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U17: Um Haaresbreite - Leidenschaftliche Zebras verpassen Pokalsensation

Sehenswert - Die Zuschauer bekamen beim Pokalfight zwischen Essen und Duisburg einiges gebotenEssen/Duisburg (mm) - Nach großartigem Kampf und einer Klasseleistung sind die B-Juniorinnen des MSV Duisburg am Dienstag Abend nach einem Elfmeterkrimi mit 1:4 (0:0, 0:0) bei der SGS Essen denkbar knapp im Achtelfinale des U17 Niederrheinpokals ausgeschieden.

Dabei sahen die Zuschauer an der Essener Ardelhütte eine taktisch sehr gut eingestellte Zebra-Elf, die dem Pokalverteidiger mit einer immensen Portion Laufbereitschaft und Einsatzwillen entgegensetzte und erst im Elfmeterschießen den Kürzeren zog.

Dennoch lieferten die MSV-Mädels beim Cupverteidiger eine leidenschaftliche Vorstellung ab, die den Viertelfinaleinzug durchaus verdient gehabt hätte.

B-Juniorinnen FVN Pokal Achtelfinale, SGS Essen - MSV Duisburg 4:1 n.E. (0:0, 0:0)
Doppelt gut hält besser - Sabrije Krasniqi(MSV) hat Miray Cin den Ball abgejagt und schon setzt Celine Harrer zum Gegenangriff anDerbystimmung herrschte am gestrigen Mittwochabend auf der Bezirkssportanlage an der Ardelhütte in Essen. Es stand das Achtelfinale des B-Juniorinnen Pokals auf Verbandsebene auf dem Plan und hier traf der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga West/Südwest, die SGS Essen auf den U17 Nachwuchs des Reviernachbarn MSV Duisburg. Von der Papierform her eigentlich eine ziemlich eindeutige Sache, zumal bei denn Zebras neben Melina Liehr auch Inga Dombrowski erkältungsbedingt passen musste.

So standen Zebra-Chefcoach Friedel Baumann mit Leonie Jäger und Selina Magoli zwar nur eine eher übersichtliche Anzahl an Ergänzungsspielerinnen zur Verfügung, aber die auf dem Platz befindliche Zebra-Elf war nicht nur sehr gut eingestellt, sondern hatte ganz offensichtlich auch jeglichen Respekt vor dem mit National- und Auswahlspielerinnen gespickten Titelverteidiger im Kollektiv in der Kabine gelassen. So prüften die Gäste die gegnerische Keeperin bereits nach 50 Sekunden durch einen Freistoß von Celine Harrer und wer weiß, wie es weitergegangen wäre, wenn MSV-Neuzugang Narjiss Ahamad das Spielgerät in der siebten Minute bei einem schnellen Konter der Zebras über die herauseilende SGS Keeperin Chantalle Blanke und nicht noch zusätzlich über den Kasten gelupft hätte.

Auf der gegenüberliegenden Seite gingen die MSV-Mädels konsequent in die Zweikämpfe, was die Essener Spielerinnen scheinbar derart überraschte, dass die Gastgeberinnen erst in der 22. Minute das erste Mal mit einem Schuss aus 15 Metern halbrechter Position wirklich gefährlich vor das MSV-Tor kamen. Nun war Zebra-Keeperin Ena Mahmutovic gefragt und meisterte ihren ersten Arbeitseinsatz zwischen den Pfosten problemlos. So hatte sich die SGS so langsam auf die aggressive Duisburger Deckung eingestellt und hätten in der 27. Minute einen Fehler im MSV Aufbauspiel fast zum Führungstreffer genutzt.

Hase und Igel - Wo die SGS an diesem Abend hinkam - Eine Duisburgerin -wie hier Shirley Huiskens- war schon daDer wäre kurz vor dem Halbzeitpfiff allerdings auf der anderen Seite fast Celine Harrer gelungen, doch ihre Freistoß-Rakete aus 25 Metern zentraler Position zischte knapp über den Querbalken. Für das taktische Essener Ballwegschlagen vor diesem Freistoß hat man anderenorts auch schon Verwarnungen verteilt, aber das nur am Rande. So ging es torlos, aber absolut leistungsgerecht mit einem 0:0 Unentschieden in die Halbzeit und die Zebras rückten auch zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht von ihrer resoluten Spielweise ab.

