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U17: Auf den letzten Drücker - Jackie´s Tor lässt Zebraherzen höherschlagen

Unglaubliche Freude - Die Zebras bejubeln den Ausgleichstreffer zum 2:2 durch Jaquelin CoenenIserlohn/Duisburg (mm) - Mit einer unglaublichen Moral und einem verwandelten Foulelfmeter von Jaquelin Coenen in der letzten Spielminute haben die U17-Mädchen des MSV Duisburg dem FC Iserlohn 46/49 am 10. Spieltag der B-Juniorinnen-Bundesliga beim 2:2 (1:0) einen Punkt abgetrotzt.

Dabei verarbeitete die junge Zebratruppe mehrere Rückschläge und startete nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand eine leidenschaftliche Aufholjagd, die in der letzten Minute mit dem Ausgleichstreffer vom Punkt belohnt wurde.

Damit halten die MSV-Mädels weiter dichten Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen und reichten die rote Laterne einen Spieltag vor der Winterpause an den SC 13 Bad Neuenahr weiter.

U17-Bundesliga Gruppe West/Südwest, 10. Spieltag FC Iserlohn 46/49 - MSV Duisburg 2:2 (1:0)

Großchance - Leonie Jäger lieferte ein immenses Laufpensum ab und hätte die MSV-Mädels früh in Führung bringen könnenEine gewisse Spannung herrschte am gestrigen Samstag am Stadionkomplex am Iserlohner Hemberg vor der Rückrundenpartie der B-Juniorinnen-Bundesliga zwischen dem FC Iserlohn 46/49 und dem MSV Duisburg. Während die Gastgeberinnen mit dem vorangegangenen Erfolg gegen den SC 13 Bad Neuenahr im Rücken in das Kellerduell gingen, waren die Nachwuchs-Zebras nach der überraschenden Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken unter dem Druck, die Begegnung zumindest nicht als Verlierer verlassen zu dürfen.

Nach Anpfiff nahmen die Duisburgerinnen das Heft auf dem Kunstrasenplatz am Hemberg sogleich in die Hand, spielten aus einer gewohnt sicheren Abwehr und setzten die Iserlohnerinnen sogleich unter Druck. Hier tat sich zunächst besonders Leonie Jäger hervor, die den Gegner bei der Ballannahme störte und direkt ein immenses Laufpensum an den Tag legte. Nach einer Viertelstunde nutzte Letztgenannte einen dicken Bock in der Iserlohner Hintermannschaft, hatte freie Bahn zum Tor, scheiterte aber im Abschluss aus 15 Metern an FCI-Torfrau Mia Kestermann.

Keine drei Zeigerumdrehungen später dann die nächste Hundertprozentige für die Zebras, doch hier verzog Nola Wockenfuß aus der "Box" aus halblinker Position. Danach spielte sich die Partie abgesehen von einem Halbvolley von Naomi Gottschling nach einer Ecke in der 23. Minute hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Die MSV-Defensive stand sattelfest - allerdings nur genau bis zur 37. Minute. Am eigenen Sechzehner verlor man den Ball, den Iserlohn geschickt ins Zentrum passte, wo Linda Tümmler mit dem allerersten direkten Torschuss zum 1:0 traf.

Kein Durchkommen - Shirley Huiskens beendet die Dienstreise ihrer GegenspielerinDamit war der Spielverlauf zwar auf den Kopf gestellt, was die Gastgeberinnen beim Gang in die Halbzeitpause aber vermutlich am allerwenigsten störte. Wenig verwunderlich gab die Führung dem FC Iserlohn auch zu Beginn des zweiten Durchgangs einen weiteren Schub, so dass der MSV in der Anfangsphase zunächst mal mit Abwehraufgaben "betraut" war. In dieser Druckphase gelang den Gästen dann der zweite Treffer in der 44. Minute, dem die Weischer-Elf noch einige Eckbälle folgen ließ.

Die Zebra-Truppe verarbeitete den Zwei-Tore-Rückstand auf ihre Weise, indem die Mädels in den blau-weißen Zebra-Trikots ihr Herz nun in beide Hände nahmen und die Begegnung bei nasskalten 4 Grad Celsius und Nieselregen nicht so einfach abschenken wollten. Daraus ergaben sich dann auch alsbald eigene Tormöglichkeiten, wie z.B. in der 48. Minute, als die Duisburgerinnen in einer Zwei-gegen-eins-Situation auf das gegnerische Tor zuliefen, Joana Hantke das Spielgerät von der Torauslinie zurück ins Zentrum legte, doch dort niemand mitgelaufen war.

