U17: Zebras sichern sich Vizetitel beim AOK Cup

Paukenschlag - Die Zebras wiederholten mit dem zweiten Platz beim AOK Cup den Erfolg aus dem VorjahrMönchengladbach/Duisburg (st/mm) - Mit einem durchaus überraschenden, zweiten Platz sorgten die B-Juniorinnen des MSV Duisburg am Wochenende beim 5. AOK Cup für U17-Teams des FSC Mönchengladbach für ein Ausrufezeichen und wiederholten damit den Erfolg aus dem letzten Jahr, als man sich nach einer Anfangsniederlage von Spiel zu Spiel steigerte und erst im Finale vom VfL Sindelfingen gebremst werden konnte.

Nach einer torlosen Vorrunde zogen die MSV-Mädchen als Gruppenzweite ins Halbfinale ein, in dem man den FSV Gütersloh 2009 nach Elfmeterschießen bezwang, bevor man sich der SGS Essen im Finale knapp mit 0:1 geschlagen geben musste.


U17 AOK Cup 2015 des FSC Mönchengladbach

Vorrunde
Der Wettbewerb, der bereits zum fünften Mal in der FSC-Arena an der Mennrather Straße ausgetragen wurde, begann mit einer kleinen Enttäuschung, da direkt mehrere der ursprünglich 16 teilnehmenden Teams ihr Kommen abgesagt hatten und deswegen nur mit einem Dreizehner Teilnehmerfeld gespielt wurde. Das hatte natürlich auch unmittelbare Auswirkung auf die Zusammensetzung der Vorrundengruppe der Zebras, die nun nur noch aus den beiden Bundesligisten VfL Bochum und dem VfL Sindelfingen bestand.

Schotten dicht - MSV Keeperin Rici Rumohr kassirte im Turnierverlauif gerade einmal zwei GegentrefferDie erste Aufgabe des Tages sollte für die MSV-Mädels also darin bestehen, sich einen der ersten beiden Vorrundengruppenplätze zu sichern, um im weiteren Verlauf des Wettbewerbs in der oberen Turnierhälfte weiterspielen zu können. Dazu war natürlich der VfL Sindelfingen zu Beginn nicht unbedingt der beste Gegner. Der Turniersieger des AOK Cups 2014 lieferte ein druckvolles Spiel mit einigen guten Passkombinationen ab, konnte Rici Rumohr im MSV Gehäuse jedoch nicht überwinden, so dass das 0:0 am Ende durchaus als positiver Erfolg zu werten war.

Im Anschluss trafen die Zebras auf den VfL Bochum und wo auch immer die Mädels von der Hiltroper Straße in den letzten Turnieren auf den Zebra-Nachwuchs getroffen waren, konnten die Duisburgerinnen den Platz am Ende mit mindestens einem Unentschieden verlassen (VfL Borussia Cup 2014 1:1, AOK Cup 2014 1:0, RWB Cup 2014 1:0, VfL Borussia Cup 2015 2:1). Dies sollte auch dieses Mal der Fall sein, da sich beide Teams torlos 0:0 trennten, wobei hier für die Duisburgerinnen definitiv mehr drin gewesen wäre.

Hier machte sich natürlich das Fehlen der langzeitverletzten Nina Püplichhuisen bemerkbar, wie auch die Tatsache, dass die treffsicherste Stürmerin der letzten Wochen, Anna-Lena Wassermann, gesundheitlich angeschlagen ins Turnier ging. Wie dem auch sei, da in der Folge der VfL Sindelfingen die Bochumerinnen mit 1:0 besiegte, qualifizierten sich die MSV-Mädels zusammen mit den Baden-Würtembergerinnen für die Meisterrunde, in der die Plätze 1-8 ausgespielt wurden.

Alte Bekannte - Marisol Kröncke traf in der Zwischenrunde auf ihren Ex-KlubZwischenrunde, Spiel 1, MSV Duisburg - SGS Essen 0:1
In der Zwischenrunde sollte man es mit Alemannia Aachen, dem Herforder SV und der SGS Essen zu tun bekommen, wobei als erster Gegner der Bundesliga-Nachwuchs von der Essener Ardelhütte wartete. Gegen den dritten "Brocken" im dritten Spiel hatten die Nachwuchs-Zebras in der 2. Minute nach einem steil vor das Tor geschlagenen Freistoß sogar die erste, gute Möglichkeit, bevor die SGS das Kommando auf dem Platz übernahm und so folgerichtig in der 9. Minute mit 1:0 in Führung ging.

Der Bundesligazweite hatte auch in der Folge eindeutig mehr vom Spiel, wusste mit dem Ballbesitz aber nicht besonders klug umzugehen und versuchte sich stattdessen fast ausschließlich mit Weitschüssen. Ggf. schien es sich in diesem Zusammenhang noch nicht herumgesprochen zu haben, dass die Zebras mit (einer zudem noch sehr guten) Torfrau Rici Rumohr operierten, die sämtliche Schüsse entschärfen konnte.

