U17: Niederlage in Mönchengladbach - Die Belohnung blieb aus

Dorsten/Mönchengladbach/Duisburg (mm) - Die beiden letzten Auswärtsauftritte der U17-Mädchen des MSV Duisburg brachten in der B-Juniorinnen Regionalliga West nicht den erhofften Ertrag in Form von Punkten.

Während man am vergangenen Donnerstag Abend beim SSV Rhade aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit verdient mit 1:4 (0:1) den Kürzeren zog, waren die Zebras am Samstag bei Borussia Mönchengladbach zwar zunächst das dominierende Team, vergaßen aber das Toreschießen und verließen am Ende mit 0:3 (0:0) als Verlierer den Platz.

Diese Ergebnisse beließen den Rückstand der Seeger-Truppe auf einen Nichtabstiegsplatz bei fünf Punkten, die in den noch kommenden fünf offenen Partien aufgeholt werden müssen. Keine einfache Aufgabe, doch die Zebra-Mädchen deuteten in Mönchengladbach mit einer tadellosen, kämpferischen Einstellung an, dass sie bereit sind, alles zu geben, um das Ziel "Klassenerhalt" gemeinsam zu realisieren.

B-Juniorinnen-Regionalliga West, 15. Spieltag, SSV Rhade - MSV Duisburg   4:1 (1:0)
Mit einer guten Portion Selbstbewusstsein aus dem letzten Pflichtspielauftritt gegen den 1. FC Köln sowie dem Sieg beim Istria Cup in Kroatien machten sich die B-Juniorinnen des MSV Duisburg am zurückliegenden Donnerstag auf den Weg zum Auswärtsspiel beim SSV Rhade, wo die Nachholbegegnung des 15. Regionalligaspieltags stattfand. Leider schienen die guten Vorsätze irgendwo auf der Autobahn A31 kurz vor der Abfahrt Raesfeld auf der Strecke geblieben zu sein, denn zu Spielbeginn waren die Gastgeberinnen die eindeutig bestimmende Mannschaft und wären nach knapp 50 Sekunden in Führung gegangen, wenn Zebra-Keeperin Ena Mahmutovic nicht hervorragend in einer eins-gegen-eins-Situation pariert hätte.

Das gleiche Spiel wiederholte sich nach sieben Minuten nochmal aus halblinker Position, doch einmal mehr trug die Siegerin des Duells das orangefarbene MSV-Torwarttrikot mit der Rückennummer #23. Danach hatten sich die Gäste etwas gefangen, ohne aber im Angriffsspiel eine ernsthafte Gefahr darzustellen. Nach gut 20 Minuten stimmte bei einer SSV-Ecke die Zuteilung nicht, so dass Rhade nahezu unbedrängt zum 1:0 einköpfen konnte. Gute 24 Minuten brauchte der MSV bis zum ersten Torschuss durch Jenny Aranowski, doch das war es dann auch schon fast bis zur Pause, in einer Begegnung, die nahezu ständig unterbrochen wurde, was dem Spielfluss nicht wirklich gut tat.

In der Halbzeitpause schien es in der Gäste-Kabine einige "warme Worte" gegeben zu haben, denn fortan hielten die Duisburgerinnen nicht nur mit, sondern machten auch das Spiel, was dem SSV Rhade scheinbar ungelegen kam. Leider war es aus Duisburger Sicht nicht unbedingt sachdienlich, gegen die hochaufgeschossene SSV-Defensive mit hohen Flanken zu operieren, denn das stellte sich größtenteils als vergebene Liebesmüh´ heraus. Rhade schaute sich das eine Weile an und nutzte nach einer guten Stunde zwei schnelle Konter, um die Führung auf 3:0 auszubauen.

Danach dann ein Beispiel des Kombinationsfußballs, den die MSV-Mädels schon mehrfach in dieser Saison gezeigt hatten. Meret Günster eröffnete mit einem Diagonalball auf die rechte Seite zu Zita Seibel, die ihrer Kontrahentin die Rücklichter zeigte und von der Torauslinie halbhoch nach innen flankte. Dort lupfte Jenny Aranowski das Spielgerät zum 3:1-Anschluss über die herauseilende Keeperin. In der Schlussminute erzielten die Gastgeberinnen durch einen verwandelten Foulelfmeter den 4:1-Endstand.

