U16: Jung-Zebras beim U17 Girls Cup mit versöhnlichem Jahresabschluss

Mit Spaß zum Erfolg - Der junge Zebranachwuchs schlug sich beim Rhader U17 Girls Cup mehr als achtbarDorsten/Duisburg (mm) - Ihren letzten sportlichen Auftritt des Jahres hatten am vergangenen Samstag die BII-Juniorinnen des MSV Duisburg beim traditionellen U17 Girls Cup des SSV Rhade. Nach einer ausgeglichenen Vorrunde setzte man sich in der folgenden Runde gegen Borussia Bocholt durch, musste sich aber anschließend im Viertelfinale der Aachener Alemannia geschlagen geben.

Der Turniersieg ging verdient an den SV Meppen, der über den gesamten Turnierverlauf konstanteste Team stellte und sich im Endspiel nach Neunmeterschießen gegen die DJK Wacker Mecklenbeck durchsetzte.

Letztendlich ein versöhnlicher Abschluss eines aufregenden Sportjahres 2016 für die BII-Juniorinnen, das nach anfänglicher Unruhe und Rückschlägen zu Beginn der aktuellen Saison inzwischen in die richtigen Bahnen gelenkt scheint und das nach den letzten Eindrücken einen vielversprechenden Ausblick auf 2017 erlaubt.

U17 Girls Cup 2015 SSV Rhade

Zur Sache - Artenschutz war für die Jung-Zebras nicht unbedingt angesagt Vorrunde Gruppe A, Spiel 1, SSV Rhade - MSV Duisburg 3:1
Im Eröffnungsspiel des Turniers trafen die Zebras direkt mit dem SSV Rhade auf den aktuellen Tabellenführer der B-Juniorinnen-Westfalenliga. Rein technisch befanden sich die MSV-Mädels zwar mindestens auf dem gleichen Level, doch war gleichzeitig auch erkennbar, dass dies der erste Einsatz der Truppe auf dem Hallenparkett überhaupt war. Die ersten Möglichkeiten gehörten den Duisburgerinnen, wobei es direkt bei einem der ersten MSV-Vorstöße eine Schrecksekunde gab, als die Rhader Keeperin in die auf sie zustürmende Tamina Gähler mit beiden gestreckten Beinen voraus rasselte.

Natürlich ohne Vorsatz, aber für ähnliche Situationen im späteren Turnierverlauf auf jeden Fall erinnernswert. Glück für die Duisburgerin, dass sie bei der Aktion unverletzt blieb. Kurze Zeit später fingen sich die Zebras nach einem gut ausgespielten Konter in der dritten Minute das frühe 0:1. Bestes Beispiel für die fehlende Hallenerfahrung auf Duisburger Seite dann 120 Sekunden später, als der SSV Rhade die MSV-Mädels mit einer blitzschnellen Freistoßkombination und dem daraus folgenden 0:2 übertölpelte.

Trotz des Rückstands hatte das Team von Niklas Seeger in dieser Phase mehr vom Spiel, aber es fehlte halt das nötige Quäntchen Glück, dass man gelegentlich zum Erfolg braucht. So rutschte Inga Dombrowski in der sechsten Minute auf dem Weg zum 1:2 frei vor der SSV Keeperin aus, im Gegenzug fiel dann dummerweise das 0:3 zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Trotzdem fanden die Kickerinnen in den blau-weiß gestreiften Zebratrikots von Minute zu Minute besser ins Spiel und schnürten die Gastgeberinnen vor dem eigenen Tor fest.

Mit einer etwas besseren Chancenverwertung wäre hier definitiv mehr möglich gewesen, als der 1:3-Anschlusstreffer durch Inga Dombrowski in der 10. Minute.

Tore: 1:0 (3.), 2:0 (5.), 3:0 (7.), 3:1 (3.)

Volle Kraft voraus - Gegen Borussia Emsdetten ging es darum, liegengelassene Punkt gutzumachenVorrunde Gruppe A, Spiel 2, MSV Duisburg - Borussia Emsdetten 3:2
In der zweiten Begegnung des Tages hatte es der MSV mit dem Westfalenligisten Borussia Emsdetten zu tun und wie schon in der ersten Partie schien das glatte Parkett für den Zebra-Nachwuchs immer noch etwas ungewohnt, so dass gepaart mit ein paar personellen Umstellungen zunächst kein richtiger Spielfluss aufkommen wollte. Auch für die Borussia galt das Gleiche, so dass es erst nach sieben Minuten richtig interessant wurde. Selina Magoli bekam das Leder auf der rechten Seite nach einer Balleingabe zugepasst und die Spielführerin der Zebras traf unhaltbar zur 1:0-Führung. Brandgefährlich wurde es für die Duisburgerinnen erst wieder durch einen eigenen Verstoß gegen die vier-Sekunden-Regel, der im Nachschuss zum Ausgleich führte.