Nach einer Viertelstunde wäre diese Spielweise fast bestraft worden, denn Franzisca Döpp wurde auf der rechten Außenbahn auf die Reise geschickt, setzte sich gegen ihre Gegenspielerin durch, jagte den Ball im Strafraum aus halbrechter Position jedoch knapp über die Querlatte des SGS-Gehäuses. In den verbleibenden Minuten tat sich nichts mehr, so dass die Zebras den Platz mit 0:1 als Verlierer verließen

Tor: 0:1(9.)

Zwischenrunde, Spiel 2, Alemannia Aachen - MSV Duisburg 0:0
An und für sich wäre an dieser Stelle reichlich Platz für interessante Szenen, Torchancen und sonstige nennenswerte Ereignisse dieser Begegnung gewesen, doch es gab in den 22 Spielminuten sowohl auf der einen wie auch auf der anderen Seite wirklich gar nichts, was in irgendeiner Weise erwähnenswert war. Dazu agierten beiden Teams zu umständlich und suchten ihr Heil bestenfalls mit langen Bällen, was aber absolut erfolglos blieb.

Unterhaltsam wurde es bezeichnenderweise dann erst nach dem Apfiff der keineswegs unfairen Begegnung, als ein Aachener Anhänger zunächst (und unserer Ansicht nach völlig grundlos) den gut leitenden Schiedsrichter zur Rede stellen und danach noch das MSV-Trainergespann in einen "Plausch" verwickeln wollte. Mehr gab es von dieser Partie wirklich nicht zu berichten.

Tore: - / -

Ab durch die Mitte - Franzisca Döpp(MSV) nimmt den kürzesten WegZwischenrunde, Spiel 3, Herforder SV - MSV Duisburg 0:2
Bislang ohne Torerlebnis gingen die Zebras in das abschließende Spiel gegen den Herforder SV und dieses Aufeinandertreffen sollte für den weiteren Turnierverlauf entscheidende Wirkung haben, denn nur bei einem Sieg war es noch möglich, sich den zweiten Gruppenplatz hinter der SGS Essen zu sichern, wobei hier auch noch das Resultat im Duell der nachfolgenden Partie zwischen Essen und Aachen von mitentscheidender Relevanz sein sollte.

Hierzu brauchte es nicht unbedingt einen Fachjournalisten um festzustellen, dass der MSV das Spielgerät zwangsläufig hierzu mindestens einmal im gegnerischen Tor unterbringen musste. Gesagt - getan! Der Zebra-Nachwuchs konterte nach 120 Sekunden gegen den zu weit aufgerückten Regionalliga-Konkurrenten, so dass Neslihan Diken den Ball von der linken Seite ins Zentrum schlagen konnte. Dort lauerte bereits alleine und verlassen MSV-Goalgetterin Anna-Lena Wassermann und hatte keine sonderlich große Mühe, das Leder zum 1:0 über die Linie zu bugsieren.

Die Zebras ließen nicht nach, so dass ein nahezu identischer Spielzug in der 7. Minute das 2:0 brachte. Diesmal war Neslihan Diken höchstpersönlich für den Treffer verantwortlich und traf aus 12 Metern halblinker Position ins lange Eck. Bei diesem Ergebnis blieb es dann auch und da Alemannia im Anschluss ihr abschließendes Gruppenspiel verlor, fanden sich die Duisburgerinnen als Gruppenzweiter urplötzlich im Halbfinale wieder.

Kein Durchkommen - An Emma Hilbrands(MSV) ging gegen den FSV Gütersloh 2009 kein Weg vorbeiHalbfinale, FSV Gütersloh 2009 - MSV Duisburg 0:0 (2:3 n.E.)
Die MSV-Kickerinnen, für die das Erreichen der Vorschlussrunde des auch diesmal wieder gutbesetzten AOK Cups als Regionalligist bereits vor dem Anpfiff ein großer Erfolg zu werten war, sahen sich im Halbfinale keinem Geringeren als dem in der abgelaufenen Saison in der Liga ungeschlagenen Meister der Gruppe West/Südwest, FSV Gütersloh 2009 gegenüber, der seine Arbeit auch zugleich aufnahm und einen Sturmlauf auf das MSV-Tor veranstaltete.

Die Zebras konnten sich während der ganzen Spielzeit zwar nur ein einziges Mal entscheidend befreien und einen Gegenangriff über Nursen Yaprak setzen, die eigene Abwehrkette verschob aber so geschickt, dass die Westfälinnen abgesehen von diversen Eckbällen lediglich aus größerer Schussdistanz abschließen konnten. So kam es dann das der Schiedsrichter die Partie nach 22 Minuten abpfiff und beide Teams die Entscheidung vom Strafstoßpunkt suchten mussten.

