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U17: Zebra-Herde galoppiert bis ins Finale

Grund zum Feiern: Die B-Juniorinnen des MSV wurden beim AOK Cup 2014 erst im Finale gestopptMönchengladbach/Duisburg (mm) - Eine Woche nach der ersten Standortbestimmung haben die B-Juniorinnen des MSV Duisburg auch beim zweiten Auftritt im Rahmen des vom FSC Mönchengladbach ausgerichteten AOK Cups 2014 eine weitere, beeindruckende Visitenkarte abgegeben.

In dem Wettbewerb, der für die favorisierten Teams vom FSV Gütersloh 2009 und dem 1. FFC Frankfurt nach einem regelrechten Favoritensterben bereits im Viertelfinale beendet war, nutzen die Nachwuchs-Zebras die Gunst der Stunde und erspielten sich mit einer erneut geschlossenen Mannschaftsleistung und effektivem Angriffsfußball unter 14 Teilnehmern den 2. Platz.

Der VfL Sindelfingen war dann im Finale allerdings mehr als eine Hausnummer zu groß und holte sich mit einem deutlichen 5:0 Erfolg völlig verdient den Siegerpokal. Zusammengefasst haben die MSV-Mädels mit den in den letzten beiden Wochen am linken Niederrhein gezeigten Leistungen eine gute Portion Selbstvertrauen tanken können, die nötig ist, um die bevorstehenden Aufgaben anzugehen.

Vorrunde, Spiel 1: 1. FFC Frankfurt - MSV Duisburg 1:0
Das U17 Team aus der Mainmetropole, dass zur neuen Spielzeit in der Bundesliga Süd dem Meister Bayern München Paroli bieten möchte und sich für dieses Unternehmen u.a. die Dienste des Essener Geschwisterpaars Jule und Pauline Dallmann gesichert hat, begann wie erwartet druckvoll und dominierte die Partie gegen die Duisburgerinnen.

Zwingende Torchancen ergaben sich aus den hohen Ballbesitzanteilen allerdings nicht, so dass ein Abwehrfehler die FrankfurterGegner mit Biss - Die Zebras gerieten gegen den 1. FFC Frankfurt gehörig unter Druck Führung brachte. Samantha Herrmann konnte in der 8. Minute aus 18 Metern halblinker Position in Ruhe Maß nehmen und brachte ihr Team mit einem sehenswerten Schuss in den rechten Winkel in Front bringen.

Im weiteren Spielverlauf zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, die Hessinnen mit optischen Vorteilen gegen die nur vereinzelt vorrückenden Zebras, ohne dass aber die konkrete Gefahr für das von Ricarda Rumohr gehütete MSV Tor bestanden hätte. Somit setzte es am Ende eine zwar verdiente, aber gleichzeitig unnötige Niederlage gegen das mutmaßliche "Überteam" aus Frankfurt.

Tor: 1:0 Herrmann(8.)

Vorrunde, Spiel 2: MSV Duisburg - Hamburger SV 2:1
Die zweite Vorrundenpartie zwischen dem MSV und dem Hamburger SV sollte in der Vorrundengruppe 2 vorentscheidenden Charakter haben, denn da von den beiden weiteren, schwächeren Teams des FC Finnentrop und der DJK SF 97/30 Lowick keine größere Gegenwehr zu erwarten war, ging es hier mehr oder minder darum, wer sich hinter dem 1. FFC Frankfurt den zweiten Tabellenplatz sichern würde.

Die ersten, entsprechenden Akzente setzte die nach einer Verletzungspause wieder in die Mannschaft zurückgekehrte Chantal Schmitz für ihr Team, indem sie die Zebras in der 6. Minute nach einer schönen Einzelleistung und einem Schuss von der Strafraumgrenze mit 1:0 in Führung brachte.

Immer einen Schritt voraus - Meret Hauser(MSV)Die Antwort der Hanseatinnen ließ allerdings nicht allzu lange auf sich warten, denn die nicht konsequent attackierte U16 Nationalspielerin Carla Morich egalisierte keine 120 Sekunden später per Alleingang zum 1:1. Beide Teams lieferten sich in der Folge im Mittelfeld einen offenen Schlagabtausch, doch den nächsten Wirkungstreffer setzte bei einsetzendem Nieselregen und herbstlichen Temperaturen wiederum die Vervölgyi-Truppe.

Jalila Benahmed griff in der 13. Minute einen Pass auf, wuselte sich bis zum Strafraum und hob den Ball über die etwas zu weit vor dem Kasten stehende HSV Keeperin mit ihrem ersten Turniertreffer zur erneuten MSV Führung. Nun rannten die Hamburgerinnen gegen den Rückstand an, doch die Duisburger Defensive, die nun auf der linken Seite zusätzlich von Chantal Schmitz unterstützt wurde, hielt dem Ansturm stand, zumindest bis zur 19. Minute.

Dort rückte Duisburgs Keeperin Michelle Brücken ins Rampenlicht, als sie einen präzise getretenen Freistoß aus zentraler Position gerade noch über die Latte lenken konnte. Kurz darauf ertönte der Schlusspfiff und die MSV Mädels hatten einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale getan.

