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U16: Zebras beschließen Istria-Cup 2017 mit drittem Platz

Die U16 Zebras des MSV Duisburg belegten beim 20. Istria Cups 2017 den guten, dritten PlatzPula (mm)  -  Mit dem dritten Platz haben die BII-Juniorinnen des MSV Duisburg den diesjährigen Istria-Cup in der U17-Alterskategorie abgeschlossen. Vom anvisierten Finaleinzug musste man sich nach einem temporären Blackout im Elfmeterschießen des Halbfinals gegen die SpVgg Attenkirchen, sowie fragwürdiger Randerscheinungen während dieser Begegnung verabschieden.

Trotzdem konnte man schlussendlich ein überwiegend positives Fazit der eigenen Leistung ziehen und stellte mit Inga Dombrowski mit fünf Treffern immerhin die Torschützenkönigin in der entsprechenden Alterskategorie.

In der U17-Niederrheinliga haben die Zebra-Mädels am übernächsten Sonntag dann die Option, durch einen Auswärtssieg bei der DJK Thomasstadt Kempen auch rechnerisch das Saisonziel, nämlich die direkte Qualifikation für die kommende Saison in der Niederrheinliga, unter Dach und Fach zu bringen.

David gegen Goliath - Melisa Esen(MSV) hatte gegen die Gastgeberinnen eine Menge Arbeit zu verrichten20. Istria-Cup, Kategorie U17 weiblich

Vorrundengruppe A, Spiel 2, ZNK Istra 1961 Pula I - MSV Duisburg   1:2 (1:1)
Zu Beginn des zweiten Turniertags stand für die in der Auftaktbegegnung gegen den FSV Höhenrain siegreichen Zebras die Partie gegen ZNK Istra 1961 Pula I an, die ebenfalls mit einem 4:1 gegen den  FC Gerolfing sehr erfolgreich in den Wettbewerb gestartet waren. Trotz der offensichtlichen physischen Vorteile der Lokalmatadorinnen hatte der MSV zunächst mehr vom Spiel, konnte aber trotz einer guten Möglichkeit von Inga Dombrowski nach Zuspiel von Leonie Jäger in der elften Minute kein Kapital aus den Feldvorteilen schlagen.

Ganz anders die Gastgeberinnen, die sich nach 13 Minuten zum ersten Mal dem MSV-Gehäuse näherten, wuchtig aus 18 Metern halbrechter Position abzogen und mit einem Flachschuss ins linke Toreck die etwas überraschende Führung erzielten. Im Gegenzug fast der Ausgleich, doch Melina Agca verzog bei ihrem Schuss von der Strafraumkante knapp. Aufgeschoben war in diesem Fall aber nicht aufgehoben, den quasi mit dem Pausenpfiff hebelten die Duisburgerinnen die ZNK-Defensive mit einem  schnellen Angriff aus. Tamina Gähler spielte mit Inga Dombrowski einen doppelten Doppelpass, worauf Tamina das Leder im Abschluss eiskalt zum 1:1 versenkte.

Erleichterung - Die MSV-Mädels feiern nach Spielende den GruppensiegNach dem Seitenwechsel bemühten sich die Nachwuchs-Zebras weiterhin das Tempo und den Druck hochzuhalten, hatten aber immer wieder mit der sehr robusten Spielweise der zwei- bis drei Jahre älteren Kroatinnen zu kämpfen. Das stellte den Schiedsrichter allerdings vor keine größeren Probleme, denn er pfiff eine detaillierte, aber klare Linie. Etwas zu gut meinte es der Referee in  der 29. Minute, als er MSV-Stürmerin Sabrije Krasniqi, die alleine vor der gegnerischen Torfrau auftauchte, zurückpfiff und den Zebras stattdessen einen Freistoß zusprach.

Auch das war kein Problem, da Inga Dombrowski sich das Spielgerät in 20 Metern Torentfernung in zentraler Position zurechtlegte, nach dem Pfiff rechts oben in den Winkel zum vielumjubelten 2:1 ins Tor beförderte. In den verbleibenden Minuten zogen die Gastgeberinnen nochmal alle Register, drängten mit aller Macht auf den Ausgleich, doch die MSV-Abwehr leistete sich keinen Fehler, so dass sich das Team von Niklas Seeger nach dem Abpfiff über drei weitere Punkte freuen konnte.

Tore: 1:0 (13.), 1:1 Gähler (20.), 1:2 Dombrowski (29.)