Allerdings legten sich die MSV-Mädels wie schon in der ersten Begegnung richtig ins Zeug, was nach einem "Strahl" von Inga Dombrowski in der zehnten Minute im 2:1 resultierte. Wenige Sekunden später ging Leonie Jäger über die linke Seite, zog zwei Abwehrspielerinnen der Borussia auf sich und nahm das zur Veranlassung, die dadurch im Zentrum freistehende Inga Dombrowski zu bedienen.

Letztgenannte hatte wenig Mühe, zur vermeintlichen 3:1-Vorentscheidung einzuschieben. Doch dann setzte das Team aus dem Emsland nochmal alles auf eine Karte und kam in der letzten Minute noch auf 2:3 heran. Dadurch wurden die letzten 20 Sekunden nochmal zu einem kleinen Krimi, doch letztenendes konnten die MSV-Mädels die drei Punkte verdient auf ihrem Konto verbuchen.

Tore: 1:0 Magoli (7.), 1:1 (9.), 2:1 Dombrowski (10.), 3:1 Dombrowski (11.), 3:2 (12.)

Da machst Du nichts - Gegen Fortuna Freudenberg hatten die MSV-Mädchen nicht nur mit dem Gegner zu kämpfenVorrunde Gruppe A, Spiel 3, MSV Duisburg - Fortuna Freudenberg 0:3
Durch die vorangegangenen Ergebnisse trafen im letzten Spiel der Vorrundengruppe A mit Fortuna Freudenberg und dem MSV Duisburg zwei punktgleiche Mannschaften aufeinander, wobei schon vorher klar war, dass sich nur der Gewinner dieses Duells sicher für das Viertelfinale qualifizieren würde. Die klassenhöheren Freudenbergerinnen begannen druckvoll, doch die MSV-Abwehr stand zunächst sicher. In der dritten Minute wurde bei einem Angriff der Fortunen eine MSV-Spielerin in die Bande gecheckt, was den Schiedsrichter aber (warum auch immer) nicht dazu veranlasste, in die Pfeife zu blasen.

Den sich aus dieser Situation ergebende Vorteil nutzte Freudenberg zum 1:0. Schlag auf Schlag ging es dann ab der fünften Minute. Zunächst nutzte Tamina Gähler eine Großchance nicht zum Ausgleich und im Gegenzug kassierte Leonie Jäger eine zweiminütige Zeitstrafe, die das Team aus dem Siegerland kurz vor Ablauf cool zum 2:0 nutzte. Ohne Frage war die temporäre Hinausstellung eine korrekte Entscheidung, die aber mit Blick auf die im Eingang geschilderte Aktion zur Diskussion stellt, ob hier mit gleichem Maß gemessen wurde.

Die letzten Spielminuten waren dann sehr zerfahren und von sehr vielen (inkosistenten) Freistoßentscheidungen. Das 0:3 in der zehnten Minute brachte dann die endgültige Entscheidung. Somit reichte die gezeigte Leistung der Zebras in dieser Begegnung leider nicht für eine Überraschung gegen den Favoriten und somit auch nicht für die direkte Qualifikation für die Viertelfinalspiele.

Mit drei Punkten und einem Torverhältnis von 3:8 mussten die Zebras somit als zweitbester Gruppendritter in das Qualifikationsspiel gegen den drittbesten Gruppendritten Borussia Bocholt, aus dem nur der Gewinner in das Viertelfinale einziehen wird.

Tore: 0:1 (3.), 0:2 (8.), 0:3 (10.)

Den schnapp ich mir - Gegen Borussia Bocholt schnappte sich Ena Mahmutovic einen StrafstoßViertelfinal-Qualifikation, MSV Duisburg - BV Borussia Bocholt 2:2 (4:3 n.N.)
Wie schon im Vorjahr traf der MSV beim Rhader Hallencup auf die Bocholter Borussia und auch diesmal sah alles recht schnell nach einer Wiederholung des Vorjahreserfolgs der Duisburgerinnen aus. Kaum eine Minute war gespielt, da hatte Inga Dombrowski über rechts eine Gegenspielerin ausgetanzt und abgezogen. Das Geschoss konnte zwar noch von der BVB Schlussfrau abgewehrt werden, doch im Nachsetzen war Tamina Gähler zur Stelle und lochte zum 1:0 ein. In der Folge hatten Reyhan Irevül, Inga Dombrowski und Leonie Jäger mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen, doch entweder stand die Borussia-Keeperin goldrichtig, oder ein Abwehrbein verhinderte den Torerfolg.

Das sollte sich in der siebten Minute rächen, in der Bocholt quasi aus dem Nichts zum Ausgleich kam. Nun kippte die Begegnung mehr und mehr und der Regionalligist aus dem westlichen Münsterland drängte auf die Führung, die dann 2 Minuten vor dem Ende fiel, indem Leonie Jäger eine scharfe Hereingabe unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Logischerweise setzten die Jung-Zebras nun alles auf eine Karte und MSV Coach Niklas Seeger nahm Keeperin Ena Mahmutovic für Feldspielerin Mailin Paplewski aus dem Tor. Die Hallenuhr interessierte das relativ wenig, denn sie tickte erbarmungslos herunter, bis die Duisburgerinnen das Leder in den Schlusssekunden nochmal fast von der Torauslinie vor den BVB Kasten brachten.

