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U17: Bis zum letzten Atemzug - Zebras kämpfen Saarbrücken nieder

Blau-Weiße Glückseligkeit - Maja Hünnemeyer empfängt Lynn Sommer nach dem SiegtrefferDuisburg (mm) - Was für eine Dramatik, was für ein Kampf! Nach einem 2:1 (0:0)-Erfolg im Kellerduell gegen den 1. FC Saarbrücken haben die B-Juniorinnen des MSV Duisburg am 15. Spieltag der U17-Bundesliga einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt vollzogen.

In einer Begegnung der beiden abstiegsbedrohten Erstligateams, die ihre Brisanz aus der prekären Ausgangssituation bezog, avancierte Lynn Sommer in der letzten Spielminute zur Matchwinnerin, als sie nach einem Zuckerpass von Senem Temiz den Siegtreffer markierte und damit die anwesenden MSV-Fans in kollektive Glückseligkeit versetzte.

Mit dieser kämpferischen Ausnahmeleistung, bei der jede einzelne Spielerin auf die Zähne biss und über ihr persönliches Limit hinaus ging, um die wertvollen Punkte an der Mündelheimer Straße zu behalten, überholten die Zebras sowohl den VfL Bochum wie auch die Saarländerinnen in der Ligatabelle und haben nun den Klassenerhalt direkt vor Augen.

Ihr Einsatz bitte - Jungjahrgang Leonie Jäger(MSV) absolvierte einen starken Auftritt in der StartelfB-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest, 15. Spieltag, MSV Duisburg - 1. FC Saarbrücken 2:1 (0:0)

Höchste Eisenbahn war es am gestrigen Samstag für die U17-Mädchen des MSV ihrem Punktekonto in der Bundesliga-Gruppe West/Südwest weitere Zähler zuzuführen. Zwar stimmte die in der Nachholpartie gegen den 1. FC Köln gezeigte Leistung, doch stand man am Ende nach dem 0:1 trotzdem mit leeren Händen da. Ungünstigerweise hatte dazu noch der VfL Bochum unter der Woche beim 2:2 in Gütersloh einen so nicht eingeplanten Punkt geholt, was die Ausgangslage vor dem Kellerduell mit dem 1. FC Saarbrücken auch nicht wirklich verbesserte.

Verzichten musste das Trainerduo Kirsch/Schuster dabei auf Neslihan Diken, die mit der Türkischen Nationalmannschaft unterwegs war. So brauchten die Zebra-Mädels dann auch ein paar Minuten, um richtig ins Spiel zu finden, wobei schon sehr schnell deutlich wurde, dass sich die Gastgeberinnen einiges vorgenommen hatten. Aus der gewohnt sicheren Abwehr setzte man mehr und mehr offensive Akzente, wobei hier Kira Schuster nach 20 Minuten mit einem gefährlichen Distanzschuss aus 18 Metern scheiterte.

Kampf im MIttelfeld - Kira Schuster(MSV) wird von ihrer Gegenspielerin angegangenNach einer halben Stunde sahen gut 80 Zuschauer ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel, bei dem die Zebras allerdings die besseren Tormöglichkeiten für sich verbuchen konnten. Die Gäste mit der pfeilschnellen Topstürmerin Hannah Griffin wurden hingegen von der MSV-Abwehr nicht in die "Box" gelassen, so dass hier lediglich Standards Gefahr vor das von Franzi Dreihues bewachte Zebra-Gehäuse brachten. Kurz vor dem Seitenwechsel noch eine sehenswerte Direktabnahme von Naomi Gottschling im Anschluss an eine MSV-Ecke, doch das Leder zischte etwas über einen Meter über den Querbalken.

Genauso forsch kamen die Nachwuchs-Zebras aus der Pause, legten weiter den Vorwärtsgang ein und wurden kurze Zeit später für ihr unermüdliches Engagement belohnt. In der 48. Minute bediente Franzisca Döpp von der linken Seite Lynn Sommer im Zentrum, die an der rechten Ecke des Fünfmeterraumes erst noch eine Gegenspielerin mit einer Körpertäuschung abschüttelte, um dann aus 8 Metern vorbei an Freud und Feind zum 1:0 für den MSV zu treffen.

Laufwunder - Maja Hünnemeyer(MSV) war von ihrer gegenspielerin nicht aufzuhaltenDiese absolut verdiente Führung hielt allerdings nur knappe vier Minuten, weil die Gäste den Spielstand nach einem Angriff über die rechte Seite und anschließender Flanke auf den zweiten Pfosten durch einen unhaltbaren Halbvolley ins lange Eck egalisieren konnten. Der Ausgleich verlieh den Gästen von der Saar etwas mehr Selbstbewusstsein, so dass sich die Zebra-Defensive in den folgenden Spielminuten nicht über Minderbeschäftigung beklagen konnte. Dennoch, alle Spielerinnen als Kollektiv packten an und kurbelten nach vollzogener Abwehraktion fleißig die jeweiligen Gegenangriffe mit an.