Gelbe Karten: #9, #11 / -

Hattrick - Selma Fohrer sorgte mit ihrem Hattrick gegen den FC Gerolfing schnell für klare VerhältnisseVorrundengruppe A, Spiel 3, MSV Duisburg - FC Gerolfing   7:0 (3:0)

Nach dem hart erkämpften 2:1-Erfolg gegen ZNK Istra 1961 Pula hätte den MSV-Mädchen im letzten Vorrundenspiel gegen den FC Gerolfing ein Unentschieden den Gruppensieg genügt, allerdings hatten die Gegner aus Oberbayern im bisherigen Wettbewerb noch kein Erfolgserlebnis feiern können, so dass die Aufgabenstellung auf den ersten Blick nicht unbedingt unlösbar schien. In der Tat sahen die Zuschauer, die auf Duisburger Seite von Fußballern des VfR Fischeln ergänzt wurden, eine sehr einseitige Begegnung, die Selma Fohrer mit einem Hattrick in den ersten zwölf Minuten quasi im Alleingang entschied.

Zunächst wurde sie nach 180 Sekunden bei ihrem Weg durch die Gegner nicht entschieden angegriffen und konnte problemlos zur Führung einschieben, bevor sie vier Minuten später von der guten Vorarbeit von Tuana Cetinkaya profitierte und auf 2:0 erhöhte. Auch beim 3:0 verspürte die Doppeltorschützin nur sehr wenig Gegenwehr, so dass sie den Hattrick und gleichzeitig auch den Halbzeitstand herstellen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen auf dem Platz nichts, so dass Vicki Hoffmeister im Anschluss an einen missratenen Abstoß des FCR, sowie Sabrije Krasniqi und zweimal Inga Dombrowski im Verlauf des zweiten Durchgangs zum 7:0 trafen. Damit beendeten die Zebras die Vorrundengruppe A mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 13:1 und bekamen mit der SpVgg Attenkirchen den Zweiten der Gruppe B für das Halbfinale zugeteilt.

Tore: 1:0 Fohrer (3.), 2:0 Fohrer (7.), 3:0 Fohrer (12.), 4:0 Hoffmeister (25.), 5:0 Krasniqi (33.), 6:0 Dombrowski (33.), 7:0 Dombrowski (38.)

Gelbe Karten: - / -

HGegensätze - Die Leistung der Schiedsrichterin im Halbfinale war teilweise bodenlosalbfinale, MSV Duisburg - SpVgg. Attenkirchen   0:0 (1:3 n.E.)

In der Vorschlussrunde hatten es die Zebras mit dem bayrischen Kreisligisten SpVgg. Attenkirchen zu tun und hier fand man anstelle des angekündigten Naturrasenplatzes eine in westlichen Fußballkreisen salopp unter dem Oberbegriff "Acker" geführte Spielfläche, der die nächtlichen Regenfälle arg zugesetzt hatten. Während zumindest mit dieser Gegebenheit beide Teams zu kämpfen hatten, erwies sich die Schiedsrichterin im Spielverlauf mehr und mehr als hoffnungslos überfordert.

Zu früh gefreut - Die Zebras konnten die Führung im Elfmeterschießen gegen die SpVgg Attenkirchen nicht über die Runden rettenWährend ihr unfreiwilliger Bodenkontakt bei normalem Rückwärtslaufen für den einen, oder anderen zumindest noch ansatzweise belustigend wirkte, so war das die Leistung der Spielleiterin mit Sicherheit nicht. Zwar fanden auch die MSV-Mädels gegen die sehr tief stehenden Gegnerinnen kein probates Mittel, um den Abwehrriegel zu knacken, doch brachen unzählige Entscheidungen der Schiedsrichterin der Partie dann endgültig das Genick.

Schlimmer war allerdings noch die Konfusion vor dem nach der torlosen Spielzeit stattfindenden Elfmeterschießen, da offensichtlich niemandem der anwesenden Offiziellen aufgefallen war, dass die SpVgg. Attenkirchen mit dem sechsten Spielerwechsel während der Begegnung einen eindeutigen Regelverstoß begangen hatte. Der Turnierveranstalter muss sich die Frage gefallen lassen, warum die dem Platz zugeteilten zwei Offiziellen nach Beendigung der regulären Spielzeit nicht sicherstellten, dass bei beiden Mannschaften keine Spielerin von der Bank das Spielfeld betrat und verließ, und warum nicht alle Namen der aktiven Spielerinnen notiert wurden.

