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MSV I: Von der Bank zur Matchwinnerin - "Joker" Antonia verzückt Zebrafans

Eine von uns - Die U17-Mädels des MSV mitsamt ihrer Matchwinnerin Toni HalverkampsMönchengladbach/Duisburg (mm) - Es war eine dieser Geschichten, die sonst nur auf der Kino-Leinwand zu bestaunen sind. Als es am Mittwochabend im Rheydter Grenzlandstadion im umkämpften und zerfahrenen Kellerderby zwischen Borussia Mönchengladbach und Duisburg so gar nicht für die Zebras laufen wollte, schickte MSV-Chefcoach Thomas Gerstner nach einer guten Stunde mit der 18-jährigen Antonia Halverkamps ausgerechnet das jüngste Mitglied der Zebraherde ins Rennen.

Keine zwei Minuten später schlug MSV-Angreiferin Lisa Makas von der linken Seite eine scharfe Flanke in den Strafraum, die welche Spielerin zum siegbringenden 1:0 für die Zebras verwandelte? Richtig, Antonia Halverkamps!

Ein toller Moment und für uns Grund genug, den Werdegang der talentierten Duisburger Fußballerin etwas näher zu beleuchten.

MSV I: Von der Bank zur Matchwinnerin - "Joker" Antonia verzückt Zebrafans
Back to the roots - Antonia Halverkamps in ihrere Premierensaison 2014/15 zu Gast an der Großenbaumer AlleeWie es sich für Fußballer im Ruhrgebiet gehört, wurde anfangs natürlich "auf Asche" gekickt und das tat Antonia Halverkamps im beschaulichen Alter von sieben Jahren unter Coach Markus Bakr bei der Großenbaumer Sport-Gemeinschaft 1919/28, die auch als GSG Duisburg bekannt ist. Nicht selten trainierte sie mit ihrem drei Jahre älteren Bruder Jan-Rene und war bei den Großenbaumer F-Junioren unter Coach Peter DiSalvo so etwas wie das Maskottchen des Teams, was ihr dann auch direkt das erste Fußballtrikot bescherte.

Die weitere Entwicklung blieb nicht unbeobachtet und hier war es kein anderer als der aktuelle Cheftrainer der zweiten MSV-Frauenmannschaft Sascha Beck, der "Toni" im Sommer 2014 zum MSV Duisburg an die Mündelheimer Straße brachte. Letztgenannter bildete sie zusammen mit der Duisburger Trainerlegende Kurt Hauer zu einer kompromisslosen Defensivakteurin aus, die absolut keinen Zweikampf scheute und den einen oder anderen gegnerischen Angreifer auch schon mal mit robustem Körpereinsatz in Richtung Erdumlaufbahn schickte.

Perfekte Schusstechnik - Wenn Toni ausholt, droht immer GefahrGepaart mit ihrer großen Grundschnelligkeit bildete sie in der Folgesaison eine absolute Bank in der Verteidigung der Zebras, was bedeutete, dass gegen sie so ziemlich jeder Durchbruchsversuch eines angreifenden Teams von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Doch "Verteidigungsministerin Toni" konnte nicht nur robust, was die Spielzeit 2016/17 bewies, in der sie in der B-Juniorinnen-Bundesliga als Defensivspezialistin gegen die Deutschen Topteams über die komplette Saison hinweg nicht nur jede Begegnung von Anfang bis Ende bestritt, dabei darüber hinaus sogar ohne eine einzige gelbe Karte auskam.

Nachdem Toni nach dem Wechsel in den Seniorinnenbereich in ihrer Premierensaison in der Frauen-Niederrheinliga mit immerhin zehn Treffern ihren Torriecher mehr als nur einmal unter Beweis gestellt hatte, plante der zur aktuellen Spielzeit 2018/19 zum MSV gewechselte Trainer Ryoji Ishikawa zunächst mit den Offensivqualitäten des Duisburger Eigengewächses, bis Toni in den Fokus von Bundesliga-Coach Thomas Gerstner geriet. Letztgenannter erkannte das Talent, so dass die Abiturientin, die bereits im Oktober letzten Jahres im ersten MSV-Frauen-Fantalk einige interessante Geschichten zu erzählen hatte, am 15.09.2019 gegen die SGS Essen ihre Premiere in der höchsten Deutschen Spielklasse feiern konnte.

Danach sollten noch sechs weitere Spiele in der Allianz Frauen-Bundesliga, sowie ein Einsatz im DFB-Pokal gegen Turbine Potsdam folgen, bis es am oben bereits erwähntern Mittwochabend gegen ca. 20:15 Uhr von der Duisburger Trainerbank gut vernehmbar in Richtung der sich aufwärmenden MSV-Spielerinnen schallte: "Antonia? Toni!". Der Rest ist inzwischen bekannt und sicherlich war es auch mehr als nur Zufall, dass diese tolle Geschichte in diesem Abend in Mönchengladbach ein paar ganz besondere Zuseher verdient hatte.

Da war einmal der komplette B-Juniorinnen-Jahrgang der Zebras, dessen Mädels im Schnitt gerade einmal zwei bis drei Jahre jünger sind und die gezeigt bekamen, dass mit Talent, Fleiß und viel Arbeit der sportliche Werdegang in Richtung Bundesliga beim MSV Duisburg mitunter kürzer ist, als bei anderen Klubs der Region. Auf der anderen Seite war zudem auch der komplette Vereinsvorstand des MSV Duisburg um Ingo Wald unter den Zuschauern und sie alle wurden Zeuge, dass die MSV-Frauen seit dem gestrigen Abend 20:26 Uhr eine weitere Bundesliga-Torschützin haben: Antonia Halverkamps!