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MSV-Jugend-Saisonrückblick (Teil II): Mit Herz und Leidenschaft - U17-Mädchen bleiben 1902% erstklassig

1902% Leidenschaft - Die B-Juniorinnen des MSV schafften den KlassenerhaltDuisburg (mm) - "1902% Erstklassig!" Mit diesem großflächigen Banner drehten die U17-Mädels des MSV Duisburg nach dem abschließenden Bundesligaspiel gegen den TSV Schott Mainz (1:1) an der Mündelheimer Straße ihre Ehrenrunde.

Der Klassenverbleib in der B-Juniorinnen-Bundesliga, den vor der Saison und sogar noch im Frühjahr 2017 sog. Fachleute nicht für möglich gehalten hatten, ist als die stärkste mannschaftliche Leistung sämtlicher gemeldeter MSV-Teams (Männer & Frauen) anzusehen, zumal die spielerisch wie charakterlich starke Elf des Trainerduos Angelika Kirsch/Eckart Schuster neben Erreichen des sportlichen Ziels mit ganzen zwei gelben Karten unter allen 30 Erstligamannschaften das zweitfairste U17-Team Deutschlands  stellte.

Eine wortwörtlich außergewöhnliche Saison, in der alle Gefühlsregungen bedient wurden und die ihr gutes Ende fand.

MSV Duisburg Nachwuchsabteilung, Teil II Saisonrückblick 2016/17  B-Juniorinnen (U17)

Erstes Erfolgserlebnis - Die Zebras trotzten dem Westdeutschen Meister 1. FC Köln einen Punkt abNach dem Motto: "Aller guten Dinge sind drei" gingen die B-Juniorinnen des MSV nach dem vollzogenen Bundesligaaufstieg in die Saison 2016/17 und starteten nach zwei bislang fehlgeschlagenen Versuchen (2013 und 2015) das dritte Projekt Erstliga-Klassenerhalt. Die Voraussetzung zum erreichen des Ziels waren (deutlich gesagt) schlecht, da aufgrund des langgezogenen Regionalliga-Spielplans der Aufstieg erst Mitte Mai 2016 feststand. Ein Zeitpunkt, an dem sämtliche Erstligisten ihre Personalplanungen bereits abgeschlossen hatten, was nicht unbedingt ein Füllhorn an Neuverpflichtungen zuließ.

Zudem bevorzugte MSV-Toptorjägerin Edina Habibovic (21 Treffer) den Weg an die benachbarte Ardelhütte, was die Chancen der Zebras nicht unbedingt ins Unermessliche schießen ließen. Unter den gegebenen Umständen wenig überraschend, dass der Saisonstart mit einem mageren Punkt nach vier Spieltagen in die Hose ging. Am 5. Spieltag gastierte der SC 13 Bad Neuenahr in Duisburg und hier sollten die Kurstädterinnen nach ihrem Auswärtssieg in Gütersloh zum ersten mal eine Kostprobe der mannschaftlichen Geschlossenheit der Zebraherde zu spüren.

Tödlich - Lynn-Bille Sommer(MSV) feiert ihr Siegtor wie einst Marcell Jansen und Alex Popp mit dem "Skorpion"Taktisch gut eingestellt, lief der SC zweimal ins offene Messer und musste nach der 1:2-Niederlage die Punkte an der Mündelheimer Straße lassen. Torschützin der beiden MSV-Treffer übrigens Neuzugang Lynn-Bille Sommer, deren Name im weiteren Saisonverlauf noch öfters Erwähnung finden sollte. Nach dem Jubel machte sich in der Folgewoche nach dem 0:4-Debakel beim Mitkonkurrenten 1. FC Saarbrücken wieder große Enttäuschung breit, so dass die Zebras am 5.11. vor dem Revierderby gegen den VfL Bochum mit mageren vier Zählern bereits mit dem Rücken zur Wand standen.

Ein Sieg war absolute Pflicht und als die Bemühungen der MSV-Mädels trotz einer starken spielerischen Vorstellungen zwei Minuten vor dem Ende beim Spielstand von 0:0 vergebens schienen, war "Sommer-Time". Lynn-Bille Sommer war gegen ihren Ex-Klub in letzter Minute zur Stelle und erlöste die MSV-Anhänger mit dem umjubelten 1:0-Siegtreffer. Danach war dann abgesehen von der Punkteteilung in Bad Neuenahr allerdings wieder Tristesse im Zebra-Lager, denn sechs Niederlagen ließen die MSV-Mädels ans Tabellenende rutschen, wobei hier natürlich der Last-Minute-Knockout beim 0:1 gegen den Westdeutschen Meister 1. FC Köln besonders schmerzte.

