MSV-Frauen: Eine ganze Halbzeit #nurmiteuch - Gelungene Fan-Talk-Premiere

Vorhang auf - Toni Halverkamps und Pia Rybacki eröffneten die Premiere des MSV Fan TalksDuisburg (mm) - Auf eine gelungene Premiere konnten die Veranstalter des neuen MSV-Frauen-Fan-Talks "Eine ganze Halbzeit #nurmiteuch" am gestrigen Montagabend zurückblicken.

Bei dem informativen Event, das von MSV-Frauen- und Mädchenfußball-Abteilungsleiter Dennis Gerritzen eingeleitet und Pressesprecher Colin Hüge geführt wurde, ergab sich zwischen den anwesenden Fans und den beiden Spielerinnen der Bundesliga-Lizenzmannschaft Pia Rybacki und Antonia Halverkamps eine angeregte Unterhaltung, bei der in gelöster Atmosphäre über sportliche Aspekte, wie auch Themen abseits des runden Leders gefachsimpelt wurde.

Ein absolut gelungenes Format, das nach Wiederholung ruft.

Eine ganze Halbzeit #nurmiteuch - Der MSV-Frauen-Fan-Talk mit Pia Rybacki und Antonia Halverkamps
Über ein Dutzend Zebra-Anhänger und Interessierte hatten sich am gestrigen Abend im MSV-Vereinsheim an der Mündelheimer Straße eingefunden, wo Dennis Gerritzen die Veranstaltung pünktlich um 19:02 Uhr eröffnete. Bevor die illustere Fragerunde nach einigen einleitenden Worten von MSV-Pressesprecher Colin Hüge so richtig startete, ergriff aber zunächst einmal Antonia Halverkamps das Wort, um sich für die überragende Unterstützung der MSV-Fans am zurückliegenden Wochenende beim SC Freiburg zu bedanken, die dann auch prompt mit einem 2:0 Auswärtssieg und drei Punkten belohnt wurde.

Mega Dank an die Fans - Antonia Halverkamps bedankte sich für die phänomenale Auswärtsunterstützung in FreiburgAuch im weiteren Verlauf kochte der Auswärtscoup im Breisgau - in der Duisburger Bundesligahistorie übrigens der erste Auswärtsdreier in Freiburg seit dem 24.09.2011 - natürlich immer wieder hoch, was von allen Seiten gerne angenommen wurde. Der Fragenhagel der Fans an beide Spielerinnen starte dann sogleich mit der Beurteilung des Vergleichs zwischen der Niederrheinliga, in der sowohl Pia wie auch Toni noch in der letzten Spielzeit gekickt hatten und den Erfahrungen, die beide in ihren bisherigen Einsätzen der aktuellen Allianz Frauen-Bundesliga-Saison 2018/19 gemacht hatten und hier fand Pia Rybacki deutliche Worte:

"Der Unterschied ist so krass, damit hätte ich niemals gerechnet, dass da wirklich ein so großer Unterschied ist. In der Niederrheinliga bekommst Du den Ball und hast Zeit zu überlegen, was Du jetzt machst und in der Bundesliga hast Du einfach keine Zeit [...], weil dann der Ball schon wieder weg ist."

Für allgemeine Erheiterung sorgte im weiteren Verlauf die vormals für die GSG Duisburg aktive "Toni" Halverkamps auf die Frage, ob sie den für sie absolut überraschenden Sprung in eine der besten Ligen der Welt überhaupt schon realisiert hätte und wie es nun wäre auf dem Platz unter Wettbewerbsbedingungen nun Spielerinnen wie Mandy Islacker, Manuela Zinsberger und Giulia Gwinn gegenüber zu stehen.

Gespannte Zuhörerin - Pia Rybacki"Mein Vorteil ist glaube ich, ich kenne die Leute alle gar nicht! Ich glaube, das ist auch ein bißchen unser Vorteil, dass wir unbefangen in das Spiel gehen. Ich weiß nicht, wer da vor mir steht und das ist mir auch ehrlich gesagt wurscht", so der unbekümmerte Wortlaut der gelernten Defensiv-Spezialistin, die 2014 von Sascha Beck in die U15 zum damaligen FCR 01 Duisburg geholt wurde und seitdem an der Mündelheimer Straße eine kontinuierliche Ausbildung bei den Zebras erfahren hat. Ein Weg, der sich scheinbar ausgezahlt hat.

Etwas anders verlief der sportliche Werdegang ihrer Teamkollegin Pia Rybacki, die insgesamt sieben Jahre in der Jugend der SGS Essen verbrachte. Als es unter der starken Konkurrenz diverser Nationalspielerinnen an der Ardelhütte nicht direkt mit dem Sprung in die erste Mannschaft klappte, handelte die 19-jährige Velberterin entschlossen und wurde Teil der Zebraherde, die sie inzwischen auch nicht mehr missen möchte.
"Ich fühle mich hier in Duisburg absolut wohl". Eine Aussage, an der es definitiv nichts zu rütteln gibt.

Sowohl Pia wie auch "Toni" beschworen nochmal das aktuell tolle MSV -annschaftsgefüge mit einem wortwörtlich erstklassigen Zusammenhalt, der dazu führt, dass die junge und auf vielen Positionen von Chefcoach Thomas Gerstner neu zusammengestellte Truppe in der Allianz Frauen-Bundesliga mit sechs Zählern nach vier Spieltagen so gut wie schon lange nicht mehr dasteht und selbstbewusst den kommenden Aufgeben gegen Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen entgegensehen kann.

Dass sich die Zebras bei diesen beiden wichtigen Begegnungen natürlich wieder einmal auf die genauso lautstarke wie auch bedingungslose Unterstützung ihrer Anhängerschaft verlassen können, braucht eigentlich gar nicht weiter erwähnt zu werden. Im Anschluss sollte man dann auf jeden Fall an einer weiteren Auflage des MSV-Frauen-Fan-Talks festhalten, denn die Fragerunde könnte sich zu einem sehr zukunftsträchtigen Format entwickeln.

Die nächsten Termine:

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