Wie dem auch sei, die Zebras hätten die Sache vom Punkt lösen können, doch versagten nach gutem Beginn und dem Treffer von Sabrije Krasniqi allen weiteren Schützinnen des MSV die Nerven, so dass man das Strafstoßduell am Ende mit 1:3 verlor und damit der Traum vom Finaleinzug jäh geplatzt war.

Tore: - / -

Gelbe Karten: - / -

Elfmeterschießen: SVA verschießt, 1:0 Krasniqi, SVA verschießt,  Plassmann verschießt, 1:1, Gähler verschießt, 1:2, Jäger verschießt, 1:3

Big save - Ena Mahmutovic brachte die Zebras gegen Pula auf die SiegerstraßeSpiel um Platz drei, MSV Duisburg - ZNK Istra 1961 Pula I   4:2 n.E.

Nachdem sich nach der Niederlage gegen die SpVgg. Attenkirchen die von den MSV-Mädels angestrebte Finalteilnahme sozusagen in Wohlgefallen aufgelöst hatte und der vom MSV eingereichte Einspruch gegen die Wertung des Halbfinals negativ beschieden worden war, ging es für die Mädchen nun darum, das Geschehene trotz allem schnellstmöglich auszublenden und sich um den Wettstreit um Platz drei zu konzentrieren.

Dieser wurde auf Wunsch beider Teams ebenfalls vom Strafstoßpunkt ausgetragen und hier schlug zunächstmal die Stunde von Zebra-Keeperin Ena Mahmutovic. Der Torwart-Floh schnappte sich direkt den ersten Strafstoß des ZNK Istra 1961 Pula und schaffte damit die besten Voraussetzungen für die folgende MSV-Schützin Sabrije Krasniqi, die genau wie im vorangegangenen Strafstoßschießen eiskalt blieb und sicher zum 1:0 für die Zebras verwandelte.

Zwar verwandelten auch die Gastgeberinnen zwei der nächsten drei Elfmeter, doch da auch Inga Dombrowski, wie auch Tamina Gähler keine Nerven zeigten, hatte es Melina Agca als vierte Schützin der Zebras auf dem Fuß, für die Entscheidung zu sorgen. Konzentriert lief sie an und beförderte das Leder unhaltbar unter die Latte, was gleichbedeutend mit dem 4:2-Endstand und dem Gewinn des dritten Platzes war.

Das tröstete natürlich nur bedingt über die vorangegangenen Ereignisse hinweg, war aber immerhin etwas Balsam auf die Zebra-Seele.

Elfmeterschießen: Mahmutovic hält, 1:0 Krasniqi, 1:1, 2:1 Dombrowski, ZNK verschießt, 3:1 Gähler, 3:2, 4:2 Agca

Fazit: Trotz der unglücklichen Halbfinalniederlage gegen die SpVgg Attenkirchen können die Zebras mit dem ersten Auftritt beim 20. Istria Cup aus sportlicher Sicht zufrieden sein. Als besondere Herausforderung bei dem Turnier an der kroatischen Adria erwiesen sich die wechselnden Anforderungen an die sehr junge Truppe, die dem unterschiedlichen Leistungsstand der jeweiligen Gegnerinnen geschuldet war.

Natürlich muss man die Gründe für die anvisierte, aber verpasste Finalteilnahme teilweise auch bei sich selbst suchen, da nicht alle Spielerinnen in der wichtigen Partie ihr Leistungsmaximum abrufen konnten, doch gab es auch spielerische wie auch moralische Highlights zu verzeichnen, wie z.B. die leidenschaftlich geführte Vorrundenpartie gegen ZNK Istra 1961 Pula, bei der man einen 0:1-Rückstand gegen körperlich haushoch überlegene Gegnerinnnen noch in einen Sieg umwandeln konnte.

Für den Endspurt in der Niederrheinliga ist auf jeden Fall sehr wertvoll, dass die Zebraherde ohne größere Blessuren die morgige Heimreise antreten und sich somit vollkommen auf die Meisterschaft konzentrieren kann.

Kader MSV Duisburg: Mahmutovic, Huiskens, Koç, Magoli, Irevül, Paplewski, Behnke, Cetinkaya, Plassmann, Schwind, Agca, Öner, Fohrer, Zäh, Gähler, Dombrowski, Krasniqi, Hoffmeister, Jäger, Esen, Wennemann