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U17: Elfmeter-Thriller - B-Juniorinnen schaffen Pokalverteidigung beim Iserlohner Sommercup

Völlig losgelöst - Lea Berndorf sichert den Zebras mit ihrem Treffer vom Elfmeterpunkt den Pokaltriumpg beim Sommercup in IserlohnIserlohn/Duisburg (mm) - Die B-Mädchen des MSV Duisburg haben am abgelaufenen Wochenende beim 2.  Sommercup der Stadtwerke Iserlohn in einem dramatischen Finale mit einem 5:3 Sieg gegen die SuS Scheidingen im Elfmeterschießen den Pokal verteidigt.

Dabei verlief das Finale, bei dem MSV Akteurin Sonja Reichel die zwischenzeitliche Führung des Westfalenliga-Aufsteigers erst 120 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit egalisieren konnte für den Zebra-Tross ungewollt spannend. Erst als MSV Torfrau Rici Rumohr nach einem Fehlschuss auch den zweiten Strafstoß parierte, sorgte die fünfte Schützin Lea Berndorf mit ihrem Treffer vom Punkt aus für die Entscheidung.

Vorrunde, Spiel 1: MSV Duisburg - SV Rees 2:1
Da die Zebras in voller Herdenstärke ins Sauerland galoppieren konnten, bot sich dem Trainerduo Rainer Vervölgyi/Torsten Arend vor der ersten Partie gegen den Niederrheinligisten SV Rees die Möglichkeit, diverse Positionen neu zu besetzen. Ein Wiedersehen mit den alten Mannschaftskameradinnen gab es für MSV Neuzugang Michelle Brücken, das für die Duisburger Keeperin zu Beginn nicht soSchwieriger als gedacht hatte es der MSV mit Selvinaz Yalci zum Turnierstart verlief, wie eigentlich vorgesehen.

Gerade einmal 30 Sekunden waren gespielt, als der SVR einen langen Ball vor das MSV Tor schlug und die MSV Schnapperin beim "Bergungsversuch" des Balles in der Luft mit Melis Kacan zusammenstieß. Diese Form der Einladung nahm die Reeser Spielerin Umbach dankend an und versenkte das Spielgerät noch vor der ersten Zeigerumdrehung zum überraschenden 0:1 im MSV Tor.

Auch in der Folge ergaben sich aufgrund der neu zusammmengestellten Mannschaft immer wieder Abspielfehler im Aufbau, so dass die Zebra-Mädels erst nach einer guten Viertelstunde das erste Mal gefährlich vor dem Reeser Tor auftauchten. Der Ball wurde über die linke Seite gespielt, von der aus Selvinaz Yalci in den Strafraum eindrang und die Kugel zum Ausgleich ins lange Eck schlenzte.

Positiv: Die Duisburgerinnen legten 3 Minuten später in Person von Sahibe Baysal nach, die von Lea Berndorf in Szene gesetzt wurde und das Spielgerät aus kurzer Distanz an der SV Keeperin zum 2:1 Endstand vorbeidrückte. Dann schlich sich allerdings wieder der Schlendrian in das MSV Spiel ein, so dass das Ergebnis nicht weiter ausgebaut werden konnte und es mein letztendlich verdienten 2:1 Erfolg blieb.

Tore: 0:1 Umbach(1.), 1:1 Yalci(16.), 2:1 Baysal(19.)

Vorrunde, Spiel 2: SuS Scheidingen - MSV Duisburg 0:1
Auch das zweite Vorrundenspiel gegen die SuS Scheidingen verlief zunächst nicht so, wie geplant. Die schnelle Angriffsformationen der Westfälinnen beschäftigte die Duisburger Defensive immer wieder, so dass auch Sarah Düllmann im MSV Hoch her ging es in der Vorrundenpartie gegen die SuS Scheidingen für Sarah Düllman im MSV TorTor einige Male rettend eingreifen musste. Einen der Scheidinger Vorstöße beantworteten die Zebra-Mädels in der 24. Minute mit einem sauber gespielten Konter, der rechts über Meret Hauser vorgetragen wurde.

Das Leder gelangte über Melissa Kess zu Jalila Benahmed, die sich die Chance im Sechzehnmeterraum nicht nehmen ließ und den MSV mit 1:0 in Front brachte. Daraufhin behielten die Duisburgerinnen in der verbleibenden Restzeit die Kontrolle über Ball und Gegner und hätten das Ergebnis noch gut und gerne um eins, zwei weitere Treffer ausbauen können. So beendete der Schiedsrichter die Partie aber beim Stand von 1:0, so dass die Zebras ungeschlagen ins folgende Vorrundenspiel gegen die U16 von Borussia Mönchengladbach gingen.