Nach einer knappen Stunde zündete MSV-Coach Friedel Baumann mit einem Dreier-Wechsel die nächste Angriffsstufe, schickte Celine Harrer, Melisa Esen und Sabrije Krasniqi ins Rennen und hatte keine 60 Sekunden später bereits Grund zur Freude. Leonie Jäger, die an diesem Tag vermutlich gleich mehrere Akku-Packs eingebaut hatte und unvermindert im ICE-Tempo über den Platz flitzte, hatte ihre Gegenspielerin Lina Engelmann auf der linken Außenbahn zunächst überrannt, bevor "Leo" nach einer eleganten Körpertäuschung entlang der Torauslinie nach innen ziehen konnte.

Drin ist das Ding - Eine Flanke von Leonie Jäger(MSV) wird zum Anschlusstreffer ins eigene Tor abgefälschtIhre scharfe Flanke fand aber weder Melisa Esen noch Sabrije Krasniqi, sondern FCI-Verteidigerin Pothmann, die das Leder unhaltbar zum 2:1-Anschlusstreffer im eigenen Kasten versenkte. Bei noch verbleibenden 20 Spielminuten, war dies dann das endgültige "Halali" für die volle Offensive der Nachwuchs-Zebras und den Gastgeberinnen sah man teilweise an, dass sie nach der vermeintlich sicheren Führung nicht mit einer derartigen Gegenwehr gerechnet hatten. Natürlich bot sich Iserlohn nun reichlich Platz für Konter, doch diese wurden meistens nicht durchdacht ausgespielt, bzw. der gewonnene Ball durch leichtsinniges Passspiel wieder abgegeben.

Die Offensive forderte allerdings ihren Tribut. MSV-Außenverteidigerin Shirley Huiskens wurde im Eifer des Gefechts niedergestreckt und musste minutenlang an der Außenlinie behandelt werden, so dass die Zebras wegen des erfüllten Wechselkontingents zunächst in Unterzahl weiterspielen mussten. Als die letzte Spielminute angebrochen war, wurde Leonie Jäger im Iserlohner Strafraum zu Boden gerissen, so dass die gut positionierte Schiedsrichterin Kathrin Heimann auf den Elfmeterpunkt zeigte. Die Aufgabe und damit den immensen Druck übernahm Jaquelin Coenen, lief an und traf zum 2:2 Ausgleich, der bei den Zebras und dem mitgereisten Anhang natürlich alle Dämme brechen ließ.

Nachdem die Nachspielzeit unfallfrei vorüberstrich, war man überglücklich über dieses Unentschieden, wobei hier auch ein dickes Dankeschön an die mitgereisten Schlachtenbummler der Zebras geht, die den Hemberg lautstärkemäßig während des ganzen Spiels "im Griff" hatten und die MSV-Mädels gerade nach dem 0:2 unentwegt anfeuerten. Auf dem Papier steht rückblickend nun ein Zähler, den die aufopferungsvoll kämpfenden MSV-Mädels ihrem Punktekonto gutschreiben konnten.

Weitaus wichtiger ist nach der gezeigten Leistung der psychologische Faktor, der dem (vermutlich) jüngsten aller 30 deutschen U17-Bundesligateams zeigt, dass Glaube und Wille in schier jeder noch so ausweglos erscheinenden Situation Berge versetzen können. Mit diesem Wissen im Hinterkopf geht es für die Jung-Zebras am kommenden Wochenende gegen den 1. FC Köln, bevor sich die leidenschaftliche Truppe die Winterpause redlich verdient hat.

Gefühlter Sieg - Joana Hantke(MSV) freut sich über den psychologisch wichtigen Punktgewinn der Jung-ZebrasKader MSV Duisburg: Liehr, Huiskens, Dombrowski (58. Harrer), Hantke, Dahmen, Coenen, Agca (58. Esen), Gähler, Gottschling, Jäger, Wockenfuß (58. Krasniqi)

Tore: 1:0 (37.), 2:0 (44.), 2:1 ET (59.), 2:2 Coenen (80./FE)

Gelbe Karten: Berisha / -

Zuschauer: 60

Der aktuelle Spieltag: Übersicht über die Ergebnisse und die aktuelle Tabelle der B-Juniorinnen-Bundesliga Gruppe West/Südwest.(Quelle: fussball.de)

Die nächsten Termine:

Der direkte Vergleich:

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