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U13: Mini-Zebras liefern mitreißenden Pokalfight

Großes Kämpferherz - Die Mini-Zebras lieferten gegen die physisch überlegenen Gäste einen leidenschaftlichen KampfDuisburg (mm) - Eine absolut mitreißende Partie lieferten die D-Juniorinnen des MSV Duisburg am vergangenen Samstag im Halbfinale der U13 Niederrheinpokals gegen den 1. FC Mönchengladbach und wurden doch nicht mit dem verdienten Finaleinzug belohnt.

Angetreten ohne zwei Stammkräfte und im Spielverlauf zudem auch noch personell um weitere Leistungsträgerinnen dezimiert, warfen die nun auf dem Platz befindlichen 10 und 11-jährigen Spielerinnen ihr ganze Leidenschaft in die Waagschale und gingen 5 Minuten vor dem Ende der Partie die 1:0 Führung, um in der allerletzten Minute der regulären Spielzeit den unglücklichen Ausgleich zu kassieren.

Bemerkenswert, dass sich die die Mini-Zebras auch durch diesen Rückschlag nicht den Schneid abkaufen ließen, in der Verlängerung das tonangebende Team blieben, jedoch nicht den Siegtreffer erzielen konnten. Im entscheidenden Strafstoß-Schießen spielten dann die Gäste ihre Routine aus und zogen demzufolge in das Finale ein, in dem sie auf Borussia Mönchengladbach treffen.

Für viel Ärger und Irritationen sorgte in diesem Semifinale darüber hinaus die Tatsache, dass der vom Verband angesetzte Schiedsrichter der Partie aus bislang nicht bekannten Gründen fernblieb und diesem wichtigen Spiel somit eine offizielle Leitung fehlte.

D-Juniorinnen FVN-Pokal Halbfinale, MSV Duisburg - 1. FC Mönchengladbach 1:4 n.E. (0:0, 1:1)

Klein, aber oho - MSV Keeperin Melina Molnar mit gutem StellungsspielImprovisieren musste Duisburgs U13 Cheftrainerin Franzi Göbel vor dem wichtigen Halbfinalmatch gegen den 1. FC Mönchengladbach. Da Mailin Paplewski und Tamina Gähler parallel Verbandsverpflichtungen nachkamen, lag nun die Verantwortung auf dem Rest des extrem jungen Teams, bei der Sina-Fee Öner das einzige "ausgewachsene" Zebra des 2002´er Jahrgangs war.

Zwar stand mit Patrice Plassmann noch eine "2002´er" auf dem Spielberichtsbogen, hatte jedoch verletzungsbedingt seit über einem halben Jahr kein Pflichtspiel mehr bestritten. Die MSV-Mädchen brauchten eine gewisse Zeit, um sich an das Fehlen der beiden Leistungsträgerinnen zu gewöhnen und so gehörten die ersten Minuten den Gästen vom linken Niederrhein, die in diesem Zeitraum bereits einige Schüsse auf das MSV-Tor losließen.

Dann hatten sich die Jungzebras allmählich an die neue Situation gewöhnt, übernahmen langsam aber sicher das Kommando und sorgten vor dem FC Tor für allerhand Unruhe. Das führte dann dazu, dass Melina Agca in der 15. Minute im Strafraum nicht mit fairen Mitteln gebremst werden konnte und den Zebras konsequenterweise ein Strafstoß zugesprochen wurde.

Die Schützin zielte platziert, doch Mönchengladbachs Torfrau parierte den Schuss gekonnt, dass es auch weiterhin bei dem torlosen Spielstand blieb. Diese rustikale Gangart der Gastgeber setzte sich fort, so dass die an der linken Außenbahn entlangsprintende Frauke Kaplon 2 Minuten später von ihrer Gegenspielerin, die keine Chance hatte an den Ball zu kommen, rüde von den Beinen geholt wurde.

Doch die tapferen Zebras ließen sich davon in keinster Weise einschüchtern, hielten mit den ihnen zur Verfügung stehenden (wenigen) körperlichen Mitteln, aber vorallem mit Herz, Kampf und Leidenschaft dagegen. Ein genauso variabler wie auch flinker und präziser Spielaufbau führten immer wieder zu klaren Tormöglichkeiten der Nachwuchs-Zebras, bei denen die FC Keeperin aber jedes Mal eine glänzende Figur abgab und so die an dieser Stelle absolut verdiente Führung der Duisburgerinnen verhinderte.

Oldie but goldie - Sina-Fee Öner strahlte Ruhe und Souveränität ausDie Gäste waren natürlich auch nicht chancenlos und tauchten in der von beiden Teams sehr offensiv geführten Begegnung mehrere Male vor dem MSV-Gehäuse auf, fanden aber stets in der schnellen und sicher positionierten Zebra-Defensive ihren Meister. Auch wenn der Spielaufbau bei den Gästen meistens nur aus langen Pässen in die Spitze bestand, hätte es in der 27. Minute fast im MSV-Kasten geklingelt.

Doch auch die Zebras hatten an diesem Tag mit Melina Molnar eine absolute Klasse-Keeperin zwischen den Pfosten. die diese eins-gegen-eins-Situation gekonnt löste. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich übrigens ausschließlich noch Zebras des jungen Jahrgangs auf dem Feld, die Aufgabe aber exzellent erledigten. Dieser Status bestand auch noch bis in die zweite Halbzeit hinein und wer nun erwartet hatte, dass die Mönchengladbacherinnen daraus Kapital schlagen würden, hatte nicht mit dem Kampfgeist der Zebra-Mädchen gerechnet.