Tor: 0:1 Benahmed(24.)

Vorrunde, Spiel 3: Borussia Mönchengladbach - MSV Duisburg 0:1
Der Gegner vom linken Niederrhein hatte zuvor seine Aufgabe gegen den SV Rees mit einem 6:0 Erfolg wesentlich deutlicher erledigt, so dass für die Vervölgyi-Truppe mit Blick auf denWichtiger Treffer - Jalila Benahmed(MSV) besorgt kurz vor Schluss das 1:0 gegen die U16 von Borussia Mönchengladbach angepeilten Gruppensieg und das im Vergleich schlechtere Torverhältnis ein "Dreier" sicherlich nicht unvorteilhaft gewesen wäre. Diese Aufgabenstellung vor Augen sah man auf dem grünen Naturrasenplatz des Hembergstadions eine wie ausgewechselt spielende Zebra-Truppe, die den Gegner druckvoll und aggressiv anging und eigene Chancen kreierte.

Zunächst streifte ein Schuss von Chantal Schmitz in der 4. Minute über das Tor, bevor in der 6. und 10. Minute Meret Hauser und Jalila Benahmed an der guten Borussia Keeperin Marie Otte scheiterten. Noch einen Gang schneller wurde die Partie nach einer Viertelstunde, als sich Mönchengladbach vom Druck befreit hatte und mehrfach den Weg in Richtung MSV-Sechzehner suchte.

Nach einem Schuss, der in der 16. Minute knapp über das Duisburger Tor strich, antwortete Chantal Schmitz im Gegenzug ebenfalls mit einem Kracher von der Strafraumgrenze, der gegen das Aluminium klatschte. Als noch 8 Minuten zu spielen waren, erhielt der MSV einen Freistoß, den Meret Hauser von der rechten Seite in den Strafraum gab. Der abgewehrte Ball fiel Jalila Benahmed vor die Füße, die blitzschnell schaltete und das Spielgerät zum 1:0 im Tor versenkte. In der verbleibenden Spielzeit versuchten die Borussinnen nocheinmal alles, kamen aber nicht mehr zum Torerfolg

Tor: 0:1 Benahmed(22.)

Vorrunde, Spiel 4: FC iserlohn U16 - MSV Duisburg 0:1
Zum Abschluss der Vorrunde wartete am frühen Morgen des zweiten Turniertages mit dem U16 Nachwuchs des Turnierveranstalters FC Iserlohn 46/49 ein vermeintlich leichterer Gegner, der dem Zebra-Nachwuchs das Leben durch tadellosen Einsatz richtig schwer machte. Der Auftritt des MSV dagegen eher statisch, ohne viel Bewegung, dazu waren hier und da Abstimmungsprobleme auszumachen, was die Partie nur bedingt ansehnlich machte.

Die gesundheitlich angeschlagene Chantal Schmitz bereitete dem bis dato erfolglosen Anrennen in der 26. Minute durch energisches Nachsetzen ein Ende und sorgte mit einem trockenen Schuss aus 15 Metern für das entscheidende 1:0 Siegtor.

Tor: 0:1 Schmitz(26.)

Nach Abschluss der beiden Vorrundengruppen ergaben sich wiederum zwei Zwischenrundengruppen, in denen in Gruppe 1 der Gruppensieger MSV Duisburg gegen den U16 Nachwuchs der SGS Essen und erneut Borussia Mönchengladbach anzutreten hatten.

Zwischenrunde, Spiel 1: MSV Duisburg - SGS Essen 1:1
Auf Augenhöhe waren in der Zwischenrunde die U16 der SGS Essen und der MSV DuisburgDas Derby der beiden West-Teams begann auf hohem Niveau, bei dem der Nachwuchs von der Ardelhütte besser aus den Startlöchern kam. Nach einem präzisen Pass in die Schnittstelle der MSV Abwehr setzte sich eine Essener Stürmerin im Laufduell durch und brachte ihr Team in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Die Zebras steckten nicht auf, drängten auf den Ausgleich. doch richtig brenzlig wurde es für die SGS aber fast ausschließlich bei Standardsituationen.