Tore: 1:0 Schmitz(6.), 1:1(8.), 2:1 Benahmed(13.)

Vorrunde, Spiel 3: MSV Duisburg - FC Finnentrop 2:0
Im Spiel gegen den Bezirksligisten FC Finnentrop ließ Chefcoach Rainer Vervölgyi auf diversen Positionen rotieren und gönnte einigen Akteurinnen eine Auszeit. Das änderte natürlich nichts an der spielerischen Überlegenheit der Nachwuchs-Zebras. die in der 4. Minute zum 1:0 trafen. Sarah Peterka tauchte vor dem Gehäuse der Sauerländerinnen auf, scheiterte jedoch zunächst mit ihrem Schussversuch an der FC Keeperin. Das abgefälschte Spielgerät fiel Chantal Schmitz vor die Füße, die sich nicht lange bitten ließ und das Leder trocken im Tor versenkte. Die Linksfüßerin legte nach der Hälfte der Spielzeit per Strafstoß nach, wodurch die Partie entschieden war.

Tore: 1:0 Schmitz(4.), 2:0 Schmitz(10.HE)

Vorrunde, Spiel 4: DJK SF 97/30 Lowick - MSV Duisburg 0:8
Ein Fußballspiel im eigentlichen Sinne kam gegen die DJK Sportfreunde Lowick nicht wirklich zustande, denn dazu war der Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften einfach zTorpremiere für die Zebras - Neuzugang Melis Kacanu groß. Zudem hatten die Sportfreunde aufgrund von Terminverschiebungen nach ihrer zuvor ausgetragenen Partie auch nur eine sehr kurze Regenerationsdauer, so dass praktisch schon nach kurzer Zeit Angriff um Angriff auf die bemitleidenswerte DJK Torfrau zurollte.

Am Ende stand ein 8:0 Erfolg der Duisburgerinnen, der auch noch um einiges hätte höher ausfallen können. Positiv hierbei, dass sowohl Lea Berndorf, wie auch die beiden MSV-Neuzugänge Melis Kacan und Sarah Peterka ihre jeweils ersten Treffer im quergestreiften Zebradress erzielen konnten.

Tore: 1:0 Benahmed(3.), 2:0 Berndorf(4.), 3:0 Benahmed(13.), 4:0 Kacan(15.), 5:0 Benahmed(17.), 6:0 Peterka(18.), 7:0 Berndorf(19.), 8:0 Hauser(21.),

Damit wurden nach Abschluss der Vorrunde folgende Viertelfinal-Partien angesetzt, die es in sich hatten:

VfL Sindelfingen - Vogido Enschede 1:0
VfL Bochum - FSV Gütersloh 2009 5:4 n.E.
1. FFC Frankfurt - Hamburger SV 0:2

Während Sindelfingen sich zwar knapp, aber wie erwartet über die Niederländerinnen durchsetzte, erlebte der FSV Gütersloh 2009 gegen den VfL Bochum sprichwörtlich sein "Blaues Wunder". Trotz drückender Überlegenheit vergaß die Truppe von Franz-Christian Pohlmann das Toreschießen und so konnten sich die Bochumerinnen nicht nur ins Elfmeterschießen retten, sondern triumphierten dort mit 5:4. Ähnlich spannend verlief das Duell zwischen Frankfurt und Hamburg, in dem die Hessinnen optische Vorteile hatten, sich aber 2 Kontertore fingen und damit ihre Träume von der Pokalverteidigung vorzeitig begraben mussten.

Viertelfinale: Fortuna Freudenberg - MSV Duisburg 0:1
Freudenberg gegen Duisburg, war da nicht was? Korrekt, denn beide Teams trafen zuletzt bereits in der Qualifikationsrunde zur U17 Bundesliga zweimal aufeinander. Beide Male verließ die Elf aus dem Siegener Kreis als Gewinner den Platz, verspielte mit der überraschenden Niederlage beim Tabellenletzten aus Iserlohn dennoch den Aufstieg, den wie bekannt die Duisburgerinnen feiern konnten.

In Mönchengladbach präsentierten sich die Kontrahentinnen zum Spielbeginn auf Augenhöhe. Nach 9 Minuten näherten sich Da schlägt´s 13 - Chantal Schmitz(MSV) lässt nach ihrem Treffer zum 1:0 ein paar enttäuschte Freudenberger Gesichter zurückdie Fortunen erstmals gefährlich dem MSV-Tor, doch Rici Rumohr griff sich die Kugel in dieser Situation rechtzeitig aus der Luft.

Auf der gegenüberliegenden Seite prüfte zunächst Chantal Schmitz Freudenbergs Torfrau mit einem Distanzschuss, bevor es für die Schirdewahn-Elf nach einer Viertelstunde richtig brenzlig wurde. Jalila Benahmed war von Neu-Zebra Melis Kacan bedient worden, feuerte aus halbrechter Position ein Pfund ab, dass die Fortuna Schnapperin mit einer Klasseparade gerade noch aus dem Giebel fischen konnte.

