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MSV-Jugend-Saisonrückblick (Teil III): U16-Achterbahnfahrt und ein tolles Comeback

Das Comeback des Jahres - Die 2015 an Leukämie erkrankte Melisa Esen(MSV) traf 813 Tage nach ihrer schweren Erkrankung gegen den FSC MönchengladbachDuisburg (mm) - Während das U17-Bundesliga-Team der Zebras mit dem vollzogenen Klassenerhalt sein Saisonziel mit Bravour erreichte, ließ sich auch der Jungjahrgang der B-Juniorinnen nicht lumpen und erfüllte mit dem fünften Platz der U17-Niederrheinliga und der damit verbundenen direkten Qualifikation für die kommende Spielzeit ebenfalls sein Soll.

Dabei ging es manchmal wie in einer Achterbahn auf und ab, weil das vorhandene starke spielerische Potenzial des Teams aus verschiedenen Gründen nicht immer komplett abgerufen werden konnte.

Immerhin hatte die Saison 2016/17 auch abseits des Spielfeldes tolle Momente, wie z.B. die Rückkehr der 2015 schwer erkrankten Zebra-Akteurin Melisa Esen zu bieten, die dem Ganzen einen positiven Abschluss verpassten.

MSV Duisburg Nachwuchsabteilung, Saisonrückblick 2016/17 C-Juniorinnen (U16) Teil III

Starkes Comeback - Kam nach fast zweimonatiger Verletzungspause bärenstark zurück - Melina Agca(MSV)Mit dem jüngsten Kader, den jemals eine Mannschaft in der B-Juniorinnen-Niederrheinliga aufgeboten hatte, gingen die U16-Mädchen des MSV Duisburg in die Saison 2016/17. Neben dem bestehenden Stamm des Vorjahres schafften mit Melina Agca, Tamina Gähler, Shirley Huiskens, Lara Kindac, Ena Mahmutovic und Mailin Paplewski gleich sechs Mini-Zebras des Jahrgangs 2003 den direkten Sprung von den D-Juniorinnen in den Kader des U17-Niederrheinligateams.

Der Saisonstart gelang mit einem 2:1-Erfolg beim SV Rees vielversprechend, doch erwiesen sich in den folgenden Partien fehlende Routine wie auch Leistungsschwankungen als Manko. Das mitunter fehlende Selbstvertrauen bei den Nachwuchs-Zebras mochte vielschichtige Gründe haben, mehrere Trainerwechsel binnen der abgelaufenen elf Monaten dürfte sicherlich einer davon gewesen sein. Dass der Erfolg nicht über Nacht kommt, musste Ex-U13-Coach Niklas Seeger feststellen, der das Team Anfang Oktober übernahm und langsam aber sicher auf die Erfolgsspur zurückführte.

Beeindrucken konnten die Zebras mit leidenschaftlichen Auftritten trotz der 3:5-Heimniederlage gegen die DJK Thomasstadt Kempen, beim 3:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach im Rahmen des U15-Regionalcups und vor allem beim Spitzenspiel der Niederrheinliga gegen den Duisburger FV 08, als man das Duisburger Derby mit sage und schreibe 7:2 für sich entscheiden konnte.

Großer, kleiner Rückhalt - Ena Mahmutovic(MSV) lieferte als jüngste Torhüterin der Liga eine bärenstarke Vorstellung ab und sicherte ihrem Team so manchen ZählerIn der Rückrunde der U17-Niederrheinliga blieben die MSV-Mädels nach einen starken 12:0 zum Start gegen den SV Rees bis auf die überflüssige 0:1-Niederlage beim TSV Urdenbach ungeschlagen und stellten trotz des jungen Alters mit reinem Blick auf die spielerischen Aspekte das stärkste Team der Liga.

Lediglich kleinere Defizite in der Konstanz während der 2 x 40 Minuten Spielzeit verhinderten eine bessere Punktausbeute, was in den Partien in Moers (2:2 nach 2:0 -Führung) und gegen die DJK BW Mintard (3:3 nach 3:1-Führung) im Endergebnis jeweils noch in zwei Unentschieden resultierte.

Dass der Fußball manchmal auch sonst unglaublich tolle Storys schreibt, bewies die Geschichte des MSV-Nachwuchsspielerin Melisa Esen.

Nach ihrem Wechsel vom TV Voerde zu den Zebras Mitte 2015 erkrankte das Fußballtalent an AML (Blutkrebs) und musste sich beim Kampf gegen diese in vielen Fällen tödliche Krankheit einer langwierigen Chemotherapie unterziehen. Doch die dribbelstarke Offensivspielerin der Zebras bewies in dieser schwierigen Situation ein riesengroßes Kämpferherz, arbeitete sich in kleinen Schritten zurück ins normale Leben, um am siebten Spieltag der U17-Niederrheinliga gegen den FSC Mönchengladbach, genau 813 Tage nach der schlimmen Diagnose, in der zweiten Halbzeit auf ihre Einwechslung zu warten.

Jubelzebras - Zum Abschluss der Hinrunde zeigte das junge Team eine beeindruckende VorstellungWas dann passierte war schon fast zu schön für einen Hollywood-Film. In der 58. Minute der Begegnung betrat Melisa das Feld, um exakt zehn Minuten später aus 18 Metern zentraler Position den Ball im Tor der Mönchengladbacherinnen zu versenken.
Definitiv das Comeback des Jahres!

Auch wenn neben Toptorschützin Inga Dombrowski (37 Treffer) noch weitere Stammkräfte die Mannschaft in Richtung U17-Bundesligateam des MSV verlassen, so haben gerade die Jungjahrgänge in den letzten Pflichtspielen bewiesen, dass hier in der kommenden Saison enormes Potential schlummert, um die B-Juniorinnen-Niederrheinliga "zu rocken".

Kontinuität wäre eine Eigenschaft, die man dem jungen Team für die Zukunft wünscht, um das vorhandene Potenzial optimal abrufen zu können.

  • Inga rekordverdächtig - Mit 37 Treffern konnte sich MSV-Stürmerin Inga Dombrowski die Torschützenkrone der diesjährigen Niederrheinliga-Saison aufsetzen. Dabei blieb sie nur einen Trefffer unter dem Rekord von Sarina Roszykiewicz (SV Rees), die in der Spielzeit 2015/16 38 mal ins Schwarze traf.

  • Wünsche gut geruht zu haben - Ein nicht alltäglicher Faux pas unterlief den Zebras  am 17. Spieltag gegen den SV Bedburg Hau. bei eigenem Anstoß konnten die MSV-Mädels den Ball bereits nach elf Sekunden aus dem eigenen Netz holen. Nach dem 0:2-Rückstand 180 Sekunden später bewiesen die Duisburgerinnen allerdings Charakter und gewannen die Partie noch mit 5:2

  • Sixpack - Gleich sechsmal traf Inga Dombrowski am 20. Spieltag der Niederrheinliga beim 9:3-Erfolg bei der DJK Thomasstadt Kempen und toppte damit die fünf Treffer ihrer Teamkollegin Leonie Jäger aus der Partie gegen den FSC Mönchengladbach