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U15: Mit Riesenmoral zum Heimdreier

Die Entscheidung - Sara Jacek vollstreckt nach einem Sahnepass von Leonie Jäger zum 3:2 Siegtreffer der Zebras gegen den VfL BochumLeverkusen/Duisburg(mm) - Mit zwei Partien binnen 72 Stunden haben die C-Juniorinnen des MSV Duisburg die Spieltage Nummer zwei und drei des U15 Reviercups hinter sich gebracht und lieferten dabei 2 grundverschieden unterschiedliche Auftritte ab.

Nach einer indiskutablen Vorstellung am vorigen Sonntag, als man im Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen eine völlig unnötige 1:2 (1:2)-Schlappe kassierte, kämpften sich die Nachwuchs-Zebras am gestrigen Abend nach einem frühen Rückstand mit einer mannschaftlich geschlossenen Energieleistung gegen den VfL Bochum zurück in die Partie und gewannen unter Flutlicht durch einen Doppelschlag von Pary Anna Arbab-Zadeh und ein spätes Tor von Sara Jacek noch mit 3:2.

C-Juniorinnen NRW Cup, 2. Spieltag, Bayer 04 Leverkusen - MSV Duisburg 2:1 (2:1)
Der Minutenzeiger hatte es bei bestem Fußballwetter auf dem Naturrasenplatz der Kurt-Rieß-Anlage in Leverkusen noch mal geschafft, sich einmal um die eigene Achse zu drehen, da hatten die in rot gekleideten Gastgeberinnen bereits den ersten Torjubel hinter sich. Naomi Gottschling hatte zuvor bei einem Klärungsversuch die Bayer-Spielerin Lea Kirchmann so unglücklich angeschossen, dass sich die Letztgenannte quasi mutterseelenalleine auf den Weg in Richtung MSV-Tor machen konnte und Franziska Dreíhues nach 50 Sekunden mit einem Flachschuss zum 1:0 keine Chance ließ.

Zwar konnte Edina Habibovic bereits 6 Minuten später nach energischem Nachsetzen aus 12 Metern Entfernung mit einem beherzten Schuss den 1:1-Ausgleich erzielen, doch diese Aktion sollte mit Ausnahme einer feinen Einzelleistung von Charlotte Eisenblätter 2 Minuten später für lange Zeit das letzte Positive gewesen sein, was sich das Trainerduo Beck/Hauer auf Duisburger Seite notieren konnte.

Zweiter Sieger - Die Bayer Mädels waren gegen den MSV Nachwuchs immer einen Schritt schnellerAbschläge vom Tor landeten in Reihe beim Gegner und sogar ein geordnetes Aufbauspiel fand beim MSV so gut wie nicht statt. Aus einer solchen Situation entsprang dann auch die erneute Leverkusener Führung durch Lara Plastwich in der 13. Minute, die das Leder von der Duisburger Hintermannschaft perfekt aufgelegt bekam und sich auf ihre Art und Weise mit dem 2:1 bedankte.

Lediglich Pary Anna Arbab-Zadeh konnte nach ihrer Einwechslung im zweiten Durchgang mit einigen Einzelaktionen glänzen, die aber keinen weiteren Torerfolg brachten. Ganz im Gegenteil hatte Naomi Gottschling - an diesem Spieltag einzige MSV-Akteurin in Normalform - mehrmals mit gewohnt zuverlässigem Einschreiten damit zu tun, weitere Gegentreffer zu verhindern. So reichte den Werkselfen an diesem Tag selbst eine maximal mittelmäßige Leistung, um gegen den MSV die ersten Punkte im Reviercup einzufahren.

Kader MSV Duisburg: Dreihues, Grund, Schwind, Gottschling, Dombrowski (36. Arbab-Zadeh), Plaßmann, Habibovic, Jacek, Jäger (45.Simsek), Eisenblätter (58. Thienel), Jordan

Tore: 1:0 Kirchmann (1.), 1:1 Habibovic (7.), 2:1 Plastwich (13.)

Gelbe Karten:  - / -

Zuschauer: 60
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Das geht ja gut los - Pary Anna Arbab-Zadeh(MSV) drückt den Ball zum 1:1 Ausgleich über die LinieC-Juniorinnen NRW Cup, 3. Spieltag, MSV Duisburg 3:2 (2:1)
Gespannt warteten am gestrigen Mittwochabend rund 80 Zuschauer auf die Heimpremiere der MSV-Mädels im Reviercup gegen den VfL Bochum und zumindest diejenigen, die zu den Fußballerinnen im Zebradress hielten, bekamen kurz nach Spielbeginn ersteinmal eine bittere Pille verabreicht.
Die Gäste aus der Autostadt kamen in der 11. Minute zunächst mit einem schnellen Angriff über die rechte Seite vor das MSV-Tor und während Keeperin Franzi Dreihues den ersten Schussversuch aus spitzem Winkel per Reflex abwehren konnte, schien es doch recht merkwürdig, dass sich auf Duisburger Seite zunächst niemand so richtig für den abgeprallten Ball interessieren wollte.

Dies tat dafür Marie Anhut aus den Reihen der Ruhrstädterinnen, die in Ballbesitz geraten nicht zwingend attackiert wurde und in dieser Situation die Übersicht besaß, dass Leder aus halbrechter Position zur 1:0-Gästeführung im Tor unterzubringen. Dieser Gegentreffer wirkte für die Zebra-Mädels wie ein Weckruf, sie schalteten einen Gang höher und wollten schnellstmöglich zum Ausgleich kommen.

