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U17: Derbysieg! Lisanne lässt die Emotionen explodieren

Derbysieg! Lisanne lässt die Emotionen explodieren

Der pure Wahnsinn - Lisanne Grusa trifft kurz vor Schluss zum nicht mehr für möglich gehaltenen 2:1 im Derby gegen die SGS EssenDuisburg (mm) - Es war einer dieser ganz speziellen Momente. Gerade einmal drei Minuten waren im Derby zwischen den B-Juniorinnen des MSV Duisburg und der SGS Essen im Rahmen des 12. Spieltags der U17 Regionalliga West noch zu spielen, als MSV Kapitänin Lisanne Grusa die Emotionen an der Mündelheimer Straße in einem bis dato mittelmäßigen Spiel mit einer einzigen Aktion zur Explosion brachte.

Um genau 16:34 Uhr schnappte sich die quirlige Mittelfeldspielerin das Leder in diesem für den MSV so immens wichtigen Spiel beim Stand von 1:1 in über 30 Meter Torentfernung, startete ein Solo durch die komplette, gegnerische Hälfte, setzte sich mit einer Energieleistung gegen 2 Essenerinnen durch. drang von links in den Strafraum ein, um den Ball aus 8 Metern mit voller Wucht zum genauso glücklichen, wie entscheidenden 2:1 Siegtreffer in die Maschen zu hämmern.

U17 Regionalliga West, 12. Spieltag, MSV Duisburg - SGS Essen U16 2:1 (1:1)

Einhergehend mit dem unerwarteten Punktverlust des bisherigen Spitzenreiters Fortuna Freudenberg, der nicht über ein 2:2 Unentschieden bei der Warendorfer Sportunion hinauskam, übernahmen die Zebramädels durch diesen Derbysieg zwei Spieltage vor Saisonende die Tabellenführung und haben es nun selbst in der Hand, den ein Punkte Vorsprung im Rennen um den Aufstieg in die B-Juniorinnen Bundesliga ins Ziel zu retten.

Wiedersehen - Mit Lisa Arend(MSV) und Jülide Mirvan(SGS) standen zwei ehemalige Teamkolleginnen gegenüberDie U17 Teams von Alemannia Aachen und dem FC Rhade können nach diesem Spieltag mit jeweils 7 Punkten Rückstand auf den Aufstiegsplatz und maximal zu vergebenen 6 Zählern nicht mehr auf den Bundesligaaufstieg hoffen, werden aber mit Sicherheit für die kommende Saison wieder schlagkräftige Teams parat haben, die mit frischem Schwung einen erneuten Anlauf nehmen werden.
Die restliche Partie der beiden Westrivalen aus Duisburg und Essen, in die beiden Teams mit Verletzungssorgen gingen, ist verhältnismäßig schnell erzählt, denn trotz der Tatsache, dass zur Wahrung der Aufstiegsschance ein Heimsieg die ultimative Pflicht für die Vervölgyi Truppe darstellte, taten die Gastgeberinnen in der ersten Hälfte nicht viel, um den Nachwuchs von der Ardelhütte unter Druck zu setzen. Statischer Spielaufbau und fehlende Laufbereitschaft gestalteten das "Unternehmen Derbysieg" relativ schwierig, bis Zebra-Kapitänin Lisanne Grusa nach einer guten, halben Stunde von alledem genug gesehen hatte und aus 23 Metern zentraler Position einfach mal draufhielt.

Der Ball senkte sich kurz vor dem Gästetor und wurde von SGS Keeperin Manuela Leinung, die vermutlich Anderes vorhatte, unglücklich zum 1:0 für den MSV ins eigene Tor gelenkt. Wer allerdings nun geglaubt hatte, dass sich das Spiel des MSV durch die Führung positiv beeinflussen ließ, sah überraschenderweise vorallem nach der 50. Minute eine immer aktiver werdende Essener Mannschaft, die die Duisburger Defensive das eine, oder andere Mal überrumpelte und trotz zweiter toller Paraden vom MSV Keeperin Viola Koblenz durch die kurz zuvor eingewechselte Eileen Hillmann in der 61. Minute zum verdienten 1:1 Ausgleich kam.