Frei nach dem Motto: "Junges Alter schützt vor Leistung nicht" ließ sich die MSV-Herde partout nicht die Butter vom Brot nehmen und setzten ihren Sturmlauf auf das FC Tor fort. Nun lief die MSV Angriffsmaschinerie auf Hochtouren, was bezeichnenderweise dazu führte, dass sich die körperlich unterlegenen, aber unglaublich quirligen Jungzebras sogar bei Standardsituationen Tormöglichkeiten herausspielten.

Kein Weg vorbei - Der Weg der Gladbacher Stürmerinnen war spätestens bei Irem Öztürk zu endeBeispielsweise hatte Melina Agca in der 46. Minute eine Ecke perfekt auf den Fuß von Ena Mahmutovic gezirkelt, die die Direktabnahme aber ganz knapp über die Querlatte des FC Tores setzte. Gegen die aufgerückten Zebras antwortete Mönchengladbach wiederum mit "Langholz", doch die MSV-Verteidigung stand bombensicher und blockte alle Angriffe ab.

Als die letzten 10 Minuten angebrochen waren, fuhr der MSV einen weiteren Angriff, bei dem die in dem Fall lethargisch wirkende FC Defensive (nicht zum ersten Mal) Elli Faaßen aus dem Auge ließ. Das jüngste aller Nachwuchszebras zog aus knapp 10 Metern ab, die Gäste-Keeperin konnte nur abklatschen, so dass die MSV-Stürmerin in der 51. Minute im Nachschuss zu Stelle war und unter dem Jubel der Zuschauer das längst fällige 1:0 erzielte.

Nun waren die Mönchengladbacherinnen gefordert, was die Spielerin mit der Nummer 8 der Gäste aber falsch verstanden haben musste und sich wenig später zu einer groben Unsportlichkeit hinreißen ließ, was mit einer Zeitstrafe quittiert wurde (die im Spielbericht keine Erwähnung fand). Die letzten Minuten der regulären Spielzeit bestanden dann aus einem offenen Schlagabtausch, in dem die Gäste das Glück hatten, mit der allerletzten Aktion doch noch den Ausgleich erzielen zu können.

Die Jüngste knipst - Elli Faaßen trifft in der 51. Minute zum 1:0 für den MSVZu Beginn der nun folgenden 2 x 5 minütigen Verlängerung besaß zunächst der Nachwuchs vom linken Niederrhein die erste Großchance, bevor die MSV-Mädels wieder das Zepter in die Hand nahmen und unbedingt eine spielerische Entscheidung aus dem Feld heraus erzwingen wollten. Dies gelang leider nicht, so dass es zum Strafstoßschiene  kam, dass die Gäste deutlich für sich entschieden.

Somit war für die Zebras der Traum von der Finalteilnahme leider ausgeträumt und auch wenn man letztenendes an der gegnerischen Torhüterin und an eigenen Unzulänglichen in der Chancenverwertung scheiterte, so konnte trotz der ersten Enttäuschung jedes Mitglied der wilden Zebraherde stolz auf die an diesem Tag gezeigte Leistung sein. Nicht nur die anwesenden Zuschauer waren von der Vorstellung begeistert, auch Trainerin Franzi Göbel, die ihre Mädels perfekt auf die Partie vorbereitet hatte, schwärmte von ihren kleinen Zebras mit dem großen Kämpferherz:

Das traurige Ende - Am Ende sind die Gladbacherinnen mehr Glück und ziehen ins Pokalfinale ein"Meine Mädels sind einfach so toll und haben einfach alles für den Sieg getan. Der Wille war von Anfang an da bis zum Schluss und die Tränen am Ende haben das alles wiedergespiegelt Einfach ein Hammerspiel von meinen Mädels."
Doch die 20Jährige sieht nicht nur das Spiel als solches, sondern blickt mit ein wenig Stolz auf den Werdegang ihrer Zebra-Zwerge in den letzten 12 Monaten zurück:
"Ich bin einfach stolz auf sie, auf ihre fußballerische Entwicklung aber auch darauf, dass sie sich als Team so entwickelt haben. Es hat eigentlich alles bis auf die fehlenden, verdienten Tore alles gepasst."

Weiter geht es für die Nachwuchs-Zebras mit einem weiteren Auftritt auf großer Bühne, denn am Pfingstmontag reist die Truppe zum traditionellen Kurstadt Cup des SC 13 Bad Neuenahr, wo man neben den Gastgebern u.a. auf den 1. FFC Frankfurt, Alemannia Aachen, 1. FC Saarbrücken den 1. FC Köln und Bayer Leverkusen trifft. Allesamt sehr hohe Hürden, vor denen man zwar Respekt aber keine Angst haben sollte. Mit der am Samstag gezeigten Leistung und der Leidenschaft sollte es den kleinsten aller Zebras gelingen, an der Ahr sehr viele Zuschauerherzen zu erobern.

Zebra-Kindergarten - Der MSV trat mit einem ganz jungen Team anKader MSV Duisburg: Molnar, Huiskens, Mahmutovic, Kaplon, Vogel, Peyerl, Plassmann, Öztürk, Öner, Faaßen, Agca,

Tore: 1:0 Faaßen(51.), 1:1(60.)
Neunmeterschießen: Mahmutovic verschießt, 1:2, Faaßen verschießt, 1:3, Vogel verschießt, 1:4

Gelbe Karten: - / -

Bes. Vorkommnis: Zeitstrafe FC M´Gladbach(53.)

Zuschauer: 80

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