Dort rauschte mit Tamina Gähler ausgerechnet die mit zwölf Jahren jüngste Spielerin des Turniers am langen Pfosten heran und drückte den Ball vier Sekunden vor der Schlusssirene unter dem großen Jubel der blau-weiß gestreiften "Belegschaft" zum 2:2 in die Maschen. Dadurch musste die Entscheidung nach Ablauf der regulären Spielzeit vom Strafstoßpunkt fallen und während mit Inga Dombrowski und Sabrije Krasniqi zwei Zebras erfolgreich waren, konnte MSV Torwart-Floh Ena Mahmutovic nur einmal überwunden werden. Damit stand der MSV im Viertelfinale und traf auf den Sieger der Gruppe C, Alemannia Aachen.

Tore: 1:0 Gähler (1.), 1:1 (7.), 1:2 Jäger (10./ET), 2:2 Gähler (12.)

Neunmeterschießen: Bocholt verschießt, 3:2 Dombrowski, Mahmutovic hält gg. Bocholt, Jäger verschießt, 3:3, 4:3 Krasniqi

Viertelfinalspiele
Fortuna Freudenberg - DJK Wacker Mecklenbeck 0:0 (1:2 n.N.)
SSV Rhade - DJK Arminia Ibbenbüren 0:2
SV Meppen - Warendorfer SU 3:2

Knappe Kiste - Tamina Gähler und Leonie Jäger mit vereinten KräftenAlemannia Aachen - MSV Duisburg 1:0
Auch die Begegnung Aachen gegen Duisburg gab es in der Dorstener Petrinum-Sporthalle in der Vergangenheit bereits mehrfach, wobei die Zebras im letzten Jahr mit 2:1 gewannen und sich die Mädchen aus der Printenstadt im Jahr 2014 mit 4:2 siegreich zeigten. Bei der diesjährigen Ausgabe des Girls Cups hatte sich die Aachener Alemannia in den drei Vorrundenspielen bärenstark präsentiert und von den bisherigen Gegnern (5:1 gg Arminia Ibbenbüren, 4:0 gg Borussia Bocholt, 5:1 gg SSV Rhade II) nicht allzu viel übriggelassen. Aus diesem Grund passte MSV-Coach Niklas Seeger die Taktik für seine Zebraherde entsprechend an, ließ vor dem eigenen Tor eine Dreierkette "patrouillieren", der eine Offensivkraft vorangesetzt wurde.

Das hatte zunächst den logischen Effekt, dass die Alemannia mit hohem Ballbesitzanteil versuchte, den mobilen Defensivriegel der Duisburgerinnen zu knacken. Das gelang dann auch in der vierten Minute. Nach einer schnellen Kurpasskombination wurde eine Aachenerin freigespielt, die das Leder zum 1:0 für den Regionalligisten einnetzte. Weiteren Schaden konnte der Favorit gegen den Niederrheinligisten nicht anrichten, ganz im Gegenteil bekamen die MSV-Mädels im weiteren Verlauf mehr und mehr Oberwasser und hatten in der Schlussphase durch Leonie Jäger, Tamina Gähler und Inga Dombrowski gegen die aufgerückte Aachener Defensive hochkarätige Schusschancen.

Letztenendes wurde die Schlussoffensive der Zebras nicht mehr belohnt, so dass man sich knapp geschlagen geben musste. Der Turniersieg ging in diesem Jahr an den SV Meppen, der ähnlich wie die Aachener Alemannia ein sehr souveränes Turnier spielte und wenn nötig immer wieder einen Zahn zulegen. Im Endspiel wurde es für den Bundesligisten allerdings einmal etwas eng wurde, so dass die Entscheidung nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit vom Neunmeterpunkt fallen musste. Hier hatten die Emsländerinnen mit 3:1 das bessere Ende für sich.

Tor: 1:0 (4.)

And the winner is... - Budesligist SV Meppen gewann den 6. Rhader Girlscup 2016 nach ElfmeterschießenFazit: Zusammengefasst können die Nachwuchs-Zebras nach ihrem ersten Indoor-Auftritt der Hallensaison 2016/17 mit dem Viertelfinaleinzug ein positives Fazit ziehen. Nach "holperigem" Turnierstart fand sich das mit Abstand jüngste Team immer besser zurecht, kam in der Begegnung gegen Borussia Bocholt mit Moral zurück und lieferte in der letzten Partie gegen Alemannia Aachen die beste Turnierleistung ab.

Kader MSV Duisburg: Mahmutovic, Magoli, Paplewski, Jäger, Krasniqi, Irevül, Dombrowski, Behnke, Gähler

Torschützinnen: Dombrowski, Gähler (je 2), Magoli (1)

Die nächsten Termine:

W-E-I-H-N-A-C-H-T-S-P-A-U-S-E

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