U17/2: 10:0! Zebras völlig losgelöst

Zebras außer Rand und Band - Die U16 MSV Mädels brannten gegen den FSC Mönchengladbach vorallem in der zweiten Halbzeit ein leidenschaftliches Feuerwerk abDuisburg (mm) - Dank einer Leistungsexplosion in der zweiten Halbzeit, effektivem Kombinations-Fußball und vier Toren von Leonie Jäger besiegten die U16-Mädchen des MSV Duisburg am 3. Spieltag der Qualifikationsrunde zur B-Juniorinnen-Niederrheinliga den FSC Mönchengladbach mit 10:0 (0:0).

Damit ist es für die fabelhaften Zebra-Mädels der Jahrgänge 00´&´01 nur noch ein ganz kleiner Schritt bis zum ersehnten Aufstiegs-Ziel.
Bereits am kommenden Wochenende haben die Nachwuchs-Zebras gegen Union Nettetal bei einem weiteren Heimdreier unter Umständen die Möglichkeit, die Sektkorken knallen lassen zu können.

B-Juniorinnen Niederrheinliga-Qualifikation, 3. Spieltag, MSV Duisburg - FSC Mönchengladbach 10:0 (0:0)

Tor-Jäger - Leonie Jäger machte ihrem Nachnamen mit vier Treffern alle EhreHochmotiviert von den beiden vorangegangenen Erfolgen der ersten zwei Spieltage gingen die MSV-Mädels in die Partie mit dem FSC Mönchengladbach und wollten bei ihren ersten Auftritt vor heimischem Publikum einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg in die U17-Niederrheinliga  machen. Verzichten mussten die Jung-Zebras dabei auf die angeschlagene Charlotte Eisenblätter, für die Jil Thienel in die Startelf rutschte.

Die Zebras suchten direkt den Weg nach vorne, brauchten aber zehn Minuten, bis sie in Persona von Leonie Jäger zum ersten Mal gefährlich vor dem  FSC-Tor auftauchten. Den strammen Schuss der MSV-Angreiferin von der Strafraumgrenze konnte die Mönchengladbacher Torfrau Rebecca Ros allerdings entschärfen. Die nächste nennenswerte Möglichkeit bekamen die Gastgeberinnen in der 23. Minute, als Edina Habibovic einen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position gute zwei Meter über das Tor setzte.

Die Gäste vom linken Niederrhein erspielten sich in der 35. Minute eine gute Chance, doch die alleinegelassene Stürmerin konnte nicht genug Druck hinter den Abschluss bringen. Alles in allem sahen die Zuschauer eine in einer torlosen ersten Hälfte bemühte Zebra-Elf, die noch das nötige Quäntchen Entschlossenheit vermissen ließ, was Coach Sascha Beck ebenfalls so sah:
"Es fehlte die Laufbereitschaft und damit die Anspielmöglichkeiten, die Angriffe sind nicht konsequent gespielt worden. Man wollte nicht mit dem letzten Willen das Tor machen."

Ab durch die Mitte - Michelle Sinz(MSV) narrt 2 Abwehrspielerinnen des FSCDies änderte sich schlagartig, als sich pünktlich zum zweiten Durchgang die Sonne hinter den Wolken hervortraute und die Nachwuchs-Zebras eine zweite Halbzeit präsentierten, die zu den Besten gehörte, die diese Truppe im Laufe der Saison gezeigt hat. Den Startschuss für das "bunte Treiben" gab Leonie Jäger drei Minuten nach Wiederanpfiff, indem sie aus 20 Metern zentraler Position einfach mal draufhielt und den von der FSC-Torfrau falsch eingeschätzten Schuss platziert neben dem rechten Torpfosten zum 1:0 für den MSV im Tor unterbrachte.

180 Sekunden später folgte dann ein wirklicher Leckerbissen, bei dem sich die quirlige Michelle Sinz auf der linken Seite zunächst das Leder erkämpfte, um damit mitten durch zwei Gladbacher Abwehrspielerinnen durchzuschlüpfen und eine präzise Flanke in die Mitte zu schlagen, die Inga Dombrowski gekonnt zum 2:0 einnetzte.
Der Minutenzeiger hatte sich nur zweimal um die eigene Achse gedreht, als Pary Arbab-Zadeh bei einem weiteren MSV-Distanzschuss aufmerksam nachsetzte und das von der FSC-Keeperin nur abgeklatschte Spielgerät fast mühelos über die Linie drücken konnte.