Hoppala - SGS Keeperin wird vom Weitschuss überrascht und kassiert das 0:1Der Zebra-Nachwuchs reagierte zunächst geschockt, doch feuerten sich die Spielerinnen nun immer wieder an und kämpften sich in der Schlussviertelstunde zunehmen zurück in die Partie. 
Lisanne Grusa dazu: "Als wir gehört hatten, dass es bei Freudenberg Unentschieden stand, ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft und wir wollten unbedingt gewinnen".
Das beschriebene Szenario hatte zur Folge, dass sich der Ball nun vermehrt in der Hälfte der Gäste aufhielt und 8 Minuten vor dem Spielende wären die Duisburger Bemühungen beinahe belohnt worden, doch klatsche ein Kopfball von Jalila Benahmed nach einer MSV Ecke lediglich an die Querlatte des SGS Gehäuses.

Die Uhr tickte herunter, bis in der 77. Minute, wie am Anfang des Textes bereits erwähnt, die Zeit der Hauptdarstellerin mit der Rückennummer -6- schlug: ".... dann ergab sich die Chance und ich wollte das Tor einfach nur machen..."

An die Szenen, die sich direkt nach dem entscheidenden Treffer vor dem Essener Tor abspielten, wird man sich an der Mündelheimer Str. sicherlich noch in einigen Jahren erinnern. Kaum hatte die Torschützin nach dem Siegtreffer jubelnd abgedreht, wurde sie auch prompt von ihrer wildgewordenen Zebrahorde relativ unromantisch über den Haufen gerannt und standesgemäß begraben.

Die Matchwinnerin dazu nochmal im O-Ton: "
Das Gefühl [nach dem Tor} war unbeschreiblich, besonders als die ganze Mannschaft kam. Da spürt man unseren tollen Teamgeist."

Der Gast versuchte in der Restzeit, noch einmal insUnbeschreibliche Freude - Matchwinnerin Lisanne Grusa wird nach dem 2:1 von ihren Teamkameradinnen "fachgerecht begraben" Spiel zu kommen, doch die Zebras, bei denen erfreulicherweise nach 6 wöchiger Verletzungspause auch Matilda Böhm wieder Spielpraxis sammeln konnte, präsentierte sich hellwach und warfen sich energisch in alles, was auch nur im weitesten Sinne auf den Arbeitsplatz von MSV Schnapperin Viola Koblenz zugeflogen kam.

Nach dreiminütiger Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Nico Neuhaus die Partie, so dass die Zebra-Mädels ihrem Konto neben dem Derbysieg auch drei wichtige Punkte gutschreiben konnten. Allerdings mussten Spielerinnen, Trainer, Betreuer, Eltern und Fans noch sehr lange ausharren, bis nach einer viertelstündiger Nachspielzeit endlich die freudige Nachricht von der Punkteteilung zwischen Warendorf und Freudenberg verkündet werden konnte.

Zusammengefasst haben sich die Spielerinnen des MSV Trainerduos Vervölgyi/Arend mit einem unglaublich starken Siegeswillen und Charakter nun eine starke Position erkämpft, deren Ausgang sie mit ihrer eigenen Leistung selbst bestimmen können. Weiter geht die Titeljagd nach einer einwöchigen Ligapause am Samstag, den 14.06. (Anstoß: 15:00 Uhr, Dillenweg 115, 46286 Dorsten) beim FC Rhade, der bereits im Hinspiel an der Mündelheimer Str. auftrumpfte und sich mit einer starken Gesamtleistung ein 2:2 Unentschieden erkämpfte.

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Kader MSV Duisburg: Koblenz, Kess, Winter, M. Schneider, Schmitz, Arend, Kötek, Hess(41. Baysal), Rasch(55. Berndorf), Benahmed(79. Böhm)

Tore: 1:0 Grusa(32.), 1:1 Hillmann(61.), 2:1 Grusa(77.)

Gelbe Karte: Arend / -

Zuschauer: 60