Den Anfang machte der FSV Gütersloh und traf sicher und unhaltbar ins obere, rechte Eck, doch auch MSV-Schützin Nursen Yaprak hatte kein Problem, ihren Schuss im Tor unterzubringen. Zur zweiten Runde begab sich Rici Rumohr wieder zwischen die Pfosten, tauchte in die linke Ecke und schnappte sich die nicht optimal geschossene Kugel sicher.

Nun war es an Loreen Mählitz, die Zebra-Mädels in Front zu bringen und sie behielt die Nerven und vollstreckte wuchtig. Nachdem die nächste FSV-Spielerin ihren Versuch versenkt hatte, schritt Marisol Kröncke zum Punkt, lief an und traf. Der MSV war im FINALE!

The same procedure - Auch im Finale unterlag man der SGS mit 0:1Finale, SGS Essen - MSV Duisburg 1:0
Wie im letzten Jahr standen sich im Finale David gegen Goliath gegenüber und hier machte der Goliath aus Essen deutlich, dass er sich die Siegestrophähe unter allen Umständen holen wollte. Das mit zahlreichen Auswahlspielerinnnen gespickte Team von der Ardelhütte begann stark, zwang die Zebras in die Verteidigung und ging in der 5. Minute durch eine sehr schöne Einzelaktion der Laura Radke in Führung, die den Ball abschließend aus kurzer Distanz wuchtig ins Tor zimmerte.

Der Zebra-Nachwuchs gestaltete die Begegnung zwar offener, als noch zuvor gegen den FSV Gütersloh, war aber bis auf wenige Ausnahmen nicht in der Lage, den Gegner unter Druck zu setzen. Deswegen blieb es dann bis zum Ende bei der knappen Führung für den Bundesligisten, der sich wie bereits erwähnt völlig verdient den Siegerpott unter den Nagel reißen durfte.

Doch die Duisburgerinnen waren nach dem Spiel alles andere als enttäuscht, da man nach dem Cupsieg 2011 und dem zweiten Platz im Vorjahr auch bei der diesjährigen Ausgabe (zumal noch als niederklassiger Regionalligist) das Finale erreichte und so drei von vier Bundesligisten die Rücklichter zeigen konnte.

Ebenfalls interessant: Auch ohne das Duisburger "Urgestein" Nina Püplichhuisen standen mit Ricarda Rumohr, Friederike Weyers, Emma Hilbrands, Naomi Gottschling, Meret Hauser und Edina Habibovic gleich sechs Spielerinnen im Finale in der Startaufstellung, die bereits seit 2013 oder länger an der Mündelheimer Straße dem runden Leder nachjagen. Ob der Finalgegner mit etwas Ähnlichem aufwarten kann, ist uns nicht bekannt...

Tor: 1:0(5.)

Topresultet - Die Zebraherde freut sich ausgelassen über den 2. Platz beim AOK CupKader MSV Duisburg: Rumohr, Weyers, Gottschling, Hilbrands, Hauser, Diart, Diken, Döpp, Yaprak, Kröncke, Habibovic, Mählitz, Schuster, Temiz, Uyaner, Wassermann

Facts:

  • Turniermannschaft: Mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen ist Duisburg in der fünfjährigen Pokalgeschichte der bislang erfolgreichste Turnierteilnehmer des AOK Cups

  • Minimalisten: Ohne ein einziges, geschossenes Tor erreichten die Zebras beim AOK Cup 2015 die Meisterrunde der besten acht Teams. Durchaus eine Seltenheit

  • Topturnier: Mit dem Rheinwohnungsbau Cup 2015 richtet der MSV Duisburg am kommenden Wochenende das gegenwärtig bestbesetzte U17 Mädchen-Nachwuchsturnier Deutschlands aus, bei dem u.a. 3 der 4 Halbfinalisten der letztjährigen Deutschen B-Juniorinnen Meisterschaft in Duisburg zu Gast sind

Die nächsten Termine:

  • Samstag, 29.08.2015, 10:00 Uhr: U17 Rheinwohnungsbau Cup mit Turbine Potsdam, FSV Gütersloh 2009, 1. FFC Frankfurt, 1. FC Köln, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, SC 13 Bad Neuenahr, VfL Bochum, BV Borussia Bocholt, FC Twente Enschede, Shanghai FA
    (Austragungsort: Mündelheimer Straße 123-125, 47249 Duisburg)
  • Sonntag, 30.08.2015, 10:00 Uhr: U17 Rheinwohnungsbau Cup mit Turbine Potsdam, FSV Gütersloh 2009, 1. FFC Frankfurt, 1. FC Köln, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, SC 13 Bad Neuenahr, VfL Bochum, BV Borussia Bocholt, FC Twente Enschede, Shanghai FA
    (Austragungsort: Mündelheimer Straße 123-125, 47249 Duisburg)


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