Die SGS-Mädchen hatten in der Halbzeit eine kleine "Predigt" erhalten, so dass sie anders als im ersten Spielabschnitt direkt voll bei der Sachen waren und die Zebras ordentlich beschäftigten. Letztgenannte waren allerdings auch in Durchgangs zwei perfekt ausgerichtet, standen nah am Gegner, suchten Zweikämpfe und hielten Essen abgesehen von zwei Standardsituationen vom eigenen Tor weg.

Der MSV verkroch sich nicht, sorgte in der Folge auch immer wieder für Entlastungsangriffe, die die eigene Verteidigung mal etwas durchschnaufen ließ. Brenzlig wurde es vor dem Kasten von Ena Mahmutovic erst wieder nach 71 Minuten, doch die bissigen Zebra-Mädels stellten sich mit vollem Einsatz dagegen und klärten so die Situation. Die SGS ließ nicht locker, doch das Spielgeschehen erinnerte mitunter an die Geschichte von "Hase und Igel", denn wo immer auch eine Essenerin in der Duisburger Hälfte auftauchte, warteten durch geschicktes Verschieben und eine unglaubliche Laufbereitschaft mindestens ein bis zwei Zebras und verhinderten entschieden die "Weiterreise".

In the air tonight - Tamina Gähler (MSV) kontrolliert den Ball in der LuftDanach rührte sich auf dem Platz eigentlich nicht mehr viel, bis sich quasi mit Ablauf der Nachspielzeit noch eine Szene ereignete, an die sich die Duisburger vermutlich noch längere Zeit erinnern werden . MSV-Spielführerin Naomi Gottschling wurde im Essener Strafraum angespielt und von hinten für (fast) alle sichtbar durch einen Stoß in den Rücken umgerempelt. Denjenigen, die in dieser Aktion eine Schwalbe sahen sei nahegelegt, dass die Duisburgerin darauf verletzt vom Platz getragen werden musste. Sehr schade, dass der Schiedsrichter Kai Henkies in dieser Situation nicht den Mut hatte, gegen den Tabellenführer der U17 Bundesliga einen Strafstoß zu verhängen.

Damit endete die reguläre Spielzeit 0:0 und nach einer kurzen Pause ging es für die Zebras dann in numerischer Unterzahl zu zehnt weiter, da Naomi immer noch an der Bank behandelt wurde, was natürlich einen zusätzlichen Nachteil für die Duisburgerinnen bedeutete. Selina Magoli stand zwar zu Einwechslung bereit, doch damit wäre das Pulver bereits zur Beginn der Verlängerung verschossen gewesen und man versuchte alles, um die Spielführerin der Zebras wieder "zusammenzuflicken".

Nach fünfeinhalb Minuten Bangens, in der die Gastgeberinnen aus ihrem Vorteil zweimal fast Kapital geschlagen hätten ging es für Naomi dann doch weiter und wie. Die junge Zebra-Truppe, die von inzwischen anderthalb Stunden unermüdlicher Laufarbeit eigentlich stehend K.O. hätten sein müssen, war schon längst wie im Tunnel, biss nochmal auf die Zähne, quetschte wirklich den letzten Tropfen aus dem Tank und verdiente sich damit die Belohnung, die Elfmeterschießen hieß. Hier setzten Gastgeberinnen vier gut platzierte Treffer, während beim MSV lediglich Celine Harrer erfolgreich war. Damit war diese spannende Pokalpartie entschieden und die SGS Essen im Viertelfinale.

Tolle Show - Die MSV-Mädels lieferten an der Ardelhüptte ausnahmslos eine Riesenpartie abDie Trauer über die Niederlage war bei den MSV-Mädels in Sekunden verflogen, denn sie wussten, dass sie dem Klassenprimus an der Ardelhütte im eigenen Wohnzimmer an diesem Abend definitiv die Show gestohlen hatten. Charakterfußball made in Duisburg, der berechtigte Hoffnungen für die letzten fünf Bundesligaspiele machen darf.

Kader MSV Duisburg: Mahmutovic, Harrer, Hantke, Huiskens(100. Magoli), Dahmen, Coenen, Ahamad, Esen (56. Jäger), Gähler, Gottschling, Krasniqi

Tore: -/-

Elfmeterschießen: 1:0, Coenen verschießt, 2:0, 2:1 Harrer, 3:1, Krasniqi verschießt, 4:1

Gelbe Karten: - / Harrer

Zuschauer: 60

Der aktuelle Spieltag: Übersicht über die Ergebnisse und die aktuelle Tabelle des B-Juniorinnen- Niederrheinpokals.(Quelle: fussball.de)

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