Eine dieser Standards sorgte dann in der 20. Minute in der Tat für den umjubelten Ausgleich. Meret Hauser hatte das Leder hineingegeben und da die Essenerinnen die Situation nicht entscheidend klären konnten, war erneut Linksfuß Chantal Schmitz zur Stelle und hämmerte die Kugel vorbei an Freund und Feind zum 1:1 in die Maschen.

Tore: 1:0 (7.), 1:1 Schmitz(20.)

Zwischenrunde, Spiel 2: Borussia Mönchengladbach - MSV Duisburg 0:1
Beim Rematch der beiden Vorrundengegner erwischten die Duisburgerinnen einen Blitzstart. Kim Dannehl schlug in der 5. Minuten einen blitzsauberen Pass über 25 Meter auf die linke Seite auf die pfeilschnelle Selvinaz Yalci, die sich zunächst im Laufduell mit ihrer Gegenspielerin den entscheidenden Vorsprung herausarbeitete, um das Spielgerät an der herausstürzenden Borussia-Keeperin zur frühen 1:0 Führung vorbeizuspitzeln. Knapp Kiste - Die Gladbacherinnen hatten den MSV Angriff in der Zwischenrundenbegegnung trotz der Niederlage sehr gut im Griff

Auch Michelle Brücken im MSV Tor wurde in der Folge ordentlich beschäftigt, zeigte sich u.a. in der 10. Minute auf dem Posten, als sie eine gefährliche Situation durch reaktionsschnelles Herauslaufen entschärfte. Machtlos wäre der Neuzugang vom SV Rees in der 22. Minute gewesen, doch ein aus zentraler Position getretener Freistoß der Gladbacherinnen prallte gegen den linken Außenpfosten des Duisburger Gehäuses und von dort ins Aus.

Die Zebras retteten den knappen Erfolg über die Ziellinie und verfolgten nun auf der Tribüne mit Spannung das nachfolgende Duell zwischen eben jenen Gladbacherinnen und der SGS Essen. Unterstützung erfuhr in dieser Partie die von Angelika Kirsch trainierte Borussia durch den MSV Nachwuchs, da eine Punkteteilung bzw. ein Mönchengladbacher Erfolg gleichbedeutend mit einem Duisburger Finaleinzug war.

Und siehe da, der VfL besiegte die SGS in einem hochklassigen Spiel mit 1:0, was die Duisburger Endspielteilnahme besiegelte. Gegner sollte hier mit der SuS Scheidingen erneut ein Team aus der Duisburger Vorrundengruppe A sein, die sich nach Elfmeterschießen gegen den SC Fortuna Köln durchsetzte.

Tor: 0:1 Yalci(5.)

Finale: MSV Duisburg - SuS Scheidingen 5:3 (1:1) n.E.
Hochmotiviert ging der MSV Duisburg in das Endspiel gegen die SuS Scheidingen und ganz im Gegensatz zur Vorrundenpartie, als man erst nach der Hälfte der Spielzeit so richtig in die Partie fand, legten die Zebras direkt vom Anpfiff an los, wie die Feuerwehr. Vielleicht lag das hohe Angangstempo ja auch an der lautstarken Anfeuerung durch das U17 Team des BV Borussia Bocholt, die die Zebra-Mädels in voller Kaderstärke die komplette Begegnung über mit weiß-blauen Schlachtrufen anfeuerten.

Höchste Eisenbahn - Sonja Reichel(MSV) sorgt mit ihrem Treffer kurz vor Ende der regulären Spielzeit für Jubel bei den DuisburgerinnenHochkarätige Einschussmöglichkeiten ließen nicht lange auf sich warten. So hätte Jalila Benahmed ihr Team bereits nach nur 3 Minuten in Führung schießen können, doch die SuS Torfrau reagierte auf den Schuss aus 9 Metern mit einem Reflex und bewahrte die Westfälinnen damit vor dem Rückstand. Bereits 3 Minuten später stand die Keeperin erneut im Brennpunkt und klärte gegen Meret Hauser und auch zwei Zeigerumdrehungen später verpasste Melissa Kess die MSV-Führung, wobei sie dabei in spitzem Winkel sehr robust von ihrer Gegenspielerin mitsamt Ball abgeräumt wurde.