Dies wäre drei Minuten später fast der Fall gewesen, als MSV-Spielführerin Edina Habibovic ihrer Gegenspielerin auf der rechten Außenbahn weggelaufen war und von der Grundlinie auf den zweiten Pfosten passte. Dort kam Charlotte Eisenblätter herangerauscht, doch ihr Schuss ging um wenige Zentimeter über das Tor.

Auf Augenhöhe - Die VfL Mädchen und der MSV lieferten sich einige, packende DuelleNun waren bei den Zebras endlich sämtliche Spielerinnen auf Betriebstemperatur gekommen und viele der Zuschauer auf Duisburger Seite hatten den Torschrei in der 18. Minute bereits auf den Lippen, doch das von Inga Dombrowski abgefeuerte Geschoss aus 20 Metern klatschte über der bereits geschlagenen VfL-Keeperin an die Querlatte. Die Gäste konnten sich in dieser Phase kaum mehr befreien und in der 25. Minute musste eine Standardsituation für den mittlerweile fälligen Ausgleichstreffer herhalten.

Edina Habibovic hatte das Spielgerät von der Seitenauslinie erneut auf den langen Pfosten geschlagen, erneut bot sich Charlotte Eisenblätter die Möglichkeit zum Treffer und erneut wurde der Ball noch abgefälscht und hüpfte munter vor der Bochumer Torlinie auf und nieder. In dieser Situation schaltete Pary Anna Arbab-Zadeh am schnellsten und drosch das herrenlose Leder zum vielumjubelten 1:1 in die Maschen.

Die Zebras spielten nun wie entfesselt und keine 120 Sekunden später zirkelte Charlotte Eisenblätter nach einem schnellen Sprint über die linke Außenbahn die Kugel flach auf das lange Toreck, doch die VfL-Torfrau konnte gerade noch zur Ecke klären. Auch diese Situation sorgte wiederum für Gefahr vor dem Gästetor und als der versuchte Befreiungsschlag der Mädchen von der Hiltroper Str. zu kurz geriet, fasste sich Pary Anna Arbab-Zadeh aus 14 Metern ein Herz und jagte das Spielgerät mit voller Wucht an Freund und Feind vorbei zur 2:1-Führung für den MSV in die Maschen.

Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer zunächst ein Spiel auf Augenhöhe bei dem die nun zwischen den Pfosten stehende MSV-Torfrau Joana Gutke in der 46. & 52. Minute bei zwei Paraden Kopf und Kragen riskieren musste, um den an dieser Stelle möglichen Ausgleich zu verhindern. Absolut machtlos war die Auswahlkeeperin allerdings in der 57. Minute, als ein VfL-Einwurf im Mittelfeld nur unzureichend geklärt werden konnte und die Bochumerin Michelle Klostermann aus über 20 Metern zentraler Position eine Rakete abfeuerte, die nach kurzem Zischen krachend rechts oben zum 2:2-Ausgleich einschlug.

Es geht zur Sache - Trotzdem blieb das Ruhrderby eine sehr faire AngelegenheitEin absolut sehenswerter wie unhaltbarer Treffer. Schön anzusehen war nun, dass sich beide Parteien absolut nicht mit diesem Unentschieden abfinden wollten und mit offenem Visier auf den Siegtreffer drängten. Das Team von Trainerin Kelly Lorent riskierte mit einer fast bis zur Mittellinie aufgerückten Abwehrkette sehr viel, letztenendes zu viel. Neun Minuten vor Schluss wurde Sara Jacek mit einem aus der Feder von Leonie Jäger stammenden Sahnepass in die Bochumer Schnittstelle aus der eigenen Hälfte auf die Reise geschickt.

Die schnelle MSV-Stürmerin entledigte sich mit einem Mordssprint mit Ball am Fuß zunächst dreier orange gekleidete Abwehrspielerinnen, um dann aus 13 Metern platziert unten links zur 3:2-Führung zu treffen. Die Partie blieb bis zum Ende auf einem sehr hohen Niveau mit weiteren Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, doch ein Treffer sollte nicht mehr fallen, so dass Schiedsrichterin Michelle Busch die erfreulicherweise zahlreichen MSV-Anhänger nach zweiminütiger Nachspielzeit mit dem Schlusspfiff erlöste.

Völlig unabhängig vom Ergebnis war dieses Aufeinandertreffen absolute Werbung für den Mädchen- bzw. Frauenfußball und macht die aktuelle Situation der Nachwuchsfußballerinnen aus Bochum, denen aktuell mit der Schließung der kompletten Abteilung zum Ende der laufenden Saison gedroht wird, umso unverständlicher.
Es bleibt zu hoffen, dass sich der aktuell auf Sparkurs befindliche Hauptverein aus der Autostadt, über den Ruhrgebietsbarde Herbert Grönemeyer einst sang: "...hier wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld..." bei den zu beschließenden Maßnahmen an Werte wie "Soziale Verantwortung" und "Gelebte Integration" erinnert und sich die in der Vergangenheit getätigten Versprechen nicht nur als Luftblasen erweisen. 

Es würde definitiv etwas fehlen, ohne die Mädchen vom VfL Bochum...

Grund zum Feiern - Die MSV Mädchen freuen sich über den 3:2 Sieg gegen den VfL BochumKader MSV Duisburg: Dreihues (36. Gutke), Schwind, Gottschling, Magoli, Dombrowski, Arbab-Zadeh (65. Jordan),  Habibovic, Jacek (65. Börner), Jäger, Simsek (55. Sinz), Eisenblätter (67. Thienel)

Tore: 0:1 Anhut (11.), 1:1 Arbab-Zadeh (25.), 2:1 Arbab-Zadeh (28.), 2:2 Klostermann (57.), 3:2 Jacek (61.)

Gelbe Karten:  - / -

Zuschauer: 80

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