Auch wenn der Rückschlag heftig war und nach dem Spiel viele Tränen vergossen wurden, für gewöhnlich bleiben die Fußball-Mädels mit dem außergewöhnlichen Charakter in Duisburg nicht lange am Boden liegen. Die Zebra-Truppe riss sich zusammen, stand dem 1. FC Saarbrücken am nächsten Spieltag hochmotiviert gegenüber und siegte mit einer überragenden Mannschaftsleistung durch ein Tor von Lynn-Bille Sommer in der letzten Minute mit 2:1.

Dieser Siegtreffer war nicht nurAußergewöhnlich - Naomi Gottschling war das Herz der U17-Zebras Gold wert und brachte die Gäste selber in höchste Abstiegsnot, er befeuerte die Motivation der Mädchen im Zebradress nochmals, die zwei Wochen später selbstbewusst zum Kellerderby gegen den VfL Bochum fuhren. Wieder ein Duell auf des Messers Schneide und wieder vermochten es die Nachwuchs-Zebras den Schalter im Kopf in der Schlussphase umzustellen und durch Tore von Kira Schuster und Lynn-Bille Sommer die Big-Points einzufahren.

So konnten die U17-Mädels des MSV am darauffolgenden Wochenende trotz des 0:4 beim FSV Gütersloh als erstes Team der Bundesliga Gruppe West/Südwest das Ticket für die kommende Saison lösen und womit? Mit Recht neben den individuellen Ausnahmequalitäten von Spielerinnen wie Naomi Gottschling und der "Torjägerin vom Dienst" Lynn-Bille Sommer bestachen die MSV-Mädels in der Saison in den entscheidenden Momenten mit mannschaftlicher Geschlossenheit und unbändigem Siegeswillen und holten sich mit dem Klassenerhalt unter schwierigsten Bedingungen die verdiente Belohnung ab.

Vielen Dank - Die MSV Mädels bedanken sich für eine erstklassige UnterstützungTop ausgestattete Fitnesszentren, Whirlpools, Regenerationsbecken und Fahrdienste anderer Bundesligisten in allen Ehren, die MSV-Mädels haben ihre Saisonziel hauptsächlich mit Herz und Leidenschaft erreicht.
1902% erstklassig eben...

Fakten, Fakten, Fakten - Interessantes aus der U17-Bundesligasaison

  • Einsame Spitze - Mit ihrem Tor zum 1:0-Sieg gegen den VfL Bochum sicherte Lynn-Bille Sommer ihren Mädels am 7. Spieltag der Bundesliga nicht nur drei wichtige Punkte. Zusätzlich katapultierte sich der Duisburger Blondschopf damit zwischenzeitlich mit fünf Treffern an die Spitze der Torschützenliste. Das war in der Vereinsgeschichte noch keiner U17 Spielerin des MSV in der Bundesliga widerfahren
  • Sieben auf einen Streich - Mit sieben verschiedenen Torschützinnen in einer Begegnung dürften die MSV-Mädchen beim 8:2-Erfolg gegen den SSV Rhade in der Vorrunde des Gütersloher Hallenmasters 2017 einen Rekord aufgestellt haben

  • Wir haben doch keine Zeit - Mehr als nur rekordverdächtig waren bei der gleichen Veranstaltung auch die vier Treffer von MSV-Akteurin Neslihan Diken jeweils in der ersten Spielminute der Partien gegen Rhade, Meppen, Zürich und Silschede. Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg schoss ihre direkte Gegenspielerin den Ball in Neslis unmittelbarer Gegenwart ebenfalls in den ersten 60 Sekunden vor Schreck selbst ins Tor, gegen Bemerode brauchte die türkische Nationalspielerin schon fast "quälend lange" drei Minuten für ihren ersten Treffer

  • Fair geht vor - Ohne Konkurrenz waren die Zebras in der abgelaufenen Bundesligasaison auch in Sachen Fairness. In allen Ligaspielen zusammen gab es lediglich zwei gelbe Karten für die Zebras. Ganze 949 Minuten blieben die Zebras seit Saisonbeginn ohne Verwarnung, bis Kira Schuster in der 69. Minute in Bad Neuenahr den gelben Karton sah.

  • Angstgegner I - Gegen die Zebras bekommt der VfL Bochum in der Bundesliga kein Bein auf den Boden. In den letzten drei Begegnungen (2:0, 1:0, 2:0) gingen die Zebras als Sieger vom Platz und ließen noch nicht mal ein Gegentor zu

  • Angstgegner II - Nicht sonderlich besser waren die Karten des SC 13 Bad Neuenahr in Pflichtspielvergleichen mit den Zebras. Neben der Punkteteilung im letzten Dezember in Bad Neuenahr gewann der MSV Duisburg auch die Bundesliga-Heimspiele 2016 und im März 2015.