In der 20. Minute war es dann aber soweit: Der MSV setzte nach einem Fortuna Vorstoß einen schnellen Konter über Meret Hauser, die sich auf der rechten Seite den entscheidenden Vorsprung erarbeitete, um flach zurück in die Mitte auf Chantal Schmitz passen zu können. Die beförderte das Spielgerät trocken direkt unter die Latte ins rechte Dreieck: 1:0 MSV !

Die rechtlichen Minuten blieben hüben wie drüben spannend, bis der Schiedsrichter dann den Duisburger Anhang mit dem Schlusspfiff erlöste.
Tor: 1:0 Schmitz(20.)

Halbfinale: VfL Bochum - MSV Duisburg 0:1
Auch dieses Duell hatte eine kleine Vorgeschichte, denn beide Teams waren bereits vor Wochenfrist beim Turnier der Mönchengladbacher Borussia aufeinandergetroffen. In einem sehFINALE! - Die MSV-Mädels nahmen erfolgreich Revanche am VfL Bochum und zogen ins Turnier-Finale einr umkämpften bis harten Spiel hatten man sich eher schiedlich als friedlich mit 1:1 getrennt und dies wollte die Vervölgyi-Elf bei der Neuauflage natürlich besser machen. Das gestaltete sich recht schwierig, da die Mädchen von der Hiltroper Str. sich im Turnierverlauf als sehr defensivstark präsentierten.

So spielte sich das Geschehen zumeist zwischen den beiden Strafräumen ab, hochkarätige Tormöglichkeiten waren auf beiden Seiten Mangelware. So wurde von Minute zu Minute immer klarer, dass dieses Aufeinandertreffen vermutlich durch eine einzige Aktion entschieden werden würde. Nach einigen MSV-Steilpässen in den Bochumer Sechzehnmeterraum, die allesamt durch das gute Stellungsspiel der VfL Keeperin zunichte gemacht wurden, kollidierte Letztgenannte in der 21. Minute bei einer dieser Aktionen mit Chantal Schmitz, während der Ball Jalila Benahmed vor die Füße sprang.

Die reagierte blitzschnell und beförderte das Leder vorbei an Freund und Feind zur umjubelten 1:0 Führung für die Zebras in die Maschen. Den Bochumerinnen lief in der Folge die Zeit davon und weil sich in den verbleibenden Minuten alle MSV-Mädels dagegenstemmten, war nach 28 Minuten die nächste Turnierüberraschung perfekt:
Der MSV Duisburg stand im Finale!

Tor: 1:0 Benahmed(21.)

Finale: VfL Sindelfingen - MSV Duisburg 5:0
Duisburgs Finalgegner Sindelfingen hatte sich im Halbfinale deutlich mit 3:0 gegen den Hamburger SV durchgesetzt, so dass die Duisburgerinnen eigentlich hätten gewarnt sein müssen. Jedoch brachte bereits der erste Angriff die Sindelfinger Führung, so dass Ricarda Rumohr die Kugel bereits nach knapp 35 Sekunden aus dem eigenen Netz holen konnte.

Dies gab den Würtembergerinnen das nötige Selbstvertrauen, um die Partie von nun an kontrolliert herunterzuspielen und nahezu jeden Fehler der MSV Abwehrformation durch die schnellen Sturmspitzen eiskalt auszunutzen. Der Unterschied zwischen der Bundesliga-Elf aus Sindelfingen, von denen nahezu zwei Drittel bereits eine seit einem Jahr eingespielte Truppe bilden und dem neuformierten Aufsteiger war klar erkennbar und das Resultat auch in der Höhe völlig in Ordnung.

Tore: 1:0(1.), 2:0(8.), 3:0(11.), 4:0(25.), 5:0(27.)

Trotzdem sollte die Enttäuschung über die deutliche Finalniederlage in der versammelten Zebraherde ob des an diesem Tage Erreichten nicht allzu groß sein. Vielleicht kam der Dämpfer im Endspiel für das Team auch gerade rechtzeitig, um zu erkennen, dass trotz der absolut positiven Entwicklung in den ersten 2 Turnierwochen noch Einiges an Arbeit zu erledigen ist, um mit den eingespielten Erstligateams auf Augenhöhe sein zu können.
Der Blick auf das Endresultat des AOK Cups 2014 mit einer gewissen Portion Stolz ist aber durchaus gestattet:

1. VfL Sindelfingen
2. MSV Duisburg
3. VfL Bochum
4. Hamburger SV
5. FSV Gütersloh 2009
6. Vogido Enschede
7. 1. FFC Frankfurt
8. Fortuna Freudenberg
9. 1. FFC 08 Niederkirchen
10. FSC Mönchengladbach
11. TSV Alemannia Aachen
12. DSC Arminia Bielefeld
13. DJK SF Lowick
14. FC Finnentrop

Kader MSV Duisburg: Rumohr, Brücken, Brück, Gnida, Hauser, Diart, Dannehl, Weyers, Schweers, Peterka, Hilbrands, Kacan, Kreische, Reichel, Benahmed

MSV Torschützinnen:
5x Jalila Benahmed
4x Chantal Schmitz
2x Lea Berndorf
2x Sarah Peterka
1x Meret Hauser
1x Melis Kacan