sekunden vor Schluss zum 2:2.
Tore: 1:0 (2.), 1:1 Gähler (6.), 1:2 Agca (8.), 2:2 (10.)

Viertelfinale: MSV Duisburg -VfL Bochum 2:0
Mit der Partie MSV Duisburg gegen den VfL Bochum kam es im Viertelfinale des VIACTIV Hallenmasters zu einem zweiten Ruhrgebiets-Derby, nachdem beim 1:1 in der Vorrundenpartie zwischen dem VfL und der SGS Essen kein Sieger ermittelt werden konnte. Spannungsgeladen auch die Stimmung auf den Rängen, wobei die in marine-blauen Trikots gekleidenden Duisburgerinnen zuerst jubeln konnten. Gina Ebels hatte in der dritten Minute einen für die Halle eher unüblichen, langen Ball nach vorne geschlagen, den aber die VfL Keeperin falsch einschätzte und sich offensichtlich zudem auch noch von der auf sie zulaufenden MSV-Stürmerin Jenny Aranowski irritieren ließ, so dass sie am Ball vorbeigriff und das Spielgerät zum 1:0 für den MSV in aller Seelenruhe über die Torlinie hoppelte.

Die Antwort der Mädchen von der Hiltroper Straße war handfest, denn keine 60 Sekunden später nagelte Bochum das Leder mit einem satten Schuss an die Latte. Für die Entscheidung und damit für den Einzug ins Halbfinale war in der siebten Minute Melina Agca verantwortlich, die eine Ecke kurz und schmerzlos zum 2:0 verwertete. Damit hatten es die Zebra-Mädels - und dessen sollte man sich durchaus bewusst sein - bei der parallelen Anwesenheit von acht klassenhöheren Mannschaften, darunter gleich vier Bundesligisten, mit der einen oder anderen Nationalspielerin bis ins Halbfinale geschafft und damit das eigene Soll schon übererfüllt.
Tore: 1:0 Ebels (3.), 2:0 Agca (7.)

Halbfinale: SC 13 Bad Neuenahr - MSV Duisburg 1:0
Im Halbfinale des diesjährigen VIACTIV Hallenmasters trafen mit dem SC 13 Bad Neuenahr und dem MSV Duisburg zwei Überraschungsteams aufeinander. Während die Zebras die etwas einfachere Gruppenkonstellation nutzten, hatten die Kurstädterinnen den Sprung in die Endrunde erst im allerletzten Gruppenspiel geschafft, als sie gegen Titelverteidiger SGS Essen mit 1:0 gewannen. Danach bewies die "Wilde 13", dass sie zur Winterpause nicht umsonst Platz 4 in der U17-Bundesliga West/Südwest belegen und schalteten im Viertelfinale den Gruppensieger Osnabrücker SC aus.

Auch gegen die Duisburgerinnen bestimmte Bad Neuenahr zunächst das Spielgeschehen und gingen durch einen schwer haltbaren Schuss in der achten Minute mit 1:0 in Führung. In der Schlussphase holten die MSV-Mädels nochmal den letzten Tropfen aus dem Reservekanister, erarbeiteten sich Chance um Chance, doch der mögliche Ausgleich wollte nicht fallen. Auch nicht, als Jenny Aranowski der Ball 85 Sekunden vor dem Ende vor die Füße fiel, diese abzog, doch leider nicht in die Maschen, sondern ihre direkt vor dem Tor liegende Teamkameradin Tamina Gähler traf. Es sollte halt nicht sein, aber ein Beinbruch war die Niederlage mit Sicherheit nicht, da man - wie sich einige Minuten später herausstellen sollte - gegen den späteren Turniersieger unterlag.
Tor:1:0 (6.)

Spiel um Platz 3: MSV Duisburg - Alemannia Aachen 0:1
Die Geschichte des Spiels um Platz 3 ist recht flott erzählt, denn beide Mannschaften schlichen sichtbar nur noch auf dem Zahlfleisch über das Parkett, wobei bei den MSV-Mädels sich auch noch die dreifache Torschützin Tamina Gähler mit einer im umkämpften Halbfinale erlittenen Verletzung nicht mehr mitwirken konnte. Genau wie die Zebras konnten auch die Alemannia-Mädels bereits zu diesem Zeitpunkt mit dem Erreichten zufrieden sein, denn schließlich hatte man im Viertelfinale mit Borussia Mönchengladbach immerhin den Erstplatzierten der Parallelgruppe aus dem Verkehr gezogen.

Aachen gelang in der fünften Minute der Führungstreffer, der von den Zebras bis zum Ende der Spielzeit nicht mehr egalisiert werden konnte. Trotzdem bleibt ein durchweg positives Fazit, denn Fiona Ebels wurde von der Turnierjury zudem auch noch zur besten Turniertorhüterin gewählt, was mit Blick auf das starke Teilnehmerfeld auf jeden Fall auch etwas besonderes ist.
Auch der Spruch des Tages gebührte der jungen Zebra-Keeperin, nachdem der gerade überreichte Pokal für den 3. Platz wenige Momente nach der Übergabe entzwei brach: "Besser einen kaputten Pokal, als gar keinen Pokal!"
Dem ist unsererseits absolut nichts mehr hinzuzfügen.

MSV Duisburg: F.Ebels, Paplewski, Eckert, Huiskens, Leonhart, Gähler, G. Ebels, Heuser, Agca, Aranowski

Hier geht es zur Bildergalerie der MSV-Frauen Facebook Seite (Vorrunde)

Hier geht es zur Bildergalerie der MSV-Frauen Facebook Seite (Finalrunde)