Nun lief die Angriffsmaschinerie der Zebramädels wie am Schnürchen und da vier Minuten später Leonie Jäger in 14 Metern Torentfernung relativ unbedrängt zum Abschluss kam, rappelte es ein weiteres Mal im Mönchengladbacher Karton. In dieser Druckphase kam für den Traditionsverein vom Niederrhein auch noch das Pech dazu. Eine Abwehrspielerin versuchte wenig später im Reflex den Ball im eigenen Fünfmeterraum mit der Hand abzuwehren, was wiederum Spielführerin Edina Habibovic auf den Plan rief, die den fälligen Strafstoß sicher zum 5:0-Zwischenstand im Tor unterbrachte.

Mit Fleiß zum ersten Saisontreffer - Jil ThienelSpätestens jetzt waren die jungen Zebrafohlen völlig außer Rand und Band und speziell Leonie Jäger, deren Lieblingsspieler übrigens Lionel Messi ist, wirbelte gegen die machtlose Mönchengladbacher Defensive nun genau wie ihr Vorbild durch den Strafraum und erhöhte ihr Torkonto bis zur 63. Minute mit einem Doppelschlag auf acht Treffer und den Spielstand analog auf 7:0.

Nach so viel Powerplay zeigten sich die Gäste noch einmal, hätten in der 69. Minute den Ehrentreffer erzielen können, doch die ansonsten eher arbeitslose MSV-Keeperin Franzi Dreihues zeigte sich hellwach und parierte zweimal ganz hervorragend. Nach diesem kurzen Durchschnaufer waren dann aber wieder die Zebra-Mädels an der Reihe und hier profitierte Michelle Sinz von einem weiteren Fehler von FSC-Torfrau Rebecca Ros, die einen Schuss der MSV-Außenstürmerin von der Strafraumgrenze zum 8:0 durch die Finger rutschen lies.

Damit war die Messe allerdings noch nicht ganz gesungen, denn zwei Minuten vor Schluss gelang Jil Thienel mit dem Tor zum 9:0 ihr erster Saisontreffer, während Inga Dombrowski quasi mit dem Schlusspfiff noch zum 10:0 Endstand vollstreckte. Eine vorallem in der zweiten Halbzeit absolut überzeugende Vorstellung der Zebras, die eine von vorne bis hinten perfekte Vorstellung boten und sich förmlich in einen Rausch spielten.

Kleiner Wehrmutstropfen - Sara Jacek(MSV) verletzte sich kurz vor dem EndeDieser Kantersieg lässt den MSV Duisburg nun mit 9 Punkten von der Tabellenspitze der Qualifikationsgruppe 3 strahlen und je nach Ausgang der Partie FSC Mönchengladbach-SF Königshardt, die bereits am kommenden Donnerstag aufeinander treffen, können die Mädels von Sascha Beck und Kurt Hauer bereits am kommenden Samstag, den 06.06. nach der Spiel gegen den SC Union Nettetal (Anstoß: 16.00 Uhr, Vereinsanlage Mündelheimer Straße) im Erfolgsfall den Aufstieg unter Dach und Fach bringen bzw. die Sektkorken knallen lassen.

Solange wird natürlich weiterhin konzentriert auf dieses Ziel hingearbeitet und hier kommt als kleine Auflockerung des Trainingsprogramm das Reviercup-Spiel gegen den Nachwuchs des 1. FC Köln am kommenden Mittwoch (Anstoß: 19.00 Uhr, Vereinsanlage Mündelheimer Straße) gerade recht. Die Mädels vom Geißbockheim sind amtierender Deutscher Hallenmeister, was auf eine Begegnung auf relativ hohem Niveau hoffen lässt, auch wenn die Reviercup-Runde natürlich grundsätzlich den Trainern die Möglichkeit geben soll, möglichst vielen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben und die eine oder andere Spielvariante, oder taktische Finesse auszuprobieren.

Nur noch ein kleiner Schritt - Können die Zebras am kommenden Wochenende die Sektkorken knallen lassen?Kader MSV Duisburg: Dreihues, Grund, Halverkamps (62. Magoli), Schwind, Gottschling, Thienel, Sinz, Habibovic (65. Jordan), Jäger, Arbab-Zadeh (53. Jacek)

Tore: 1:0 Jäger (43.), 2:0 Dombrowski (46.), 3:0 Arbab-Zadeh (48.), 4:0 Jäger (52.), 5:0 Habibovic (57./HE), 6:0 Jäger (60.), 7:0 Jäger (63.), 8:0 Sinz (72.), 9:0 Thienel (78.), 10:0 Dombrowski (80.)

Gelbe Karten: - / -

Zuschauer: 80

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