So kam es, dass sich die Scheidingerinnen zur Hälfte der 30 minütigen Spielzeit mehr und mehr befreien konnten und sich MSV Schnapperin Rici Rumohr in Minute 15 bei einem schnellen Konter über die rechte Seite mit abschließendem Torschuss zum erste Mal richtig strecken musste. Es blieb weiter torlos, bis die SuS Scheidingen in der 21. Minute mit einem weiteren, effektiv zu Ende gespielten Konter überraschend mit 0:1 in Front ging.

Nun hieß es für die MSV-Mädels, alles auf eine Karte zu setzen und die letzten Kräfte zu mobilisieren. Die SuS verlangsamte den Spielfluß geschickt und mehrere, verletzungsbedingte Unterbrechungen auf Seiten des Gegners trugen dazu bei, dass die Zeit fast schon mit rasender Geschwindigkeit heruntertickte. Zwei Minuten waren noch zu absolvieren, als der Vervölgyi-Truppe auf der rechten Seite ein Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen wurde.

Kein Halten mehr - Die MSV Mädels stürmen auf dier beiden Elfmeter-Heldinnen zuMeret Hauser gab das Leder hoch in den Sechzehner auf den langen Pfosten, wo es von der SuS Torfrau nicht komplett unter Kontrolle gebracht werden konnte und Sonja Reichel vor die Füße fiel. Die aufgerückte Mittelfeldstrategin schaltete blitzschnell und drückte den Ball zum 1:1 ins Netz und hätte sich für ihren Premierentreffer im Zebra-Trikot wirklich keinen besseren Moment aussuchen können.

So retteten sich die Jungzebras (an den Spielanteilen gemessen absolut verdient) ins Elfmeterschießen und unter diesen Umständen gab es natürlich keine Frage, wer den ersten MSV-Elfer schießen würde: Sonja Reichel trat an und das Spielgerät zappelte zum ersten Mal im Netz. Die Gegnerinnen schienen verunsichert, so dass die erste SuS Schützin das Leder über den Kasten jagte.

Für den MSV trat nun Melissa Kess an und verwandelte sicher. Daraufhin war es Zeit für den Auftritt von Zebra-Schnapperin RiciDa ist das Ding - Auch in der zweiten Auflage geht der Wanderpokal des Iserlohner Sommercups nach Duisburg Rumohr, die die nächste Schützin ausguckte und sich den präzise getretenen Ball aus der rechten, unteren Ecke fischte. Selbst wenn Sahibe Baysal im Anschluss nur den Pfosten traf, war die Entscheidung eher aufgeschoben als aufgehoben und jeder kann sich ausmalen, was passierte, als die fünfte MSV Schützin Lea Berndorf wenige Sekunden später für das 5:3 und damit die endgültige Entscheidung sorgte.

Die Angreiferin wurde praktisch vom Kollektiv der Zebraherde über den Haufen gerannt. Natürlich vergaßen die MSV-Mädels auch Rici Rumohr nicht, die die Nächste war, die von einer vielfüßigen Spielerinnentraube begraben wurde. Als sich die wild feiernde Zebrahorde wieder einigermaßen gefangen hatte, wurden freilich auch die unentwegt anfeuernden U17 Spielerinnen von Borussia Bocholt mit Beifall und einer extra La Olá bedacht. Alles in allem für die junge Zebra-Truppe ein perfektes Wochenende, sowohl auf- wie auch abseits des Platzes binnen kurzer Zeit zu einer Einheit gefunden hat, die nötig ist, um das anvisierte Ziel Klassenerhalt selbstbewusst angehen zu können.

Tore: 0:1 (21.), 1:1 Reichel(29.)
Elfmeterschießen: 2:1 Reichel, SuS verschießt, 3:1 Kess, Rumohr hält, 4:1 Yalci, 4:2, Baysal verschießt, 4:3, 5:3 Berndorf

Endstand
1. MSV Duisburg
2. SuS Scheidingen
3. SC Fortuna Köln
4. Borussia Mönchengladbach U16
5. SGS Essen U16
6. Borussia Bocholt
7. SC Drolshagen
8. FC Iserlohn 46/49 U17
9. SV Rees
10. FC Iserlohn 46/49 U16

Kader MSV Duisburg: Rumohr, Brücken, Düllmann, Dohmen, Brück, Gnida, Hauser, Diart, Dannehl, Weyers, Kacan, Kreische, Reichel, Benahmed, Baysal, Schmitz, Yalci, Berndorf

Torschützinnen:
2x Jalila Benahmed
2x Chantal Schmitz
2x Selvinaz Yalci
1x Sahibe Baysal
1x Sonja Reichel