MSV Duisburg: Mahmutovic, Etemi, Plähn, Rudorf (41. Ishikawa), Paplewski, Seibel, Behnke (49. Seidl), Günster, Christopher (41. Kiesewalter), Esen (61. Kreutz), Aranowski

Tore: 1:0 (21.), 2:0 (58.), 3:0 (59.), 3:1 Aranowski (67.), 4:1 (80./FE)

Gelbe Karten: - / Aranowski, Esen, Etemi, Seidl


B-Juniorinnen-Regionalliga West, 18. Spieltag, Borussia M´Gladbach U16 - MSV Duisburg   3:0 (0:0)
Nach nicht einmal 45 Stunden Ruhepause stand am darauffolgenden Samstag dann der reguläre 18. Ligaspieltag ins Haus und der hielt für den MSV die Auswärtspartie beim Jungjahrgang von Borussia Mönchengladbach parat. In die starteten die Seeger-Mädels mit einem Tempo, als wäre es bereits in diesem Duell möglich, den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Bereits nach sechs Minuten eine Rakete von Jenny Aranowski aus 18 Metern in zentraler Position, doch Borussia-Keeperin Jil Frehse konnte die Kugel gerade noch zur Ecke lenken.

Die Zebras blieben am Drücker, liefen den Gegner frühzeitig an und provozierten so immer wieder Abspielfehler der Gastgeberinnen. Einzig alleine - und darauf kommt es im Fußball ja leider nun mal an - der Torerfolg fehlte und der wäre zu diesem Zeitpunkt definitiv mehr als verdient gewesen. Die Fohlenelf konnte sich nach 20 Minuten etwas befreien und einige Konter fahren, von denen einer in der 23. Minute derart gefährlich war, das MSV-Keeperin Ena Mahmutovic zum ersten Mal beweisen konnte, dass sie keinen Deut schlechter ist als ihre Gegenüber.

Auch bis zur Pause änderte genauso wenig an den Kräfteverhältnissen, wie auch am Spielstand, so dass es torlos 0:0 in und auch wieder aus der Kabine herausging. Danach hatten sich die Borussinnen sichtlich besser auf das Duisburger Spiel eingestellt und konnten sich die Zebras mit Ausnahme eines beherzten Schusses von Jenny Aranowski in der 45. Minute aus halbrechter Position nicht nur weitestgehend vom Hals halten, sondern durch einen Konter in der 57. Minute auch das 1:0 erzielen.

Das war natürlich ein Rückschlag für die mutig auftretenden Zebras, doch die ließen sich von ihrem eigentlichen Spielstil nicht abhalten, zumal Niklas Seeger nun mit Dewi Kreutz noch eine weitere Offensivkraft ins Rennen schickte. Mit fortschreitender Spielzeit machte sich bei den Gästen dann natürlich doch der Kräfteverschleiß durch das vorangegangene Pflichtspiel bemerkbar, doch es war vorbildlich anzusehen, wie die Akteurinnen in den Zebratrikots auf die Zähne bissen und das Ruder herumzureißen versuchten.

Und dann war sie plötzlich da, die Möglichkeit: Knapp vier Minuten vor dem Schluss wird Jenny Aranowski über links freigespielt, hatte aus zwölf Metern die Chance, schoss mit dem Abschluss aber nur die Borussia-Keeperin an.

Praktisch im Gegenzug bewiesen die Fohlen, wie man es effektiver macht und konterten geschickt zum 2:0, was dann auch die Vorentscheidung war. Eine Zeigerumdrehung später folgte noch das 3:0 für die Borussia, aber trotz aller Enttäuschung über das verlorene Spiel musste man heute wirklich jeder eingesetzten Akteurin der Zebras attestieren, genau zu wissen, wie der Klassenerhalt zu verhindern ist. Mutig anpacken, hohe Laufbereitschaft zeigen und über die komplette Spielzeit kämpfen.

Mit dem am kommenden Wochenende anstehenden Westderby gegen die SGS Essen sind noch fünf Spiele Zeit und deswegen wäre es auch bei einem möglichen weiteren Negativerlebnis noch längst nicht notwendig, in Panik zu verfallen. Ein Extralob verdienten sich neben den wieder einmal lautstark vernehmbaren MSV-Fans an diesem Tag (und das muss an der Stelle auch mal gesagt werden) ebenfalls das Schiedsrichtertrio um Vladimir Akva, das über die komplette Spielzeit eine gute Linie pfiff und in allen Situationen stets die Übersicht bewahrte. Trotz der MSV-Niederlage hier die Anerkennung: Gut gemacht!

MSV Duisburg: Mahmutovic, Etemi, Plähn, Ishikawa (64. Rudorf), Paplewski (51. Behnke), Seibel, Kindac (41. Eckert) (60. Kreutz), Günster, Kiesewalter, Esen (61. Kreutz), Aranowski

Tore: 1:0 (57.), 2:0 (77.), 3:0 (78.),

Gelbe Karten: - / -

Der aktuelle Spieltag: Übersicht über die Ergebnisse und die aktuelle Tabelle der B-Juniorinnen-Regionalliga West. (Quelle: fussball.de)

Die nächsten Termine:

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