Kurze Zeit später blieben im Strafraum des FCS nach einem Zusammenprall die Saarbrücker Abwehrchefin Hanna-Luise Fischer und die Duisburgerin Naomi Gottschling benommen liegen. Während es für die Saarländerin nicht mehr weiterging, kehrte die bereits seit dem ersten Durchgang unrund laufenden Naomi nach einer kurzen Behandlungspause zurück, was der Ordnung in der Gästeabwehr nicht unbedingt zugute kam. Die Zebras, die aufgrund des sehr intensiven Spiels ebenfalls bereits auf "Reserve" liefen, witterten so ihre Chance, doch bevor man sich um die eigenen Offensivbemühungen kümmern konnte, wurde es in der 72. Minute erstmal vor dem eigenen Kasten gefährlich.

EGemeinsam am Ball - Naomi Gottschling und Melisa Korkmaz(MSV)in präziser Flachschuss der Gäste zischte in Richtung MSV-Tor und wäre vermutlich unten links neben dem Pfosten eingeschlagen, wenn nicht Franziska Dreihues wie ein geölter Blitz abgetaucht wäre und das Spielgerät weggefischt hätte. Wohl wissend, dass Unentschieden in dieser Begegnung zu wenig wäre, krempelten nun alle Zebra-Mädels ihre Ärmel hoch, um  das Unmögliche möglich zu machen. Hierbei sprangen zunächst drei Eckbälle heraus, die aber leider nichts einbrachten. Als die letzte Spielminute angebrochen war, leitete mit Senem Temiz ausgerechnet die Spielerin die Entscheidung ein, die bei der vorangegangenen Niederlage gegen den 1. FC Köln noch der große Pechvogel war.

Sie schlug einen langen Pass über die FCS Abwehr auf die gestartete Lynn Sommer, die sich von ihrer Gegenspielerin löste, mit dem Ball auf die Saarbrücker Keeperin zusteuerte und das Leder zum 2:1 und damit zur kollektiven, blau-weiß gestreiften Glückseligkeit versenkte. In der unendlich scheinenden, vierminütigen Nachspielzeit, die der MSV mit drei Wechseln zu verkürzen versuchte dann nochmal die ultimative Ausgleichschance für die Gäste bei einem Freistoß in 20 Metern Torentfernung.

Die Erlösung - Lynn Sommer dreht nach dem 2:1 jubelnd abTeamübergreifendes Luftanhalten, als der Ball auf seine Flugbahn getreten wurde und aufatmen bei den Gastgeberinnen, als das Leder ca. 40 cm über den Querbalken des Duisburger Tores strich. Danach beendete Schiedsrichterin Francine Poschmann das Drama mit einem energischen Pfiff, wonach sich zumindest diejenigen MSV-Spielerinnen, die sich noch aus eigener Kraft auf den Beinen halten konnten, überglücklich in die Arme fielen.

Eine sensationelle Leistung der Zebra-Mädels, die mit diesem Erfolg die Abstiegsränge verließen, dabei auch den 1. FC Saarbrücken überholten und damit die eigene Position im Kampf um den Klassenerhalt signifikant verbesserten. Fest steht: Bei zwei Siegen aus den verbleibenden drei Begegnungen (Bochum (A), Gütersloh (A), Mainz (H)) ist die Klasse gesichert. Es existieren zwar auch Rechenspiele, bei denen der Erstligaerhalt auch ohne weitere Erfolgserlebnisse gesichert wäre, aber darauf will sich die tolle Truppe mit Sicherheit nicht verlassen.

Kader MSV Duisburg: Dreihues, Temiz, Halverkamps, Korkmaz , Hünnemeyer (80.+1. Addy), Gottschling, Jäger(64. Öner), Day, Döpp, Schuster (80.+2 Harrer), Sommer (80.+3 Arbab-Zadeh)

Auf ins Gefecht - Der Einmarsch der GladiatorinnenTore: 1:0 Sommer(48.), 1:1(52.), 2:1 Sommer(80.)

Gelbe Karten: - / -

Zuschauer: 80

Der aktuelle Spieltag: Übersicht über die Ergebnisse und die aktuelle Tabelle der B-Juniorinnen Bundesliga Gruppe West/Südwest.(Quelle: fussball.de)

Die nächsten Termine:

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